Kolumne#12: Verletzte Pornostars und Moral?

Nachgedacht über...

Kolumne#12: Verletzte Pornostars und Moral?

Beitragvon DerVierteBoy » Fr 5. Jun 2015, 10:20

Kolumne#12 – Verletzte Pornostars und Moral?

Pornostars sind auch Menschen mit einem Privatleben. Eine Tatsache, die man (vielleicht?) oft vergisst. Ich bin da keine Ausnahme. Wie in anderen Threads schon durchgesickert ist, beschäftige ich mich allerdings ab und an auch mit den Hintergründen der Szene und dadurch wird der erste Satz oft knallhart vor Augen geführt.
In einem konkreten Beispiel geht es um das Twitter-Profil einer Darstellerin, auf welchem sie Selfies aus dem Krankenhaus postete. Selbstverständlich kann man sagen, dass es nicht allzu schlimm sein kann, wenn man noch selber Bilder machen kann, der Anblick einer Mundschutz tragenden und an Schläuchen hängenden Frau ist trotzdem nicht allzu schön. Eine Angelegenheit, die am Rande der Öffentlichkeit geschah, allerdings fanden andere Fälle, wie z.B. die Prügelattacke auf US-Pornosternchen Christy Mack oder der Selbstmordversuch von Brett Rossi sogar in Mainstream-Medien Beachtung.
Soviel dazu, aber wie sieht es nun mit dem moralischen Standpunkt aus? Kann man sich ohne Gewissensbisse die Szenen von Darstellerinnen ansehen, die verletzt oder krank im Krankenhaus liegen? Natürlich kann man argumentieren, dass sie zum Aufnahmezeitpunkt gesund und munter waren, ich persönlich habe da aber irgendwie trotzdem eine innere Sperre...

Was meint Ihr? Könntet Ihr euch ohne schlechtes Gewissen Filme von Darstellerinnen ansehen, die sich in oben genannten Situationen befinden? Geht es Euch wie mir und Ihr seht einen moralischen Knackpunkt oder habt ihr euch darüber schlichtweg noch keine Gedanken gemacht? Teilt uns Eure Meinung mit!
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Re: Kolumne#12: Verletzte Pornostars und Moral?

Beitragvon CoolMcCool » Sa 6. Jun 2015, 17:01

Ich verstehe irgendwie nicht worauf du hinaus willst.
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Re: Kolumne#12: Verletzte Pornostars und Moral?

Beitragvon DerVierteBoy » Sa 6. Jun 2015, 17:15

Hm, vielleicht ist das auch der Grund für die ausbleibende Resonanz. Dann versuche ich, es nochmal in einfachen Sätzen zu erklären.

Mal rein hypothetisch angenommen; Du hast einen Lieblingsporno mit Darstellerin XY. Dann liest Du, dass XY aktuell schwer verletzt im Krankenhaus liegt. Könntest Du XY dennoch als Wichsvorlage nutzen oder hättest Du ein moralisches Problem damit, auf eine Darstellerin zu wichsen, die aktuell verletzt ist?
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Re: Kolumne#12: Verletzte Pornostars und Moral?

Beitragvon CoolMcCool » Sa 6. Jun 2015, 17:30

Nur wenn sie in Ausübung ihrer Tätigkeit verletzt worden wäre, weil sie beim Dreh schlecht behandelt worden wäre. Ansonsten nicht. Pornodarsteller ist ein Beruf "wie jeder andere" und klar können auch die sich verletzen. Da ich auch ab und zu gerne Klassik-Pornos kucke sind sogar einige Darsteller die da spielen schon tot, aber für mich kein Grund das nicht anzusehen.

Also moralisch sehe ich da kein Hinderniss sowas anzusehen. Ausserdem bin ich dann auch nicht so gut informiert über die Darsteller, dass ich sowas wüsste. Klar googled man schon mal, wer das ist, wenn sie besonders gut gefällt, aber auf Twitter folge ich bestimmt keinen Darstellern.
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Re: Kolumne#12: Verletzte Pornostars und Moral?

Beitragvon DerVierteBoy » So 7. Jun 2015, 12:18

CoolMcCool hat geschrieben:Da ich auch ab und zu gerne Klassik-Pornos kucke sind sogar einige Darsteller die da spielen schon tot, aber für mich kein Grund das nicht anzusehen.


Okay, ich merke schon, dass wir da eine komplett andere Denkweise haben. Ich hätte da ein total mieses Gefühl. :?

Ausserdem bin ich dann auch nicht so gut informiert über die Darsteller, dass ich sowas wüsste.


Bei unbekannteren Darstellerinnen würde ich das auch nicht mitbekommen. Aber wie im Ausgangstext erwähnt, bei den bekannten Leuten im Business stürzen sich auch Mainstream-Medien darauf.

aber auf Twitter folge ich bestimmt keinen Darstellern.


Mache ich auch nicht, bin nur übers googeln auf das Profil gekommen. :D

So, und jetzt würde ich mich freuen, wenn sich noch mehr Leute dazu äußern. ;)
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Re: Kolumne#12: Verletzte Pornostars und Moral?

Beitragvon Jojo55 » So 7. Jun 2015, 17:15

DerVierteBoy hat geschrieben:
CoolMcCool hat geschrieben:Da ich auch ab und zu gerne Klassik-Pornos kucke sind sogar einige Darsteller die da spielen schon tot, aber für mich kein Grund das nicht anzusehen.


Okay, ich merke schon, dass wir da eine komplett andere Denkweise haben. Ich hätte da ein total mieses Gefühl. :?


Gilt das für "normale" Filme auch? Wenn nein, warum nicht?

Gruß
Jochen
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Re: Kolumne#12: Verletzte Pornostars und Moral?

Beitragvon DerVierteBoy » So 7. Jun 2015, 17:58

Ich wusste, dass diese Frage kommt. :lol:

Um es kurz zu machen: Nein, für "normale" Filme gilt das nicht. Ganz einfach aus dem Grund, dass ich einen normalen Film nicht als Vorlage nutze und somit aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachte. Die schauspielerische Leistung einer nicht mehr lebenden Person zu betrachten finde ich okay, auf eine Darstellerin, die nicht mehr lebt, zu wichsen, wäre für mich hingegen pietätlos.
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Re: Kolumne#12: Verletzte Pornostars und Moral?

Beitragvon Kratzbaum » So 7. Jun 2015, 21:04

Nehmen wir mal an, eine Schauspielerin war in ihrer wilden Zeit Pornodarstellerin, hat das irgendwann aufgegeben und ist dann irgendwann friedvoll verstorben - wäre das immer noch pietätlos?

Ich persönlicher fände es negativer, zu Darstellerinnen zu wichsen, die zwar eine pornografische Vergangenheit hatten, aber sich heute dafür schämen, weil sie zum Beispiel eine Familie haben und das vor denen verheimlichen oder so ähnlich...

(Wäre aber trotzdem schön, wenn das hier keine Mod-Mod-Mod-Diskussion wäre...)
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Re: Kolumne#12: Verletzte Pornostars und Moral?

Beitragvon DerVierteBoy » So 7. Jun 2015, 21:38

Kratzbaum hat geschrieben:Nehmen wir mal an, eine Schauspielerin war in ihrer wilden Zeit Pornodarstellerin, hat das irgendwann aufgegeben und ist dann irgendwann friedvoll verstorben - wäre das immer noch pietätlos?


Für mich schon. Ich unterscheide da nicht, ob sie bis zum Lebensende (wodurch auch immer das zustande kam) gedreht hat oder erst im Ruhestand verstorben ist - tot ist tot.

Ich persönlicher fände es negativer, zu Darstellerinnen zu wichsen, die zwar eine pornografische Vergangenheit hatten, aber sich heute dafür schämen, weil sie zum Beispiel eine Familie haben und das vor denen verheimlichen oder so ähnlich...


Rein vom Ansatz stimme ich dem zu. Ich sehe da aber einen bedeutenden Unterschied. Wenn eine Darstellerin verletzt ist oder verstirbt, kann ich das auf verschiedenen Wegen herausfinden. Dass sich eine Dame mittlerweile für ihre Vergangenheit schämt und diese geheim hält, kann ich hingegen nicht mal erahnen. Bleibt also das Sprichwort "Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß".
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Re: Kolumne#12: Verletzte Pornostars und Moral?

Beitragvon Kratzbaum » Mo 8. Jun 2015, 06:32

Aber Pornografie besteht ja aus Filmen und Bildern, es handelt sich also um eine Momentaufnahme -
anders gefragt: könntest du zu Frauen wichsen, die jetzt zwar noch nicht tot, aber Omas sind und von denen du weißt, wie sie jetzt aussehen?

Mir kommt gerade eine andere Idee: was ist mit gezeichneten Figuren, die zwar nicht sterben können, aber deren Zeichner und Sprecher tot sein können - geht ja auch bei "Übersetzungen", wenn die eigentlichen Darsteller noch leben, die Sprecher aber tot sind...
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Re: Kolumne#12: Verletzte Pornostars und Moral?

Beitragvon Joe D. » Mo 8. Jun 2015, 13:19

Hm, irgendwie erschließt sich mir das nicht so ganz. Ich hab doch auch einen Lieblingsboxer und dem würde ich selbst live dabei zusehen, wie ihm, wenns dumm läuft, das Gesicht umgebaut wird.

Ich verstehe die Intention deiner Frage, da du, wie es sich mir darstellt, einen intimen Moment mit einer im Film dargestellten Person teilst. Aber was hat das mit Moral zu tun? Besser gesagt, wenn eine Pornodarstellerin verletzt ist und du aus moralischen Gründen nicht mehr zu ihren Filmen wichsen kannst, sind das sehr, sehr hohe Maßstäbe.

Ich persönlich sehe da keine Diskrepanz. Die Welt ist wie sie ist. Es passieren Unfälle und andere schlimme Dinge. Und das Leben endet auch zwangläufig. Ob ich mir zu einer toten, verletzten oder quicklebendigen Pornodarstellerin einen runter hole, macht für mich keinen Unterschied.

Solche Gedanken kommen bei mir erst, wenn ich den Eindruck habe, dass gewisse Filme nicht im Einvernehmen aller beteiligten Personen zustande gekommen sind und grundsätzlich bei illegalen Inhalten. Da ich um diese aber ohnehin einen weiten Bogen mache, bin ich gewissermaßen frei von moralischen und sonstigen Bedenken.
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Re: Kolumne#12: Verletzte Pornostars und Moral?

Beitragvon DerVierteBoy » Mo 8. Jun 2015, 16:00

Kratzbaum hat geschrieben:könntest du zu Frauen wichsen, die jetzt zwar noch nicht tot, aber Omas sind und von denen du weißt, wie sie jetzt aussehen?


Gute Frage, da ich mir keine alten Pornos ansehe, kann ich das jetzt gar nicht direkt beantworten. Aber rein vom Gefühl her, hätte ich damit wohl weniger ein Problem.

was ist mit gezeichneten Figuren, die zwar nicht sterben können, aber deren Zeichner und Sprecher tot sein können


Auch hier muss ich hypothetisch antworten, würde allerdings klar sagen, dass ich da keine Gewissensbisse hätte, da ich ja nicht die Person an sich sehe.

Joe D. hat geschrieben:Ich hab doch auch einen Lieblingsboxer und dem würde ich selbst live dabei zusehen, wie ihm, wenns dumm läuft, das Gesicht umgebaut wird.


Nur, dass dieser Gesichtsumbau beim Boxen ja in 9 von 10 Fällen vorprogrammiert ist - und wie schon erwähnt, würde ich einem Boxer auch auf einer anderen Ebene zusehen.

da du, wie es sich mir darstellt, einen intimen Moment mit einer im Film dargestellten Person teilst.


Das trifft den Nagel auf den Kopf. ;)

wenn eine Pornodarstellerin verletzt ist und du aus moralischen Gründen nicht mehr zu ihren Filmen wichsen kannst, sind das sehr, sehr hohe Maßstäbe.


Wenn ich das so lese, klingt es schon etwas seltsam. Vor allem, weil ich eigentlich nicht mal der emphatischste Mensch bin. :geek:

Die Welt ist wie sie ist. Es passieren Unfälle und andere schlimme Dinge. Und das Leben endet auch zwangläufig.


Vollkommen d'accord.

Ob ich mir zu einer toten, verletzten oder quicklebendigen Pornodarstellerin einen runter hole, macht für mich keinen Unterschied.


Hier liegt eben der Knackpunkt, da es für mich kopfmäßig einen Unterschied macht. Auch wenn es eine Momentaufnahme ist und die Dame zum Aufnahmezeitpunkt quicklebendig war; sobald ich weiß, dass sie aktuell nicht mehr vollständig intakt ist, geht da nix mehr. Ich weiß nicht genau, wie ich das erklären soll, es ist einfach das Gefühl, eine Person, der es nicht gut geht, zur Wichsvorlage zu degradieren. Für Außenstehende mag das wahrscheinlich ziemlich bescheuert klingen. :roll:

Solche Gedanken kommen bei mir erst, wenn ich den Eindruck habe, dass gewisse Filme nicht im Einvernehmen aller beteiligten Personen zustande gekommen sind und grundsätzlich bei illegalen Inhalten.


Das ist ja völlig klar und ginge mir nicht anders. Aber mit solchen Filmen will auch ich ohnehin nichts zu tun haben.
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Re: Kolumne#12: Verletzte Pornostars und Moral?

Beitragvon Joe D. » Mo 8. Jun 2015, 22:28

Hier hast du einen sehr aufschlussreichen Satz geschrieben. "eine Person der es nicht gut geht, zu einer Wichsvorlage zu 'degradieren'.

Warum degradieren? Das klingt sehr negativ obwohl es nicht sein muss. Immerhin handelt es sich um eindeutiges Material, das als Wichsvorlage produziert wurde. Es erfüllt damit seinen naturgegebenen Zweck. Demnach kann es doch gar nicht degradiert werden, wenn du dir dazu einen runter holst. Wie der Boxer. (ja ich weiß :mrgreen: )

Es wäre nachvollziehbarer, wenn es sich um ein Bild oder einen Film handelt, der einen anderen inhärenten Sinn hat. Bei einem Porno ist das aber nicht der Fall.

Demnach degradierst du jegliche Pornographie welche du ihrem Zweck zuführst. Das widerum ist nicht logisch.
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Re: Kolumne#12: Verletzte Pornostars und Moral?

Beitragvon DerVierteBoy » Di 9. Jun 2015, 05:45

Joe D. hat geschrieben:Demnach degradierst du jegliche Pornographie welche du ihrem Zweck zuführst. Das widerum ist nicht logisch.


Mir ist schon bewusst, dass da keine große Logik zu erkennen ist (aber wann sind Dinge wie Emotionen schon logisch? :mrgreen:), es ist halt einfach so, dass sich mein Blickwinkel mit der Kenntnisnahme des schlechten Zustandes ändert.

Um es mal wirklich konkret zu machen; es gab vor knapp zwei Jahren eine Solo-Szene, die ich oft und gern gesehen habe. Dann hab ich das im Anfangstext erwähnte Twitter-Profil mit besagten Bildern gefunden. Seitdem hab ich mir die Szene nicht mehr angesehen. Einfach, weil ich die Frau nicht mehr als Wichsvorlage, sondern als leidende Person gesehen hätte.

Vielleicht mache ich mir schlicht zu viele Gedanken darum. Vielleicht ist auch mein Empathieempfinden aus dem Lot geraten. Ehrlich, ich weiß nicht, woran es liegt.
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Re: Kolumne#12: Verletzte Pornostars und Moral?

Beitragvon CoolMcCool » Mi 10. Jun 2015, 12:17

Aber wenn sie wieder gesund ist, dann schaust du es dir hoffentlich schon wieder an, nicht das die arme Frau jetzt auch noch arbeitslos wird, weil keiner mehr ihre Sachen kuckt.
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Re: Kolumne#12: Verletzte Pornostars und Moral?

Beitragvon CoolMcCool » Mi 10. Jun 2015, 12:29

DerVierteBoy hat geschrieben:Ich wusste, dass diese Frage kommt. :lol:

Um es kurz zu machen: Nein, für "normale" Filme gilt das nicht. Ganz einfach aus dem Grund, dass ich einen normalen Film nicht als Vorlage nutze und somit aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachte. Die schauspielerische Leistung einer nicht mehr lebenden Person zu betrachten finde ich okay, auf eine Darstellerin, die nicht mehr lebt, zu wichsen, wäre für mich hingegen pietätlos.


Die tote Person hat diesem Film gemacht damit du darauf wichst. Wäre doch schade wenn das goldene Zeilalter der Pornographie in Vergessenheit geriete. In der Vor-Internet Zeit gab es ja noch richtige Pornofilme die heute fast als Kulturgut anzusehen sind. "Deep Throat"' "The Opening of Misty Beethoven", "The Devil in Miss Jones" oder in Deutschland "die Abenteuer der Josephine Mutzenbacher".
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Re: Kolumne#12: Verletzte Pornostars und Moral?

Beitragvon DerVierteBoy » Mi 10. Jun 2015, 19:37

CoolMcCool hat geschrieben:Aber wenn sie wieder gesund ist, dann schaust du es dir hoffentlich schon wieder an, nicht das die arme Frau jetzt auch noch arbeitslos wird, weil keiner mehr ihre Sachen kuckt.


:lol: :lol: :lol:

Ich bin aber überzeugt davon, dass es noch genügend andere Leute gibt, die ihr ihre Arbeit sichern. ^^

Wäre doch schade wenn das goldene Zeilalter der Pornographie in Vergessenheit geriete.


So kann man es natürlich auch sehen. Allerdings scheint es schon etwas in Vergessenheit zu geraten, außer Deep Throat und die Mutzenbacher-Reihe kenne ich die genannten nicht.

Obwohl das für mich eher in die Sparte "Sexfilm" als "Porno" fällt. Wie auch schon erwähnt, ich gucke nur neues Material, das wohl auch niemals als Kulturgut gelten wird und mit hoher Wahrscheinlichkeit in Vergessenheit geraten wird.
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Re: Kolumne#12: Verletzte Pornostars und Moral?

Beitragvon CoolMcCool » Do 11. Jun 2015, 11:12

DerVierteBoy hat geschrieben:Rein vom Ansatz stimme ich dem zu. Ich sehe da aber einen bedeutenden Unterschied. Wenn eine Darstellerin verletzt ist oder verstirbt, kann ich das auf verschiedenen Wegen herausfinden. Dass sich eine Dame mittlerweile für ihre Vergangenheit schämt und diese geheim hält, kann ich hingegen nicht mal erahnen. Bleibt also das Sprichwort "Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß".


Naja bei einigen Darstellern wie Sibel Kekili ist es relativ bekannt, dass sie mit ihrer Pornovergangenheit gebrochen haben und nicht mehr drüber reden wollen. Das hab ich mir aus Neugier aber natürlich trotzdem angesehen. Auch da blieb mein schlechtes Gewissen aus.
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Re: Kolumne#12: Verletzte Pornostars und Moral?

Beitragvon LittleBitBi » Mi 18. Nov 2015, 14:38

Joe D. hat geschrieben:Hier hast du einen sehr aufschlussreichen Satz geschrieben. "eine Person der es nicht gut geht, zu einer Wichsvorlage zu 'degradieren'.

Warum degradieren? Das klingt sehr negativ obwohl es nicht sein muss. Immerhin handelt es sich um eindeutiges Material, das als Wichsvorlage produziert wurde. Es erfüllt damit seinen naturgegebenen Zweck.


Ich denke, Joe hat hier den Knackpunkt angesprochen.

So wie ich es verstehe, beruht das "Problem" darauf, dass in diesem Fall keine klare Linie zwischen dem Menschen und der Kunstfigur gezogen wird. Ich kann verstehen, dass das im Fall von Pornodarstellerinnen schwieriger ist, weil diese nur bedingt in andere Rollen schlüpfen bzw. es nicht so deutlich ersichtlich ist, wie wenn ein Hollywood-Akteur selbiges tut. Man muss sich einfach vor Augen halten, dass das, was die Darstellerinnen in dieser Branche vor der Kamera bringen, wohl nur in selten Fällen die eigene Persönlichkeit widerspiegelt, was schon dadurch untermauert wird, dass diese in der Regel Künstlernamen verwenden und nicht mit ihren Realnamen auftreten.
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Re: Kolumne#12: Verletzte Pornostars und Moral?

Beitragvon Lemenex » Di 20. Dez 2016, 08:20

Man darf nicht vergessen, einigen Pornostars hat ihre Vergangenheit dazu verholfen, das Leben was sie zur Zeit führen, erst möglich gemacht hat.

Sibel Kekili begann eine Schauspielkarriere.
Gina Wild spielt Theater und TV.
Die leider verstorbene SexyCora, war eine der ersten "Amateurdarstellerinnen" die
auch Zuschauer direkt "bedient" hat in ihren Filmchen und scheffelte mit Mitte 20 Kohle ohne Ende.
Mia Magma ist der Knaller zur Zeit auf Malle.

Moral hin oder her, vielleicht sind der einen oder anderen die Filmchen peinlich, oder vielleicht wenn die mal Kinder haben und die später im Web darüber stolpern.
Aber sie haben sich damit einen Lebensstandard erarbeitet für den einen normaler Arbeiter lange stricken muss.
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