Kolumne #13: Online-Dating

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Re: Kolumne #13: Online-Dating

Beitragvon broken dream » Di 27. Okt 2015, 18:35

Das Blöde an den ganzen Hippen Partnerportalen ist das sich da wirklich nur die hippen Leute rumtummeln. Manche melden sich da nur an weil es gerade "In" ist.
Ich würde es vielleicht einfach mal mit Portalen wie Jappy oder Spin probieren. Da treiben sich auch mehr Leute rum die noch nicht in der ganzen Welt unterwegs waren.
Ich hab einige Zeit Tinder auf dem Handy gehabt und schnell festgestellt das dort ein Großteil der Frauen die dort unterwegs sind entweder in Australien oder den USA waren, ein Pferd haben oder Wintersport machen.

Australien und USA sind bei meinem Gehalt nicht drin, zu Pferden habe ich keinen Draht und Wintersport ist auch nicht mein Ding.
Gib Aids, Todessternen, Cam2cam, pictausch, icq, Nazis und dem BVB keine Chance!
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Re: Kolumne #13: Online-Dating

Beitragvon Hormontherapeut » Di 10. Nov 2015, 14:45

Was ich auch immer wieder seltsam finde: in den Medien wird suggeriert, dass man über Tinder und Co. leicht an ONS und "Sexdates" käme. Schaut man sich aber die Profile der Damen an, so steht da eigentlich unisono "keine ONS!!!". Ein typisch deutsches Phänomen, oder halt einfach so ein prophylaktischer Satz, den man aber nicht so ernst nehmen sollte (ich meinte das "keine ONS!")?

Aber letztlich hast Du Recht, die Partnerportale, mehr noch die Flirt Apps fürs Smartphone sind wohl eher was für hippe, junge Leute und welche, die halt extrem gut ausschauen. Sowas wie ein Viehmarkt der Eitelkeiten.

Danke für die Tipps Jappy und Spin. Würde ich mir mal angucken, aber nur, wenn man sich da auch für ganz normale Freizeitaktivitäten verabreden kann. Mit dem Online Dating habe ich ansonsten abgeschlossen, das ist nix für mich. Ich sehe nunmal nicht aus wie Brett Pitt, bin auch nicht per Rucksack 3x um die Welt gereist, kann Pferden auch nix abgewinnen, gehe keinen hippen und tollen Hobbies nach und ich bin auch nicht die eierlegende Wollmilchsau.
Ich hatte im August noch mal ein kurze Probierphase u.a. bei Tinder und hatte da auch 2 Dates mit einer Frau, die mich dann auch wieder abservierte, weil es halt nicht gleich "klick" gemacht hatte.

Da ich auch kein Akademiker bin und wahrscheinlich (oder ganz bestimmt) ziemlich niveaulos :mrgreen: , werde ich auch nicht parshippen, oder weiter wischi-waschi auf dem Smartphone machen (verschmiert nur unnötig das Display :twisted: ).
Das ist erst mal ziemlich suboptimal, da ich in diesem komischen "real life" ja arge Probleme mit der Kontaktaufnahme zum anderen Geschlecht habe (sobald es über normales Interesse hinaus geht), aber das ist halt so. Seitdem ich einfach mein Ding mache und mich einen Dreck darum schere, ob ich nochmal ne Freundin bekomme oder nicht geht es mir in der Tat besser.
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Re: Kolumne #13: Online-Dating

Beitragvon Redbone » Di 10. Nov 2015, 19:26

Hormontherapeut hat geschrieben:Seitdem ich einfach mein Ding mache und mich einen Dreck darum schere, [...] geht es mir in der Tat besser.

Richtig. Das gilt meiner Meinung nach nicht nur für die Partnersuche, sondern allgemein für's Leben.
Anthony de Mello hat dazu eine kurze, nette Geschichte: Warum der Schäfer jedes Wetter liebt
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Re: Kolumne #13: Online-Dating

Beitragvon Fritzi » Do 3. Mär 2016, 03:24

@ HT,
Du gehörst zu den Usern, die einen sympathischen, positiven Eindruck erwecken; Deine Beiträge
- soweit ich sie gelesen habe - zeigen einen Mann, den sich manche Frau erträumt und erhofft,
deshalb bin ich total überrascht zu lesen, dass Deine Sucher letztendlich bisher erfolglos blieb.
Kann es sein, dass Du resignierst und dies bei den Frauen negativ ankommt ? ?
Halte im realen Leben die Augen auf und zeige mehr Selbstvertrauen !
Ganz viele Knuddler für Dich übers Netz und
lieben Gruß :)
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Re: Kolumne #13: Online-Dating

Beitragvon Hormontherapeut » Do 3. Mär 2016, 09:36

Hey, danke Fritzi! Naja, ich weiß nicht, ich habe nicht den Eindruck, dass ich ein Mann bin, den sich Frauen erhoffen. Vom Gewicht her jedenfalls nicht, aber daran kann man ja arbeiten und momentan mache ich das auch wieder. Ansonsten habe ich von mir das Selbstbildnis des absolut durchschnittlichen Langweilers. Durchschnittliches Aussehen, durchschnittliche Klamotten, langweiliger Job, langweilige Hobbies usw. usf.

Ich glaube nicht, dass ich resigniert gewirkt habe, eher bedürftig. Im Nachhinein betrachtet wollte ich zu verkrampft, dass am Ende tatsächlich ne neue Freundin beim Online Dating rauskommt.

Was mir aber auch klar geworden ist: ich bin mit mir selbst momentan nicht im Reinen. War mit mir und meinem Leben unzufrieden und habe mich gedanklich auch immer total schlecht gemacht und unendlich Gründe gefunden, warum ich bei Frauen nicht ankomme.
Momentan arbeite ich an mir, um das abzustellen und mich auch so zu akzeptieren, wie ich bin. Inzwischen denke ich, dass ich erst mal wieder mit mir selbst klar kommen muss, ehe ich versuche, mit einer Partnerin klar zu kommen.

Unabhängig davon bin ich aber inzwischen auch überzeugt, dass Online Dating nicht der richtige Weg für mich ist, eine Freundin zu finden.
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Re: Kolumne #13: Online-Dating

Beitragvon Fritzi » Fr 4. Mär 2016, 00:28

Hallo @HT,
Du bist auf dem richtigen Weg mit Deiner Selbsterkenntnis und den geplanten Veränderungen.
Man muß sich selbst lieben und akzeptieren, um von anderen anerkannt zu werden. Nicht umsonst haben Frauen die meisten Verehrer, wenn sie frisch verliebt und in einer Bindung sind.
Schön ist, wenn man etwas ganz besonders gut kann, sei es ein Instrument spielen oder ähnliches,
etwas das dich hervorhebt aus der Masse!
Schreib Dir auf den Spiegel: " Ich bin der Sieger ".

(schade, ich weiß gar nicht welche Figur Du hast, wie Du aussiehst, kann dazu also nichts sagen)
Die Musikerin Beth Ditto hat eine dralle Figur und sie trägt extrem schrille Farben und Klamotten.

Du schaffst das !!! :)
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Re: Kolumne #13: Online-Dating

Beitragvon RichieJ » So 6. Mär 2016, 11:42

Hier wurde ja schon genug zur Vor- und Nachteilen von Online Dating geschrieben.
Ich sag mal so: Ich hab meine Freundin in einem Dating-Portal kennengelernt, wir sind nun seit fast 5 1/2 Jahren zusammen und haben nicht vor, diesen Zustand je wieder zu ändern ;)
Wenn es passt, dann passt es, wenn nicht, dann nicht. Da ist es ganz egal, wo man sich kennengelernt hat.
Was sicherlich geholfen hat ist, dass wir es absolut nicht überstürzt haben...man könnte auch sagen, dass wir lahmarschig waren :D Obwohl wir mit dem Auto nur knapp 45 min auseinander wohnten, haben wir fast ein halbes Jahr geschrieben, ehe es zum Date gekommen ist. Rückblickend sehe ich das als Erfolgsgeheimnis, warum es dann letztendlich gehalten hat. Wir haben absolut voreingenommen eine Art Mailfreundschaft aufgebaut, wo wir uns über Gott und die Welt unterhalten haben. So konnten wir schon gut abklappern, ob die Chemie stimmt oder nicht, ohne diesen Druck aufzubauen, dass der am anderen Ende jetzt der Partner für's Leben sein muss. Irgendwann haben wir dann entschieden, dass es Zeit für ein Date ist. Und dieses Date war das entspannteste, das ich je hatte. Wir sind erst eine Runde durch Köln gelaufen, haben dann in einer schönen Bar was getrunken und gegessen und sind anschließend noch den Rhein entlang spaziert. Waren an die 6-7 Stunden, die dieses Date gedauert hat und es gab nicht ein einziges Mal eine dieser peinlichen Gesprächspausen wo keiner weiß, was er als nächstes sagen könnte. Diesem Date folgten noch einige schöne weitere...and the rest is history ;)
Some people see things as they are and ask "why?"
I dream things that never were, I take my shot and say "why not?"
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Re: Kolumne #13: Online-Dating

Beitragvon mischmi » Mi 4. Jan 2017, 00:42

Also der Text von Hormontherapeut hätte 1:1 aus meiner Tastatur kommen können. Nach meiner Scheidung in 2013 habe ich exakt die selben Erfahrungen gemacht mit exakt den selben Ergebnissen. Auch ich bin in dumpfes Grübeln verfallen mit der Frage, bin ich unattraktiv? Bin ich die totale Null?

Höhepunkt der deprimierenden Erfahrungen war, als eine gute Freundin mir "helfen" wollte und wir gemeinsam 2 Profile auf dem selben Portal anlegten. Obwohl mein Profil (dank weiblicher Unterstützung) recht ansehnlich war, sah das Ergebnis nach 2 Wochen wie folgt aus: Ich hatte außer stillen Profilbesuchen nichts erreicht, sie hatte trotz völliger Inaktivität 376 (!!!) Mails von interessierten Männern (sie ist aber auch wirklich einn Schnuckelchen). Nach dieser Erfahrung und ihrer Aussage ... das is immer so ... habe ich alle Profile gelöscht und das Thema Online-Dating komplett gecancelt. Ich hab einfach keine Lust, der 377-zigste in der sabbernden Meute zu sein. Das ist gegen mein Ego. Bei dem Schweinerennen mache ich nicht mit. Gleichzeitig wächst mein Verständnis für Frauen, die bei derartigem Überangebot nur noch nach Oberflächlichkeiten auswählen. Als ich mich lautstark über diese schreiende Ungerechtigkeit zwischen den Geschlechtern beim Online-Dating beschwerte, sagte sie mir allerdings auch, dass das alles nur Kandidaten für schnellen Sex sind. Ernsthafte und dauerhafte Beziehungen werden daraus definitiv nicht entstehen, hat sie jedenfalls noch nicht erlebt. Und wenn, dann sind sie absolute Glückstreffer.

Mein Resümee: Online-Dating hat das Problem, dass ihm die Substanz fehlt. Einziger Grund für Anwesenheit ist die Partnersuche. Deshalb wird der Fokus anders gelegt. Primär zählt Aussehen, Einkommen, Besitz, Penisgröße usw. Es fehlt das vorherige unverbindliche Kennenlernen, denn hier würde man bei auftretenden Differenzen den "nächsten Schritt" garnicht gehen, nämlich seine eigentliche Absicht der Partnersuche zu offenbaren und sich so die Enttäuschung ersparen.
Im Vergleich dazu eine Bekanntschaft auf Arbeit oder bei Freizeitaktivitäten: Man(n) trifft eine Frau und eine potenzielle Partnerschaft ist nicht der primäre Grund der Bekanntschaft. Man beschäftigt sich mit dem gemeinsamen Thema und stellt nebenbei fest, dass einem die Person gefällt, ihr Auftreten, ihre Ausdrucksweise, ihre Art. Man löst gemeinsam Probleme, ist vielleicht aufeinander angewiesen, wächst vielleicht zu einem Team zusammen. In einer solchen Konstellation hat man(n) meiner Meinung nach eher die Chance, seine positiven Seiten zu zeigen und eine potenzielle Partnerin wird vielleicht Gefallen finden.
Leider ist es mir durch meine Position nicht möglich, Freundschaften auf Arbeit zu knüpfen. Somit entfällt für mich DIE real-Life-Singlebörse schlechthin (nämlich die Arbeit).
Also bemühe ich mich, in meiner Freizeit möglichst unter Leute zu kommen. Und den Tipp möchte ich Dir geben: Geh in Vereine, fahr Motorrad oder Kanu oder geh tauchen oder was auch immer Dir Spaß macht. Umgib Dich mit Leuten, strahle positive Energie aus und ganz wichtig (!) ... erkenne die Signale, die Dir gesendet werden ... Und selbst wenn sich keine Partnerin dabei findet, so entstehen auf jeden Fall tolle Freundschaften. Und das hilft beim Alleine sein unglaublich.
es ist nicht immer Selbstmord, wenn man Hand an sich legt ....
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Re: Kolumne #13: Online-Dating

Beitragvon Lemenex » Mo 24. Apr 2017, 07:57

Beim durchschmökern von manchen Date oder auch Portalen wo es primär direkt um Sex geht, sieht man doch viel Gemeinsamkeiten mittlerweile.

Die Jungs haben es da echt schwer wegen der hohen Konkurrenz.
Wer also nicht 20-30 ist, durchtrainiert und mit Sixpack und Muckies neben einem Sportwagen Oberkörper frei postet und das direkt auf dem ersten Titelbild, der wird direkt weiter geklickt.
Die weiteren Bilder sollten einer Model Setcard entsprechend dann wird's vielleicht was.

Frauen haben es da leichter, da reicht ne feuchte Stelle und sie werden erschlagen mit PN´s^^. :twisted:
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Re: Kolumne #13: Online-Dating

Beitragvon Lena » Mo 24. Apr 2017, 18:16

@ Lemenex

Also ich habe einen Bekannten, der echt keine Schönheit ist (sorry, wenn du das liest) und hatte schon 2 Sexdates über Tinder. Bei seinem aktuellen Match wirds wie es aktuell aussieht, mehr als nur ein Sexdate. Das ganze läuft schon seit 4 Wochen. Mal sehen ...

Typen die vor Autos posen und das auch noch Oberkörperfrei, hasse ich eh schon über alles. Gibt nichts schlimmeres. Das sagt schon einiges über die Person aus.
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