Kolumne#9: Schüchternheit oder...

Nachgedacht über...

Kolumne#9: Schüchternheit oder...

Beitragvon Kratzbaum » Di 1. Jul 2014, 15:00

...der Penner, der in meinem Kopf wohnt und keine Miete zahlt!

Tja, da kommt die nächste Kolummne - und dabei hatte ich noch überlegt, ob dieses Thema überhaupt geeignet ist für den Kolumnenteil...

Wie ich darauf komme, das wird klar, wenn man sich das Forum mal durchliest:
man wird sehr oft über meist jüngere User stolpern,
ohne Freundin, hätten aber gerne eine, trauen sich nur nicht.

Nicht trauen kann viele Facetten haben:
anzusprechen, zu fragen "willst du mit mir gehen?" oder überhaupt anzusehen.

Nun, dieses Forum ist für den Austausch über Masturbation gedacht,
aber sicherlich wird mir jeder zustimmen, dass da ein meilenweiter Unterschied besteht -
ob jemand aus bloßem Genuss masturbiert, oder weil er keine Wahl hat...

Wobei der Begriff der "Wahl" hier irreführend ist;
natürlich hat derjenige eine Wahl, wir leben in einem Land bzw. in Ländern, in denen ein gewisser Frauenanteil herrscht,
da ist oft genug etwas für jeden Geschmack dabei.

Da scheint sich allerdings auch insgesamt etwas verändert zu haben, zumindest habe ich das Gefühl:
früher kamen im Beziehungsbereich eher Fragen von Paaren bzw. Partnern,
heute kommen eher Fragen von Singels bis Dauer-Absolute-Beginners.
Allerdings lässt sich einsehen:
zu fragen wie man richtig leckt macht wenig Sinn, wenn man noch nicht einmal die Stufe des Küssens überschritten hat -
ein weiterer Grund für diesen Text.

Einfach: wer nichts riskiert, masturbiert
und das nicht aus Spaß an der Freude,
sondern weil ihm nur das bleibt!

Ups... jetzt werden einige krakehlen:
"Sexist, Mädchen sind oft noch viel schüchterner!"
(Manche der Empörungsrufe würden "viel" wohl mit eff schreiben.)
Stimmt schon, nur ist die Paarbildung für sie oft viel einfacher:
sie bilden den passiven Teil, werden angesprochen
und entscheiden, indem sie einen Korb oder eine Chance geben.
So bleibt es dann doch an den Jungs hängen;
wenn sie nicht gerade das Glück haben, ein wirklich offenherziges Mädel kennenzulernen,
das sie schon quasi beim Steiß packt.
Darauf zu spekulieren, das bringt nichts - passiert selten genug
und ist etwa so, als würde man mit kalten Wasser Tee aufgießen...
Auf ein Wunder zu spekulieren, damit schadet man sich praktisch nur selbst.

Jetzt aber weg von dem Geschwafel, darauf kommen wir noch früh genug zurück, warum ist das denn nun so?
Bei vielen ist es wohl eine Kombination aus Gewohnheit und mangelnder Erfahrung mit dem anderen Geschlecht.
Irgendwann hat man schlechte Erfahrungen gemacht vielleicht aufgrund falscher Tipps,
und nun zieht man lieber den Schwanz ein, als wieder etwas zu riskieren.
Wobei auch das Wort "Risiko" problematisch ist, riskiert man doch meist nur etwas Zurückweisung,
sprich: das Schlimmste, was passieren kann, ist dass man nachher alleine dasteht;
also dasselbe Resultat wie wenn man es ganz lässt.
Der Unterschied ist, dass man bei einer Niederlage wenigstens den Versuch gemacht hat.
Wer allerdings nur passiv bleibt, der verliert garantiert und ist auch noch selbst schuld.

Wo wir gerade beim Militärischen Jargon sind:
Verteidigung schließt sowohl Abwarten als auch Handeln mit ein,
wer nur abwartet, der verteidigt sich nicht, der erduldet und wer nur erduldet, der leidet nur!
Ist ein gerne genutztes Argument "Ich bin defensiv", genauer gesagt ist es aber nur eine Ausrede.
Das kann ja wohl nicht das Ziel sein.

Dennoch: nicht wenige Jungs haben eine derartige Ansprechangst,
die würden eher in den Krieg ziehen, als einem Mädchen hallo zu sagen -
überspitzt ausgedrückt, denn es kann sich ja immer noch jeder ändern!


Tja, aber was kann man da machen, das fragen auch viele.
Oft wird dann ein magischer Tipp erwartet,
der einen ohne Anstrengung in eine Beziehung katapultiert.
Nur die Welt funktioniert nicht so, die Biene muss zur Blume,
fliegt sie nicht zur Blume, verhungert sie.
Nun, oder man erwartet Mitleid und Tröstung; aber auch die sind fehl am Platz,
wofür soll getröstet werden, wieso soll man ein Verhalten konditionieren/fördern,
obwohl das an der Misere doch Schuld ist!?

Die einzig richtige Antwort lautet:
man muss seinen eigenen Arsch hochkriegen,
mit Menschen sprechen, kommunizieren, flirten und etwas riskieren.
Um auch mal die Physik zu bemühen:
um einen höheren Energiezustand zu erreichen, muss Arbeit aufgewandt bzw. Energie investiert werden!

So einfach ist die Grundregel: von nichts kommt nichts!


So, jetzt habe ich wieder etwas geschwafelt.
Das Thema war die Schüchternheit selbst,
auch wenn sie einen durchaus vor peinlichen Momenten abhält,
hemmt sie einen erst recht, wenn man handeln müsste.

Deswegen, aber nicht nur deswegen, legen viele Menschen sie im Laufe des Lebens und auch des Erwachsenwerdens ab - oder nehmen sie umgekehrt an.
Natürlich nur ein Teil der sehr komplexen Persönlichkeitsentwicklung, zu komplex, um es hier zu erörtern,
viele nutzen einen neuen Lebensabschnitt, wie die weiterführende Schule, das Studium, die Ausbildung, den Job oder einen Umzug,
Orte an denen man neuen Menschen begegnet, alte Verhaltensweisen kann man so ablegen und Neue entwickeln.
Auch hier macht eine Schwalbe noch keinen Sommer, wer nicht dranbleibt, der kann schnell wieder zurückfallen -
und damit kommen wir jetzt zur Publikumsfrage: habt ihr Erfahrungen mit der Schüchternheit oder gar damit, sie abzulegen?
Könnt ihr über negative oder gar positive Erlebnisse berichten?


Es wäre schön, wenn ihr eure Erfahrungen hier mit uns teilen würdet!
Eine Niederlage ist keine Schande, solange der Geist sich nicht geschlagen gibt!
http://www.sch-ona-forum.de/viewtopic.php?f=108&t=15742
Kratzbaum
 
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