Kolumne #5: Ein Leben ohne Liebe - Absolute Beginners

Nachgedacht über...

Kolumne #5: Ein Leben ohne Liebe - Absolute Beginners

Beitragvon Hormontherapeut » Mo 17. Feb 2014, 14:59

Sie leben unter uns und dennoch am Rande der Gesellschaft. Über ihr Schicksal sprechen sie höchstens mit anderen Betroffenen in Internetforen oder Selbsthilfegruppen. Von den normalen Mitmenschen werden sie gerne als Freaks oder Ausgestoßene bezeichnet, denn sie entsprechen nicht dem Standard in unserer Gesellschaft. Sie sind die Absolute Beginners.

Als Absolute Beginners (kurz:AB’s) bezeichnet man Erwachsene ohne Liebesbeziehungserfahrung, einhergehend mit fehlender sexueller Erfahrung (meist nicht mal Händchen halten oder küssen). Die AB’s unterteilen sich dabei noch in sog. Hardcore AB (100% keine Erfahrung mit Beziehungen, noch nie Sex, Küssen etc.) und Softcore AB (sehr geringe und meist lang zurückliegende Erfahrungen). Der Begriff AB stammt übrigens vom Begründer des ersten Forums zu diesem Thema und wurde dem gleichnamigen Song von David Bowie entlehnt.

Was sind nun aber die Gründe für diese Unerfahrenheit? Sicher, es gibt auch AB, bei denen eine psychische Störung oder körperliche Behinderung Grund für ihre Situation ist. Viel mehr spielt aber aus Sicht der Betroffenen Schüchternheit, mangelnde Attraktivität, Minderwertigkeitsgefühle, mangelnde finanzielle Leistungsfähigkeit oder auch ein unglücklicher Lebenslauf (z.B. „Spätzünder“, Mobbing in der Pubertät) eine Rolle. Neben den direkten negativen Auswirkungen entsteht nicht selten auch der Leidensdruck, diesen Zustand endlich zu beenden. Mit zunehmendem Alter wird es für die Betroffenen immer schwieriger, den Abstand zu den Beziehungserfahrungen Gleichaltriger zu verkleinern.

Wie benachteiligt sind diese Absolute Beginner wirklich? In wie weit haben Menschen mit geringer bis gar keiner Beziehungserfahrung in der heutigen Zeit überhaupt Chance, eine Partnerschaft einzugehen? Es ist wohl so, dass sich die Situation der heutigen Partnersuche deutlich von der Zeit der Nachkriegsgeneration unterscheidet. Heutzutage scheint die große Liebe nur einen Mausklick entfernt zu sein. Und wenn mir ein potentieller Partner nicht gefällt, dann finde ich mit wenigen Klicks schon den nächsten vermeidlich geeigneten Menschen, der zu mir passt. Das hat so ein wenig Katalogwaren-Charme. Die Erfahrung zeigt, dass heute kaum noch Menschen willens sind, sich auf ihr Gegenüber längerfristig einzulassen und zu gucken, ob man zueinander passt. Nie schien es einfacher wie heute, sich anderweitig zu orientieren.

Sind Absolute Beginner selbst schuld an ihrem Schicksal? Hatten sie einfach Pech im Leben? Und ist es in der heutigen Zeit wirklich so, dass der Mensch zu einer Art Ware geworden ist? Sind wir inzwischen so oberflächlich, dass uns nur Äußerlichkeiten reizen, wir uns nicht mehr die Zeit nehmen, auf einen Menschen einzugehen, auch wenn er nicht dem Schönheitsideal entspricht oder „hip“ ist? Was denkt Ihr darüber? Schreibt es hier in dieser Kolumne!

Absolute Beginner – Begriffsklärung: http://de.wikipedia.org/wiki/Absolute_Beginners
Selbsthilfe Forum für AB: http://abtreff.de/
Artikel der FAZ aus dem Jahr 2007: http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft ... 10279.html
David Bowie – absolute beginner: http://www.youtube.com/watch?v=Jo7KUEvV4II
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Re: Kolumne #5: Ein Leben ohne Liebe - Absolute Beginners

Beitragvon Lena » Mo 17. Feb 2014, 21:44

Sind Absolute Beginner selbst schuld an ihrem Schicksal?


Glaube ich nicht. Es ist einfach Schicksal

Hatten sie einfach Pech im Leben?


Das ist gut möglich.

Und ist es in der heutigen Zeit wirklich so, dass der Mensch zu einer Art Ware geworden ist?


Nein, ich persönlich Stecke Menschen sowieso nicht gern in Schubladen. Naja, was heißt "nicht gern", ich machs einfach. Vermutlich schon unterbewusst.


Sind wir inzwischen so oberflächlich, dass uns nur Äußerlichkeiten reizen, wir uns nicht mehr die Zeit nehmen, auf einen Menschen einzugehen, auch wenn er nicht dem Schönheitsideal entspricht oder „hip“ ist?


So oberflächlich wird 80% der Menschheit sein. Ich bin nicht stolz drauf, es ist so. Es liegt einfach daran, das man die etwas hübscheren einfach lieber anspricht. Die "besten" lässt man wahrscheinlich stehen aufgrund solcher Einstellungen.
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Re: Kolumne #5: Ein Leben ohne Liebe - Absolute Beginners

Beitragvon DerVierteBoy » Mo 17. Feb 2014, 21:53

Schwieriges Thema und dementsprechend schwer hab ich mich auch mit meiner Antwort getan;

Zunächst denke ich, dass die heutige Zeit mit ihren Idealen einen ungeheuer großen, und dazu noch künstlichen, Druck aufbaut. Wer heutzutage mit 15 nicht alles weggevögelt hat, was nicht bei 3 auf den Bäumen war, gilt schnell als Nerd - wer nicht alle zwei Wochen den Partner wechselt, ist ein Langweiler usw. Alles Sachen, die ziemlich am Selbstbewusstsein nagen können. Manche stecken das leicht weg, andere tun sich damit schwerer.

Hormontherapeut hat geschrieben:Sind Absolute Beginner selbst schuld an ihrem Schicksal? Hatten sie einfach Pech im Leben?


Ich denke, es ist weder strikt das eine, noch das andere, sondern eine Mischung aus beidem; wobei der überwiegende Teil bei jedem anders sein dürfte.

Und ist es in der heutigen Zeit wirklich so, dass der Mensch zu einer Art Ware geworden ist? Sind wir inzwischen so oberflächlich, dass uns nur Äußerlichkeiten reizen, wir uns nicht mehr die Zeit nehmen, auf einen Menschen einzugehen, auch wenn er nicht dem Schönheitsideal entspricht oder „hip“ ist?


Das spielt in meinen Augen auch eine ziemlich große Rolle. Ich merke selber, dass Beziehungen, egal auf welcher Ebene, immer stärker in den Hintergrund treten. Ich merke tagtäglich selber in der Schule, wie sich die Leute in 2 Lager teilen, einmal die "Reichen & Schönen" und dann eben der "ganze Rest". Und da kann man, schneller, als einem lieb ist, in die zweite Gruppe rutschen und schon ist man den anderen unten durch - aus welchen Gründen auch immer.

Die Menschen, die nicht vorschnell urteilen und auch mal hinter die Fassade blicken, finde ich leider immer weniger und das ist eine Entwicklung, die mir, das gebe ich offen zu, schon Angst macht.
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Re: Kolumne #5: Ein Leben ohne Liebe - Absolute Beginners

Beitragvon Kratzbaum » Mo 17. Feb 2014, 22:14

Schicksal, so weit würde ich nicht gehen!

Es gibt immer mal Leute, die haben es einfacher
und Andere, die haben Pech.
Aber das heißt nicht, dass man damit gebrandmarkt wäre,
man muss immer im Leben an sich arbeiten,
wenn aber jemand, wie die Herren im Artikel z.B., immer nur sagt: das wird nichts -
dann wird das auch nichts!

Natürlich gibt es auch Ausnahmen,
die Frau, die vergewaltigt wurde, braucht sicherlich Hilfe;
aber die Meißten müssen einfach nur an ihrem Auftreten und ihrer Persönlichkeit arbeiten,
nicht mehr und nicht weniger!

Auch muss mit einem schlechten Start nicht alles verlohren sein,
hat man in der Schule Probleme gehabt,
kann man sich bei der Ausbildung oder beim Studium neu erfinden,
oder bei der Arbeit nette Kollegen finden.

Sich verkriechen und jedes Mal, wenn eine Gelegenheit grüßt, abhauen,
immer mit der Begründung, dass es ohnehin nichts würde,
das ist der leichte Weg -
der führt aber nicht zum Glück;
gerade die Jungs müssen sich das oft erkämpfen.


Dass Menschen zu erst auf die Optischen Reize reagieren,
das liegt in unserer Natur;
hätten wir keine Augen, würden wir wohl zu erst auf das Hören reagieren oder eben das Riechen.
Aber der Großteil gerade der jungen Männer muss nicht viel tun,
vielleicht mal eine neue Frisur ausprobieren,
sich vielleicht beim Outfit mal von einer guten Freundin helfen,
dann ist der erste Eindruck schon einmal besser.
Auch ein bisschen Haltung kann helfen, Augenkontakt und so etwas,
nicht immer herumlaufen wie ein halber Schluck Wasser,
schon sieht man unendlich viel besser aus.

Aber auch das kann erst einmal einige Mühen kosten,
dafür muss man den Arsch hoch kriegen
und nicht mit falschem Stolz auf Andere herabschauen,
wie der Kantinenkerl!


Ich bin aber mal gespannt, was die User dazu sagen!
Eine Niederlage ist keine Schande, solange der Geist sich nicht geschlagen gibt!
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Re: Kolumne #5: Ein Leben ohne Liebe - Absolute Beginners

Beitragvon Joe D. » Di 18. Mär 2014, 13:43

Es gibt kein Schicksal. Und wenn es das gäbe, kann keiner daran Schuld sein, denn das geht vom Wortsinn her nicht, da Schicksal immer von höheren Mächten gelenkt wird und wir popeligen Menschen darauf keinen Einfluss haben.

Daran glaube ich nicht, mir missfällt der Gedanke, mein Leben nicht unter Kontrolle zu haben. Dass manche Menschen Pech haben in Beziehungsangelegenheiten, das mag so sein. Ich denke, dass vieles auf Einstellungen zurückzuführen ist. Die selbsterfüllende Prophezeihung. Wenn ich mir immer einrede, dass die Frauen nicht auf mich stehen, dann tun sie es auch nicht, denn Unsicherheit macht unattraktiv. Das ist nachgewiesen.

Wir wählen unseren Weg nicht immer selbst, das ist richtig, denn jeder Mensch auf den wir treffen, beeinflusst uns, das kann gut und positiv sein, oder auch negativ. Die Frage ist doch, bei wem lassen wir zu, wie sehr er uns beeinflusst. Und ich glaube, das können wir wirklich selbst bestimmen. Wenn mir jemand immer sagt, was ich alles falsch mache, wie scheiße ich aussehe, wie dumm ich bin, oder dergleichen, dann liegt es immer in der eigenen Verantwortung, den Kontakt zu einer derartigen Person abzubrechen und mich mehr mit Leuten zu umgeben, die mein Selbstwertgefühl steigern. Natürlich nicht mit irgendwelchen nichtssagenden Speichelleckern. Ein guter Freund darf nicht nur hinter einem stehen, er muss sich einem auch in den Weg stellen dürfen, oder wie dieser Spruch auch gehen mag.

Zum Verändern von Charakter und Aussehen hat Kratzi schon alles gesagt.

Ich denke allerdings auch, dass Menschen, die sehr tief in dieser Abwärtsspirale der ABs sitzen, sollten sich professionelle Hilfe von außen besorgen. Denn es ist wirklich wie ein Teufelskreis, den alleine zu durchbrechen äußerst schwer sein kann. Einfach aufgrund der Tatsache, dass viele Ereignisse die zu einem AB führen, einander bedingen und verstärken. Jeder Korb den man erhält, den die sogenannten anderen eben abschütteln indem sie mit den Schultern zucken und weitermachen, wird bei unsicheren Menschen aufgeladen und potenziert. Man spricht noch weniger Mädchen/Jungs an und wenn dann wieder ein Korb dabei rüberkommt, dann wird es noch seltener. Viele flüchten dann auch in seltsame Verhaltensweisen die es anderen noch schwerer machen, in Kontakt zu einem AB zu gelangen. Solche Marotten sind richtig schlimme Beziehungskiller, sogar in bestehenden Beziehungen, wenn sich dann eine Beziehung erst anbahnen soll kann sowas schon die vorweggenommene "Rote Karte" sein.

(War dies einem Kollumnen-Faden angemessener Beitrag? Habe die Gründung dieser Abteilung leider verpasst)
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Re: Kolumne #5: Ein Leben ohne Liebe - Absolute Beginners

Beitragvon Hormontherapeut » Di 18. Mär 2014, 13:52

Joe D. hat geschrieben:(War dies einem Kollumnen-Faden angemessener Beitrag? Habe die Gründung dieser Abteilung leider verpasst)


Ja, alles Bestens! Hast nichts falsch gemacht. :)
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Re: Kolumne #5: Ein Leben ohne Liebe - Absolute Beginners

Beitragvon DerVierteBoy » Di 18. Mär 2014, 18:35

Joe D. hat geschrieben:Die Frage ist doch, bei wem lassen wir zu, wie sehr er uns beeinflusst. Und ich glaube, das können wir wirklich selbst bestimmen.


Ich denke, dass das nur teilweise zutrifft. Keine Frage, dass es letztendlich an der eigenen Entscheidungskraft liegt, das will ich nicht bestreiten. Aber ich glaube, wenn man zum falschen Zeitpunkt die vermeintlich richtige, aber in Wirklichkeit falsche Person trifft, kann das Abnabeln doch recht schwer fallen. Da fällt mir auch ein Beispiel aus meinen Bekanntenkreis ein; er, gerade frisch getrennt, trifft eine Frau - verliebt sich Hals über Kopf sie und ein paar Wochen später offenbaren sich ihre schlechten Charakterzüge...trotzdem hält er an ihr fest, bis sie ihn dann sitzen lässt. Das Sprichwort "Liebe macht blind" kommt wohl nicht von ungefähr.

Was ich damit sagen will, ist, dass diese Selbstbestimmung durch verschiedenste Ereignisse doch gehemmt werden kann und man u.U. die Beeinflussung stoppen will, aber nicht kann. Und das wird wohl auch einen Teil sein, der die AB's einschränkt.

(War dies einem Kollumnen-Faden angemessener Beitrag? Habe die Gründung dieser Abteilung leider verpasst)


Hormi hat zwar schon drauf geantwortet, ich will's aber nochmal bekräftigen: mehr als angemessen. ;)
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Re: Kolumne #5: Ein Leben ohne Liebe - Absolute Beginners

Beitragvon Has von Brösel » Sa 5. Jul 2014, 00:05

Sind Absolute Beginner selbst schuld an ihrem Schicksal? Hatten sie einfach Pech im Leben?

Es gibt Menschen, die von Anfang benachteiligt sind, bzw. wenn man schon früher ein Freak, Außenseiter etc. war, dann wird es im späteren Verlauf des Lebens immer mehr sichtbar und die Person wird quasi in der Rolle festgesetzt. Sich dann von dieser Rolle loseisen zu wollen, ist praktisch unmöglich. Oftmals wird diese Rolle natürlich von anderen Personen festgesetzt, z.B.von der Klasse in der Schule. Wenn man sich da nicht den anderen anpasst, hat man sofort verloren. Man ist ein Freak - ob man will oder nicht. Und dann halten sich auch potentielle Partner fern.

Und ist es in der heutigen Zeit wirklich so, dass der Mensch zu einer Art Ware geworden ist?

Ja, ist es. Jeder Mensch ist austauschbar. Wenn man einen "besseren" findet, wird der schlechtere Mensch in die Mülltonne gesteckt und der bessere genommen. Das ist im Privatleben so und oftmals wird es auch so im Berufsleben sein. Jeder will halt das beste haben - dabei denken sie nicht darüber nach, wie der eben erwähnte verschmähte Mensch sich fühlen könnte.

Sind wir inzwischen so oberflächlich, dass uns nur Äußerlichkeiten reizen, wir uns nicht mehr die Zeit nehmen, auf einen Menschen einzugehen, auch wenn er nicht dem Schönheitsideal entspricht oder „hip“ ist? Was denkt Ihr darüber? Schreibt es hier in dieser Kolumne!

Ja, sind wir. In den Singlebörsen werden Menschen ohne hochgeladene Bilder ja nichtmal mehr angesprochen. Zwar ist das Aussehen nicht alles, macht aber den größten Teil aus. Wer nicht gut aussieht, wird arge Probleme haben, einen Partner zu finden.

Ich kann da auch aus Erfahrung sprechen. Als mein ehemaliger Partner und ich uns kennengelernt haben, wollte ich kein Foto zeigen. Nach monatelangem Chatten habe ich mich dann endlich dazu durchgerungen. Als ich ihm das Foto zeigte, sagte er direkt darauf, dass er schon ein wenig "enttäuscht" sei und er wieder auf den "Boden der Tatsachen" gekommen sei, oder so ähnlich. Auf jeden Fall war seine Traumwelt zerstört. Daran sieht man: obwohl man sich perfekt miteinander versteht, spielt das Aussehen eine Rolle. Es ist eine sehr traurige Entwicklung.
(PS: Nach 2 Treffen hat er mich verlassen und wollte mich nur als Freund haben. Dann bin ich ausgerastet und hab ihm den Laufpass gegeben.)
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Re: Kolumne #5: Ein Leben ohne Liebe - Absolute Beginners

Beitragvon LittleBitBi » Mi 15. Jul 2015, 11:13

Ich war selbst Hardcore-AB bis ich fast 30 war, deswegen kann ich da aus eigener Erfahrung sprechen. ;)

Die Fragen, die Hormi gestellt hat, sind genau die Kernfragen, die bei den ABs eine große Rolle spielen. Aber genauso wenig, wie es ein Patentrezept gibt, wie man das AB-Sein "durchbrechen" kann, gibt es keine allgemeingültige Aussage darüber, wieso jemand AB ist.

Bei mir waren es wohl auch mehrere Faktoren, die sicherlich auch auf andere ABs zutreffen. Zum einen war ich in der prägenden Jugend sehr zurückhaltend und verschlossen, und zum anderen war ich damals nicht besonders attraktiv. Beides hat sich mit der Zeit aber wesentlich verbessert, und heute würde ich sagen, dass ich viele Wesenzüge, die ich damals an mir hatte, mittlerweile abgelegt habe.

Dann kommt noch hinzu, dass mein damaliger Freundeskreis kaum Kontakte zum anderen Geschlecht hergegeben hat. Dementsprechend konnte ich nie Erfahrungen im Umgang mit Frauen machen. Unsicherheiten und mangelndes Selbstvertrauen haben mich lange Zeit begleitet.

Bei mir kam eben vieles zusammen, was bei anderen ABs schon wieder komplett anders sein kann. Aber für mich persönlich sind das die Gründe, mit denen ich mir mein damaliges AB-Sein heute erkäre.
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