Das TdM im September: Generation SEX

Mal was anderes: Themen-Diskussion ohne Spam und blöde Sprüche :)

Beitragvon der letzte Romantiker » Mo 1. Sep 2008, 19:43

Generation Sex

"Lernen unsere Kids nicht mehr zu lieben?" - das könnte doch glatt eine reißerische Überschrift aus einer Boulevard-Zeitung sein! Sex gehört für die heutigen Jugendlichen so selbstverständlich dazu wie in früheren Generationen das harmlose Knutschen.

Anything goes - von extremen sexuellen Praktiken bis hin zu Gruppensex und Partnertausch.

Aufgenommen wird das muntere Treiben gerne per Handy und landet im Internet oder es wird auf dem Schulhof getauscht.

Toben sich die Kids erst einmal nur aus - erst einmal leben, lieben kann man ja später immer noch?
Ohnehin nichts anderes als der Neid verklemmter älterer Generationen?

Wer oder was steht hinter dieser Entwicklung? Welche Auswirkungen hat der frühe und leicht gemachte Zugang zur Pornographie über das Internet? Spielen Elternhaus, Schule, "Gesellschaft" dabei auch eine Rolle?

Grund zur Besorgnis - ein neuer Standard?
oder doch nur
"Halb so wild"...nur aufgebauschte Einzelfälle... nichts anderes als unbedenkliche Erscheinungen einer Pubertät 2.0... ?
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Beitragvon Logi92 » Mo 1. Sep 2008, 19:44

Dieses Video wurde aufgrund eines Verstoßes gegen die Nutzungsbedingungen entfernt.


Kommt das nur bei mir ?
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Beitragvon der letzte Romantiker » Mo 1. Sep 2008, 19:45

Kommenta des DLR.

Generation SEX. Was denken sich eigentlich Eltern dabei, ihre Kinder dazu zu ermutigen möglichst früh Sex zu haben? Was wohl einige Eltern unter Aufklärung verstehen ist nichts weiter als die moralische Bankrott Erklärung unserer Gesellschaft.

Kinder die wie triebhafte Zombies dem nächsten Fick hinterher jagen. Bei denen der Sex so normal und alltäglich geworden ist, wie das Hände schütteln. Die real gewordene, weil durch solche erlernte, Pornografie umgesetzt von 13-14 jährigen Kindern.

Das ist die Realität.

Mit weit reichenden Folgen. Wenn die Kinder nicht mehr lernen zu lieben und dazu erzogen werden, dass Sex nur zu Spass und Lustgewinn gut ist dann wird es verheerende Auswirkungen auf ihre Beziehungsfähigkeit haben.

Früher wurden wir so aufgeklärt: „ Wenn ein Mann eine Frau ganz doll lieb hat, dann steckt er seinen Penis in die Vagina der Frau und sie bekommen ein Baby“

Wird es in Zukunft so aussehen?: Wenn eine Frau oder ein Mann zuviel getrunken haben, dann suchen sie einander um ein bisschen Spass zu haben.

Wenn Kinder so aufwachsen sind zerrütte Familien und ungewollte Schwangerschaften vorprogrammiert. Denn so viel die Generation Sex über Stellungen und Praktiken weiß, so wenig wissen sie von Verhütung und Beziehung.

Die Ghetto-Kids, bei denen diese sexuelle Verwahrlosung am häufigsten auftritt, werden diese samt ihrem niederen sozialen Status immer weiter vererben, oder noch schlimmer, die Schwangerschaften auf brutale Weise abrechen. Das End vom Lied sind tote Babys in Blumenkästen."
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Beitragvon der letzte Romantiker » Mo 1. Sep 2008, 19:48

Logi92 schrieb:
Dieses Video wurde aufgrund eines Verstoßes gegen die Nutzungsbedingungen entfernt.


Kommt das nur bei mir ?


Schade. Das Video ist wohl von youtube gelöscht worden.

Es war ein Interview mit 2 14 jährigen Mädchen die schon über 20 sexual Partner hatten und die von ihren Eltern sogar dazu ermutigt wurden Pornos zu kucken.

Diese Mädchen sagten aus, dass es für sie eben dazugehören würde , Sex mit Jungs zu haben, wenn sie sie eben mögen.
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Beitragvon Totgeliebt » Mo 1. Sep 2008, 20:31

Ich halte das ganze für Panikmache. Ich habe mal eine Reportage gesehen, die sogar gezeigt hat, dass das ganze nur Panikmache ist. Man sucht sich extreme Einzelfälle raus und sagt, so ist es mit allen. Ich kenne mehrere 16 und 17 Jährige, die noch Jungfrau sind.
Na klar, wir gucken alle Pornos, aber darin sehe ich kein wirkliches Problem, denn solange man Pornos von der Realität unterscheiden kann, ist alles in Ordnung.
Man sollte mit dem Thema nicht übertreiben.
Meine Freundin sagt immer was, was hier vielleicht vom Sinn her auch hinpasst: "10% der Amokläufer spielen Killerspiele, 100% essen Brot"

Ich würde sagen: Ruhig bleiben ^^
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Beitragvon wixxxer_89 » Mo 1. Sep 2008, 21:32

Mh, das kann ich auch nur unterstützen!
Hab letztens bei ner Sendung gesehen, dass laut Umfragen der Altersdurchschnitt für das erste mal eigentlich kaum bis garnicht wirklich gesunken ist...
Ich nehme nicht an, dass jede 2. 14-jährige derzeit mit Babybauch herumrennt, nur weil die jüngste Mutter Deutschlands in ungefähr diesem Alter ist / war...
Aber das ist irgendwie nen neuer Trend geworden... ein krasses Beispiel nehmen und es auf sämtliche Altersgenosssen übertragen...
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Beitragvon Jojo55 » Mo 1. Sep 2008, 21:45

wixxxer_89 schrieb:
Aber das ist irgendwie nen neuer Trend geworden... ein krasses Beispiel nehmen und es auf sämtliche Altersgenosssen übertragen...

Logisch. Was wäre denn das für eine Schlagzeile? "99,87 % der 14jährigen Mädchen sind nicht schwanger!" So eine Zeitung kauft doch niemand.

Julia (die vom Romeo) war übrigens 13. Nur im Theater wird sie immer von "alten Frauen" gespielt. Das Original war ein Kind. Und das vor über 400 Jahren. Und schon damals hat man über die "Jugend von heute" gejammert.
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Beitragvon LayaYana » Mo 1. Sep 2008, 22:06

also noch habe ich in der kinderabteilung keine extraecke für umstandsmode gefunden und ich habe da sehr gründlich gesucht. schwangerschaft bei viel zu jungen mädels ist immer noch nicht häufiger als noch vor jahren. das einzige was das alter wirklich nach unten gezogen haben dürfte, ist die frühere geschlechtsreife, es können halt inzwischen mehr junge mädels schwanger werden als noch vor hundert jahren.

auch wenn das jetzt seltsam klingt, ich würde meiner 14 jährigen tochter nicht verbieten so viel sex zu haben wie sie will, selbst wenn es meiner meinung nach zu viel mit zu vielen partnern wäre. ich würde aber dafür sorgen, dass sie wirklich weiß, wie sie verhütet, dass sie weiß, dass sie nein sagen kann und ihr selbstbewusstsein nicht aus sowas ziehen muss, was liebe ist und wie beziehungen funktionieren. sowas mit 14 zu erklären ist nur viiiiiiiiel zu spät ;)

nein, wenn ich mir sicher bin, dass sie glücklich damit ist und auf sich aufpasst, dann dürfte sie das machen. sorgen würde ich mir trotzdem machen, aber so sind eltern halt.

bedenklich finde ich aber tatsächlich den hohen pornokonsum bei jugendlichen. wenn pornos regelmäßig konsumiert werden, bevor man überhaupt mal (zaghaften) sexuellen kontakt zu wem anders hatte, bevor man eine beziehung hatte, dann geht man mit ziemlich komischen einstellungen an das ganze. erschwert wie ich finde die sexuelle identitätsfindung, da zu viele falsche erwartungen geschürt werden. das kann ziemlich unglücklich mit der eigenen sexualität machen.
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Beitragvon der letzte Romantiker » Mo 1. Sep 2008, 22:30

Es mag eine Randerscheinug sein, aber es ist schon eine wachsende.

Vor allem der Pornokonsum hat negative Auswirkungen. Viele Jugendliche lernen Sex durch Pornografie.

Ich hab den weiblichen Körper erst bei meiner ersten Freundin in allen Details das erste Mal gesehn und das war wahnsinnig spannend. Sowas kommt doch heute gar nicht mehr vor.

Gerade in diesem Forum hier sieht man was für Auswirkungen der frühe Konsum von Pornos hat. Wir hatten hier schon Threads von 13jährigen, die gefragt haben ob sie ihrer Freundin beim erstem Mal ins Gesicht spritzen sollen usw.

Also ich hätte so meine Probleme, wenn meine Kinder früh Pornos sehen würden und ständig wechselnde Sexual-Partner hätten. Vor allem wenn dieser Sex ohne Liebe stattfindet.

Ich möchte jetzt kein Alter festlegen, aber bevor die "Kinder" nicht eine gewisse geistige Reife haben, sollten sie auch keinen Sex haben. Voraussetzung für Sex ist für mich, dass ich gelernt habe meine Gefühle und die des Partners richtig einzuschätzen.

Ob man das mir 14 schon kann, wage ich zu bezweifeln.
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Beitragvon broken dream » Mo 1. Sep 2008, 23:21

Ich glaube als ich das erste mal Detailaufnahmen gesehen habe war ich knapp 18. Vorher war ich vorlagenmässig eher Softpornomässig orientiert.
Allerdings muss ich sagen das wenn ich etwas neues kennengelernt habe an visuellen Reizen meist sehr aktiv und intensiv war.
Gib Aids, Todessternen, Cam2cam, pictausch, icq, Nazis und dem BVB keine Chance!
Rauchmelder Retten leben!
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http://www.youtube.com/watch?v=FmdKiu5fYNg
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Beitragvon himmlischer m'ati » Mo 1. Sep 2008, 23:27

Ich könnte mir vorstellen das dieser sehr liberale umgang mit sex heutzutage einiges mit unsere vorgängergeneration zu tun hat, also die generation der 68er. Da diese nun die "Elterngeneration" ist hat sie nunmal den größten einfluss auf das soziale leben und da die 68er ja quasi die deutschen hippies waren und für die freiere liebe waren, tragen sie dieses Gedankengut in die heutige generation, was zur folge hat das die öffentlichkeit heutzutage entspannter mit dem Thema sex umgeht als früher.

Und die Kinder dieser generation werden diese idee der freien liebe in irgendeiner vor zu "toppen" versuchen, da sie ja wie fast alle Jugendlich rebellieren wollen, was zum prinzip des freien Sexes führt.

Mir ist allerdings auch klar das das nicht der einzige außlöser für die heutige situation ist, und da noch viele andere faktoren mitwirken.

mfg himlischer
An alle mänlichen member da drausen, ich bin NICHT an pictausch usw. intressiert, aber die Damen sind natürlich herzlich eingeladen ;-)

Schwul-sein ist was für Homos^^
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Beitragvon der letzte Romantiker » Mo 1. Sep 2008, 23:38

Genauso viel ungewollte Schwangerschaften wie früher auch?

Die Statistik belegt etwas anderes:

..."Generation Sex? Angesichts der steigenden Zahl minderjähriger Mütter, deren Anzahl von 1998 bis 2000 um 45 Prozent anstieg (siehe FAZ vom 12.09.02) scheint die Frage nicht unberechtigt. "Sex zu haben gehört für junge Mädchen heute genauso selbstverständlich zum Leben wie das Handy in der Tasche", meinte dazu Gisela Gille von der Ärztlichen Gesellschaft...


Hier der komplette Artikel über das Buch"Generation Sex". Auch nicht uninteressant wie ich finde. Es ist nicht mehr ganz aktuell, aber ich denke, dass sich die Zahlen eher noch verschärft haben dürften.

http://www.jugendkulturen.de/index.html?shop/sex.html
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Beitragvon Crosis » Di 2. Sep 2008, 00:30

Och Kinder, nun hackt nicht auf den armen Jugendlichen herum!

Heute ist es doch üblich, dass man erst mal konsumiert und anschliessend eventuell noch erforscht. Wer von euch hat sich die Anleitung zum eigenen Fernseher komplett durchgelesen? Schon da wird doch nach dem Motto "trial and error" vorgegangen: "Toller Knopf, wozu es den wohl gibt...?" *Knips*
Das ist, um ein Modewort zu verwenden, eben der Zeitgeist. Nicht anders gehen die heutigen Kinder beim Sex vor, und nicht anders gingen frühere Generationen beim "harmlosen Knutschen" zur Sache. Man hat etwas gesehen und stellt es nach. Wenn jemand ein Problem damit hat, soll er sein eigenes Verhalten überdenken. Wer hat nicht schon mal etwas ausprobiert, das er in den Medien gesehen hat? Pornos sind mittlerweile eben auch ein fester Bestandteil dieser Medien - basta. Wer früher einen pädagogisch wertvollen Querschnitt durch die Frau im Biologiebuch angaffen durfte, besucht heute das Pornoportal seiner Wahl. Die Verwirrung über eventuelle Abweichungen beim "Original" zur "Vorlage" dürfte die ähnliche sein; selber Prozess, andere Hilfsmittel.

Überdies will ich anzweifeln, dass Liebe unwichtig wurde. Nach wie vor gibt es einfach Unterschiede zwischen den diversen sozialen Klassen. Dass da manche Kinder früher zur Sache kommen, ist nicht weiter verwunderlich. Im Grunde sollte man froh sein um diese Entwicklung, schliesslich muss Deutschland auch wachsen. Wer etwas dagegen unternehmen will, darf gerne die Schulen mit Aufklärungsteams besuchen und Kondome verteilen.
"Tote Babies": natürliche Selektion? Nur der stärkste überlebt. Wenn die Eltern mit der Verantwortung nicht fertig werden, war's eben ein Fehlschlag, wieder was gelernt. Siehe oben: trial and error.


der letzte Romantiker schrieb:
Ich hab den weiblichen Körper erst bei meiner ersten Freundin in alles Details gesehn und das war wahnsinnig spannend. Sowas kommt doch heute gar nicht mehr vor.

Vor fünfzig Jahren hatte man noch gemeckert, dass die Kinder gar nicht mehr richtig lernen zu arbeiten. Damals in den Fabriken, da wusste man noch, was schuften heisst! Heute haben sich die scheinbaren Probleme verlagert. Generationen, die so langsam in die Jahre kommen (lies: Mitt- bis Endzwanzger), beschweren sich über die Verdorbenheit der "heutigen Jugend". Genauso altbacken und grau wie es vor fünfzig Jahren war, nur der Gesprächsstoff ist nun ein anderer.

Diese tollen Statistiken sind übrigens nicht sonderlich ernst zu nehmen - meiner Meinung nach. Ich nehme an, dass es hier ähnlich zugeht wie bei dem "Gewaltanstieg" in den letzten Jahren. Passiert ist nichts, nur ist's öfter dokumentiert. Sprich: ähnlich viele Schwangere wie früher, nur wurde das Bewusstsein für diese "Probleme" erst viel später geweckt. Je sensibler man für ein Thema ist, umso eher spricht man es an, rapportiert, meldet, und so weiter. Klar soweit?
Folgerichtig wandern mehr Fälle in die Statistik, ohne eine effektive Zunahme besagter Fälle.


Noch Fragen, DLR? ;)
Zuletzt geändert von Crosis am Di 2. Sep 2008, 00:37, insgesamt 1-mal geändert.
Im Prinzip ja.
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Beitragvon Roflmat » Di 2. Sep 2008, 00:53

gut das muss anscheinend an mir vorbei gegangen sein. ich jedenfalls habe nichts dergleichen bzgl sexueller offenheit erlebt, eher biedere verklemmtheit. vlt auch zu hoher bildungspfad, das soll ja angeblich auf niedrigeren bildungspfaden "wilder" ablaufen.

ich merke nur, dass sex sehr viel in den medien abläuft, aber als ich n teenie war, hab ich in meinem sozialen umfeld nicht wirklich was davon bemerkt.
Bobby Fischer:
"Frauen sollen kein Schach spielen, im Vergleich zu den Männern sind sie blöd."
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Beitragvon gigaklein » Di 2. Sep 2008, 08:12

Der Neid muss es der heutigen Kid-Generation lassen: Sie haben Informationsmöglichkeiten durch das Inet, von denen ich nur hätte träumen können.
Ich glaube nicht, dass es schadet, in "Close-ups" einen im Orgasmustakt zuckenden, "äußeren" Vaginalbereich gesehen zu haben, währenddessen der "Lust-Knopf" rhythmisch seinen Kapuzenbereich zum "Kuckuck-Machen" verlässt und wieder verdeckt.
Ich glaube auch nicht, dass die augenfällige Demonstration, dass manche Mannsbilder nur zähflüssig kleckern können, andere wieder dünner-konsistente Weitspritzrekorde aufstellen, schadet.
Ich glaube auch nicht, dass eine Visualisierung von männlichen Riesenexemplaren notwendigerweise einen "Penisneid" bei small Bestückten hervorrufen muss.
Alles das ist "Bildung", die nutzbar ist. Die Querschnittsbilder existieren ja auch noch, jetzt halt auch im Netz...

Bedenken hätte ich, das manche verlogen-überzogene Pornowelt eine völlig unrealistische Erwartungshaltung erzeugt.
Diese theoretische "Vorbildung" für ein erstes Mal dürfte zur Ernüchterung führen, wie reale Exemplare sich verhalten.
Wie es angebliche "Lesben" machen, dürfte keinen Bildungsauftrag erfüllen.

Übrigens: Das ganze Forum hier ist voller Zurechtbiegungen von Scheinwelten.
Gleichzeitig ist es fast "rührend", welche (z.T. "lächerlich-harmlosen") Anfangsschwierigkeiten Anlass zum Einholen von Ratschlägen geben.

Wir Vorgängergenerationen haben es irgendwie gelernt - die heutigen Generationen lernen es anders, eventuell mit ein paar "Trial and error"-Schleifen zusätzlich.
Und manche haben es früher nicht gut genug gelernt und werden es auch heute nicht gut genug lernen.
Zuletzt geändert von gigaklein am Di 2. Sep 2008, 08:35, insgesamt 1-mal geändert.
Im Zweifel eben trotzdem...
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Beitragvon LayaYana » Di 2. Sep 2008, 08:58

ja, früher wurden schwangerschaften eher vertuscht, mir geistern immer wieder bilder und geschichten rum, dass die mutter in den urlaub geschickt wird um die schwangerschaft zu vertuschen und das kind dann als kind der großeltern aufgezogen wurde. an wesentlich früheren sex glaube ich nicht, wie schon oben gesagt, nur an die frühere fruchtbarkeit, dass da mehr unfälle passieren ist klar.

ja, heutzutage kann man sich überall informieren, aber schon mal gesehn, wie jüngere jugendliche bei der informationssuche vorgehen? zumindest die meisten können im internet nicht zwischen vertrauenswürdigen und schlechten quellen unterscheiden und kommen mit den haarsträubendsten geschichten an. außerdem sind stellungstipps da auch spannender als die sicherheit diverser verhütungsmethoden oder wie der weibliche körper überhaupt funktioniert. auch hier liest man haarsträubende fragen, klar niemand fragt mehr ob man vom küssen schwanger werden kann, die zeiten sind vorbei, heute fragt man eher, ob anal auch als verhütung gesehen kann...

die offenheit ist jedoch auch an mir vorbeigegangen. rebellierende jugendliche haben noch genug sachen zum rebellieren und auf sexueller ebene bleiben sie eher konservativ (sieht man mal vom frühen sex und wechselnden partnern ab), vor allem was ihre beziehungsstrukturen angeht.

wie ist das eigentlich? wir reden andauernd über "den jugendlichen", will sich nicht mal ein betroffener melden? der altersdurchschnitt ist doch sonst viel geringer ;)
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Beitragvon deichlaeufer » Di 2. Sep 2008, 13:06

Ich denke auch, daß da bei den Schwangerschaften junger Mädchen früher viel vertuscht wurde und somit die Dunkelziffer recht hoch war.
Genauso verhält es sich ja mit vielen Dingen, die wir heute durch die viel größere Präsenz der Medien und die größere Informationsvielfalt als ansteigend erachten - man denke zum Beispiel an die Fälle von Mißbrauch und Mord an Kindern.

Mir ist aber schon oft hier aufgefallen, mit welch erschreckender Vielzahl sich hier Jugendliche über Fragen auslassen, die für mich eindeutig durch starken Pornokonsum entstanden sind. Es war ja schon das Beispiel des ins Gesicht spritzen genannt worden.
Auch die "Ist-mein-Penis-zu-klein-Fragerei" ist ein solches Resultat.
Ich finde es also schon auf der einen Seite bedenklich, daß Jugendliche schon sehr früh in den Genuß von Pornographie geraten und so ein falsches Bild bekommen. Frauen sind nun mal nicht immer willig und müssen es auch nicht sein, und mit einem normalgroßen Penis kann man trotzdem guten Sex haben.
Auch wird ja oft die Frage der Verhütung vergessen. Wenn wenigstens im Porno mehr mit Kondom gevögelt werden würde, hätte das vielleicht einen gewissen Erziehungscharakter ;)

Ich finde, daß da aber auch mehr die Eltern gefordert sind. Ein Jugendlicher kann nur verantwortungsvoll Handeln - sei es in sexueller als auch in jeglicher anderer Hinsicht, wenn die Eltern dieses auch vermittelt haben. Leider geht dort momentan vieles schief. Viele Eltern sind nicht (mehr) in der Lage, für ihre Kinder ein Vorbild zu sein. Oft, weil sie auf Grund der schlechten wirtschaftlichen Lage ums überleben kämpfen müssen und somit der Erziehung kaum Zeit beimessen können, oft auch, weil sie es selber nie gelernt haben. Das ist leider eine Spirale, aus der es schwer ein Entrinnen gibt, denn Familien, bzw. Kindererziehung ist nicht unbedingt ein Schwerpunktthema in der Politik, auch wenn es immer viel Trara darum gibt. Passieren tut vergleichsweise wenig.
Aber so kommt es auch, daß einige Eltern, ihre Kinder einfach beim Pornokonsum mitschauen lassen. Gott sei dank sind dies aber nur Einzelfälle.

Eins muß ich aber noch loswerden, auch wenn es nicht direkt zum Thema gehört, was mich aber persönlich sehr aufwühlt:
Crosis schrieb:
"Tote Babies": natürliche Selektion? Nur der stärkste überlebt. Wenn die Eltern mit der Verantwortung nicht fertig werden, war's eben ein Fehlschlag, wieder was gelernt. Siehe oben: trial and error.

So eine Aussage ist in meinen Augen ein ziemlich starker Tobak. Sich so zu äußern ist sehr menschenverachtend.
Eigentlich muß heutzutage kein Baby sterben, nur weil die Eltern ihrer Verantwortung nicht nachkommen können oder wollen. Es gäbe genügend Paare, die sich sehnlichst ein Kind wünschen, aber keines bekommen können. Ein totes Kind im Mülleimer oder anderswo ist kein Fehlschlag, sondern eine große Tragödie, und es ist nicht einfach darüber hinweg zu sehen oder es als natürliche Selektion zu bezeichnen, denn davon sind wir Menschen schon seit Jahrzehnten ausgenommen.
Wenn ich bedenke, wie viel ich persönlich durchgemacht habe, um zum zweiten Mal Vater zu werden, dann hat es mich immer mit Wut erfüllt, wenn ich wieder von einem Fall gehört habe, wo ein Neugeborenes einfach dem Tod überlassen wurde.
Aber nun wieder zurück zum Thema.
Zuletzt geändert von deichlaeufer am Di 2. Sep 2008, 13:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Joe D. » Di 2. Sep 2008, 13:30

Irgendwo in diesem Thread habe ich gelesen, dass die Geschlechtsreife der Kinder heute nach unten gerutscht ist. Das ist evolutionär gesehen Blödsinn.

Die Geschlechtsreife der Menschen hat sich kaum bis gar nicht verändert. Im Mittelalter wurden Kinder mit 13 verheiratet mit 14 war fast immer bereits das erste Kind unterwegs. Auch die Prüderie früherer Gesellschaften hat daran nichts geändert. Es gab und gibt Gesellschaftsformen, die derlei natürlich unterdrücken und die über unsere Jugend im großen Stil herfallen und sie verteufeln.

Es gibt eine Generation Sex in dem Sinn, dass Sex heute allgegenwärtig ist und somit in der Öffentlichkeit ein Thema ist, da man ja über sonst nichts reden kann. Dann werden ein paar Ghettojugendliche vor die Kamera zitiert die dann lautstark dem Rest der Gesellschaft verkünden "Yeah, nur poppen ist geil, Alter."

Den Generationenkonflikt gab es im übrigen schon immer. Zitat:

"Unsere Jugend ist heruntergekommen und zuchtlos. Die jungen Leute hören nicht mehr auf ihre Eltern. Das Ende der Welt ist nahe." - Keilschrift aus Ur 2000 Jahre vor Christus.
Ehre sei Amset
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Beitragvon wixprof » Di 2. Sep 2008, 13:54

Das war schon immer so. Mädchen würden zu jeder Zeit mit 13/14 schwanger. Man ist nur anders damit umgegangen. 1900 war das undenkbar das Kind zu bekommen. Ich denke sobald die Geschlechtsreife eintritt gib’s keine Halten mehr. Wir haben ALLE mit 12 oder 13 Jahren angefangen. Klar wird’s heute leichter gemacht es gibt ja das www. Früher hat Man(n) sicher auch Pornos geschaut aber kam bestimmt nicht so leicht an die Filmchen.
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Beitragvon Jojo55 » Di 2. Sep 2008, 14:06

gigaklein schrieb:
Der Neid muss es der heutigen Kid-Generation lassen: Sie haben Informationsmöglichkeiten durch das Inet, von denen ich nur hätte träumen können.
Ich glaube nicht, dass es schadet, in "Close-ups" einen im Orgasmustakt zuckenden, "äußeren" Vaginalbereich gesehen zu haben, währenddessen der "Lust-Knopf" rhythmisch seinen Kapuzenbereich zum "Kuckuck-Machen" verlässt und wieder verdeckt.
Ich glaube auch nicht, dass die augenfällige Demonstration, dass manche Mannsbilder nur zähflüssig kleckern können, andere wieder dünner-konsistente Weitspritzrekorde aufstellen, schadet.

In anderen Kulturen kann man das sogar live lernen und ist nicht auf Pornos angeweisen (Internet gibt's im Urwald von Neugiunea vermutlich sowieso nicht)
z.B.:
http://www2.hu-berlin.de/sexology/GESUND/ARCHIV/GUS/TROBRIANDERS.HTM
“By the time children are seven or eight years old, they begin playing erotic games with each other and imitating adult seductive attitudes. Four or five years later, they begin to pursue sexual partners in earnest”
Da ist die hiesige Jugend doch eher den Spätzündern zuzurechnen.
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