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BeitragVerfasst: Fr 1. Aug 2008, 00:10
von der letzte Romantiker
Guter Sex - schlechter Sex

Gibt es so etwas überhaupt? Gibt es 'gutes Sattwerden' und 'schlechtes Sattwerden'?

Oder ist vielleicht der Weg das eigentliche Ziel: der Appetit beim Sattwerden?

Was macht für euch den Unterschied aus:
Wann ist denn Sex gut und wann nicht - was sind Merkmale für das eine oder andere?

Gibt es einen gleitenden Übergang, eine Grauzone zwischen 'Top' und 'Flop'?

Welche Voraussetzungen benötigt guter Sex? Unter welchen Voraussetzungen ist schlechter Sex vorprogrammiert?

Ist Beziehungssex eine bessere Voraussetzung oder könnt ihr euch bei einem ONS besser ausleben?

Wie fühlt ihr euch nach besonders gutem und wie nach besonders schlechtem Sex?

Das Thema richtet sich an Erfahrene und Unerfahrene - letztere haben sich ja sicher für einen noch bevorstehenden Sex auch schon einmal ihre Gedanken gemacht.
Und wenn man die Selbstbefriedigung als eine Art Sex mit sich selbst ansieht, dann müssten sich wohl restlos alle User angesprochen fühlen können.

Viele Fragen - viel wichtiger aber eure Antworten!"

Gruß DLR

BeitragVerfasst: Fr 1. Aug 2008, 01:06
von Joe D.
Das könnte durchaus witzig werden.

Was ist guter und was ist schlechter Sex. Für mich persönlich gibt es in diesem Bereich eine große Grauzone. In dieser Zone bin ich mal mehr zufrieden mal weniger, es hält sich die Balance und ist sozusagen der Durchschnittssex den so gut wieder jeder hat.

Besonders guter Sex definiert sich für mich aus dem Gefühl, das vor, während und nach dem Orgasmus entsteht. Ein ganz konkretes Beispiel. Wenn ich spüre, dass ich zum Orgasmus komme, es nicht mehr aufhalten kann, wenn in diesem Moment meine Freundin kommt und sich unter oder auf mir oder neben mir im Orgasmus verkrampft und wir sozusagen eine perfekte Punktlandung hinlegen. Das ist an und für sich, aus meiner Sicht, guter Sex. Eben auch, weil man sowas relativ selten erlebt. Es gibt natürlich auch noch andere Komponenten die zum besonderen Sex beitragen können, wie die persönliche Stimmung, körperliche Verfassung, ob gestresst oder entspannt, die Bandbreite ist groß.

Schlechter Sex, ich nehme einfach mal wieder ein Beispiel. Man ist gerade dabei, denkt, es läuft eigentlich ganz gut, könnte ne Standart Nummer werden und dann kommt plötzlich von der Frau unter dir ein Satz wie: "Du, heute in der Uni, da ist mir was total verücktes passiert, das kannst du dir gar nicht vorstellen." Oder auch nett ist: "Heute im Deichmann habe ich voll die genialen Schuhe gesehen."
Jaja, alles schon erlebt. Besonders mies ist es dann, wenn sie nicht von Schuhen oder Erlebnissen erzählt, sondern sie von einem anderen Mann anfängt. Ganz egal, ob man nun ein eifersüchtiger Typ ist oder nicht, sowas kommt richtig scheiße.
Aber, wie auch oben ist hier ebenfalls die Bandbreite noch wesentlich größer und es gibt viele Dinge, die den Sex ins absolut mieserable ziehen können.

Schlechter Sex ist vorprogrammiert, wenn man ihn kauft. Denke ich zumindest. Ich kann mir nicht vorstellen, mich entspannt gehen lassen zu können, wenn ich eine Prostituierte für Sex bezahle. Da mir die Damen vom horizontalen Gewerbe ohnehin suspekt sind und ich gespielte Leidenschaft nicht ab kann, kann ich das für mich so benennen ohne es erlebt zu haben.

Beziehungssex oder ONS. Hier muss differenziert werden. Der Sex in einer Beziehung wird für gewöhnlich als erfüllender angesehen, was er für gewöhnlich auch ist, einfach da man dem Partner idealerweise vertraut und sich somit besser gehen lassen kann. Jedoch ist ein gepflegter ONS bei dem es eben nur um das Abenteuer geht auch nicht von der Hand zu weisen und hat durchaus seinen Reiz. Ich denke, langfristig ist der Sex in einer Beziehung besser, ganz einfach aus dem Grund, da eine Beziehung lange besteht und man mehr Sex hat. Einen ONS erlebt man und sieht sich hinterher nicht mehr wieder. Also ein sehr kurzfristiges Vergnügen. Man kann es also nicht ausbügeln wenn der Sex beispielsweise schlecht war wie oben beschrieben und man kann es nicht wiederholen wenn der Sex perfekt war, wie oben beschrieben.

Nach besonders gutem Sex fühle ich mich euphorisch, glücklich, entweder ich bin voller Energie oder ich bin total im Eimer und schlafe dann nach einer gewissen Zeit ein.
Schlechter Sex, sollte es nur einmal passieren, wird verdrängt, wenn es häufiger vorkommt, muss man darüber reden. Wenns während eines ONS vorkommt, ist es auch schon vorgekommen, dass ich mich des Nachts aus dem Staub gemacht habe, ja ich weiß, nicht die feine Englische, aber was will man machen?

Naja, soweit mal von mir.

Ach ja, eine Frage habe ich noch vergessen zu beantworten. Welche Voraussetzung benötigt guter Sex. Man muss in Stimmung sein, alles weitere kann man nicht beeinflussen und man muss es auf sich zukommen lassen.

BeitragVerfasst: Fr 1. Aug 2008, 10:12
von gigaklein
Ich möchte es für meine Verhältnisse für den Anfang mal ungewohnt kurz machen ;) und vorläufig nur eine Teilantwort geben:
Als ich meinen ersten Sex noch nicht hatte, habe ich mir nicht vorstellen können, dass es guten oder schlechten Sex geben könnte.
Hauptsache: überhaupt!
Mir fehlte es entschieden an "Problembewusstsein" dazu.
An Versagen beim ersten Mal habe ich natürlich meine düsteren Vorgedanken festgemacht.
Aber ich war damit egozentriert viel zu sehr mit mir selbst beschäftigt - an eine andere Person und an deren "Beiträge" zum schlechten Gelingen habe ich einfach noch nicht gedacht.
"Versagt" habe ich beim ersten Mal nicht, auch das erstmalige "Gegenüber" nicht, aber in die "hall of fame" ist das Ersterlebnis auch nicht eingegangen...

BeitragVerfasst: Fr 1. Aug 2008, 12:14
von der letzte Romantiker
Dann möchte ich auch mal ein kurzes Statement abgeben.

In meiner Beziehung erlebe ich diese Grauzone auf hohem Niveau mit einigen Ausschlägen nach oben und nur sehr wenigen Ausschlägen nach unten.

Die absolute "Deluxe" Nummer, an die man noch Jahre danach denkt, kommt aber natürlich auch nicht oft vor.

Und da möchte ich gleich mit einer kleinen Zwischenfrage anschließen, was die Gefühle nach dem Sex betrifft und zunächst nur mal über die positiven sprechen.

Da gibt es wie Joe. D. schon anführte die absolute Entspannung oder auch ein kurzes Euphorie Gefühl.

Es gibt aber auch hier eine "Deluxe"-Version dieser Gefühle. Eine sehr starke Euphorie, die dann auch über Stunden nach dem Sex anhält. Ein Benommen sein und erst Stunden später wieder klar bei Verstand sein, oder auch eine Art schweben nach dem Sex.

Habt ihr schon ähnliches erlebt? Gemeiner Weise glaube ich, dass es bei Frauen eher zu solchen Phänomenen kommt.

BeitragVerfasst: Fr 1. Aug 2008, 19:38
von reno1978
Schlechter Sex ist, wenn man zu schnell kommt und guter Sex ist wenn man so lange wie möglich kann.
Unter 10 Minuten ist schlechter Sex und über 10 Minuten ist guter Sex.

BeitragVerfasst: Fr 1. Aug 2008, 21:07
von Der_Typ_93
So das hier ist dann mal mein Erster Beitrag bei einem TdM^^

Schlechter Sex... Darunter kann man sich eigentlich nichts vorstellen.
Zu früh gekommen? Finde ich nicht "Schlecht", aber auch nicht "Gut".
Wenn dies bei einem passiert, und man nicht mehr "weitermachen" kann, zieht man den Penis eben raus und bringt die Partnerin mit dem Finger oder einem Toy zum Orgasmus. Oder wenn die Partnerin zu früh gekommen ist, geht es andersrum. (<-Männerbezogen)
Was gibt es denn noch so ...
Die Länge des Sex.
(Hoffentlich ist der Genitiv richtig, des Sex. Des Sexes glaub ich nicht :P)
Finde ich, ist egal. Hauptsache die Teilnehmer haben Spaß!
Man findet zu jedem Argument, es gäbe Schlechten- und Guten Sex solch eine Antwort.

Mein Fazit: Schlechter Sex - Guter Sex, komplett irrelevant solange die Teilnehmer ihren Spaß haben! Dazu ist Geschlechtsverkehr ja da (Fortpflanzung ausgeschlossen). Er ist nicht dafür da, ihn 60min lang zu betreiben oder im selben moment wie der Partner zum Orgasmus zu kommen. Das sind alles bloß Klischees.

BeitragVerfasst: Fr 1. Aug 2008, 22:01
von der letzte Romantiker
Schön das sich auch ein Junger User beteiligt. Ich hoffe es werden noch viele weitere Folgen. Es ist schließlich unser Ziel mit dem TdM möglichst alle User anzusprechen.

Ich glaube, wenn beide ihren Spass haben, kann man es ja nicht mehr wirklich als schlechten Sex bezeichnen. Einer Studie zu Folge wird Sex unter 3 Minuten als zu wenig und über 30 Minuten als zu lang empfunden. Der "ideale" Sex dauere zwischen 3 und 13 Minuten. (http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,545127,00.html)

Wie genau ihr euch an diese statistischen Werte haltet, bleibt euch überlassen. Kleiner Tipp, mit der Stoppuhr neben dem Bett dürfte der Sex eher Mau werden. ;)

BeitragVerfasst: Sa 2. Aug 2008, 02:58
von Joe D.
Dass Sex unter 10 Minuten schlecht und über 10 Minuten gut ist, ist eine sehr einseitige Sicht der Dinge und lässt auf, entschuldige bitte, wenig Erfahrung schließen. (Muss nicht heißen, dass ich recht habe, jeder hat seine Meinung)

Aber was ist toll daran, ne Stunde auf der Partnerin rumzureiten, wenns nebenbei voll öde ist und man kaum Gefühl hat. Dann lieber ein 2 Minuten Quickie bei dem die Funken sprühen.

Auch halte ich es für ein wenig blauäugig zu behaupten, dass der gemeinsame Orgasmus ein Klischee darstellt. Dieser ist eigentlich evolutionär bedingt sehr sinnvoll. Denn bei einem gemeinsamen Orgasmus erhöht sich die Chance auf eine Schwangerschaft um ein Vielfaches. Der gemeinsame Orgasmus wurde zu einem Klischee weil er eben so selten erreicht wird und wir Männer uns in unserem Stolz gekränkt fühlen, wenn wir nicht dem Ideal entsprechen. Deshalb wird dieses Ziel verleugnet.

Natürlich kann man nicht von schlechtem Sex reden, wenn beide Partner Spaß haben, das ist gar keine Frage, eben aus diesem Grund gibt es ja eine große Grauzone.

Wer indess behauptet, es gäbe keinen schlechten Sex, der hatte entweder noch gar keinen Sex oder nur wenig, denn ich denke, jeder sexuelle aktive Mensch hatte mal schlechten Sex und Beispiele dafür gibts massenhaft.

BeitragVerfasst: Sa 2. Aug 2008, 07:10
von gigaklein
Vielleicht beziehen wir hier "Sex" unterschiedlich?
Einmal nur auf die eigene Person bezogen, einmal auf beide Partner?

Ich hatte mal eine Freundin, die regelmäßig sehr(!) lange brauchte. Ich hatte meine ganze Mühe, an das "Finanzamt" zu denken, um durchzuhalten. An Variationsreichtum fehlte es wirklich nicht - ich spielte auf der ganzen Klaviatur mit weißen und schwarzen Tasten. Vom Purzelbaum rückwärts bis zur rückwärts eingesprungenen Todesspirale war alles in der Kür. Aber die Pflicht, mein Langstrecken-Durchhaltevermögen, war gefragt!

Oh Gott, war das ruinös für mich!

Dann *dingdong* ihr spätes aber gewaltiges Glockenläuten. Sie war ausgesprochen happy und glückshormondurchströmt.
Ich war aber längst gefühlstaub geworden - das "Ans-Finanzamt-Denken" war schon lange überflüssig, und ich war über den "Anschlag" hinaus. Dauererektionsprobleme kenne ich nicht, ich hätte mit "ihm" einen Nagel einschlagen können und hätte das nicht einmal gespürt.
Wenn die körperlichen Kräfte gereicht hätten, hätte ich das noch 24 Stunden ohne "eigenes Ergebnis" fortsetzen können, aber der Orgasmus-Ofen war für mich aus.

Für wen war das jetzt guter Sex?

Absehbar für sie! Für mich war das eine Katastrophe. Oder doch nicht ganz?

Schließlich hatte ich es ja "geschafft", ich hatte ja irgendwie doch "gewonnen", mich aber gleichzeitig besiegt.

Und für meine Freundin?

Nachdem die Glückshormone verrauscht waren, dann vielleicht ein schlechtes Gewissen, mich geschafft zu haben, weil ich es bei ihr geschafft habe?

BeitragVerfasst: Sa 2. Aug 2008, 20:22
von Gast
Das die Länge damit was zu tun hat ob er gut war denke ich nicht...

Der Sex mit meiner Freundin dauert nur selten länger als 10-15 Minuten. Aber deswegen ist er mit ihr bis auf eine Ausnahme (siehe unten ;) ) nicht schlecht. Auch kommen wir meistens nicht zusammen, dann mache ich eben mit den Fingern weiter oder manchmal auch oral.

Also hab ich klischeehaft nur schlechten Sex. :P

Für mich ist es auch wichtig das wir uns voll darauf konzentrieren können, beispielsweise hatten wie bei ihr Zuhause schon Sex im Wohnzimmer, es war zwar niemand Zuhause und auch nicht zu erwarten, da wir das Wohnzimmer aber nicht abschließen konnten fand ich den Sex nicht wirklich gut, obwohl es wie sonst auch ablief...

BeitragVerfasst: Sa 2. Aug 2008, 20:32
von der letzte Romantiker
Ich verstehe sowieso nicht, warum das gemeinsam Kommen so idealisiert wird.

Uns ist das ein einziges Mal in 2 Jahren gelungen und ich fand den Sex deswegen nicht besser.

Ist es nicht viel mehr so, dass man während des eigenen Orgasmus den Orgasmus des Partners gar nicht wirklich wahrnimmt? Da ist es manchmal schöner die Partnerin mit der Hand oder dem Mund zum Kommen zu bringen und sie dabei genau zu beobachten.

BeitragVerfasst: Sa 2. Aug 2008, 20:57
von Joe D.
Man muss das gemeinsame Kommen nicht Idealisieren, Tatsache ist jedoch, dass es von vielen so gemacht wird. Und wenn man es nur einmal schafft, muss es auch nichts besonderes sein.

Als ich das letzte Mal mit meiner Freundin gleichzeitig zum Orgasmus gekommen bin, haben wir es auf einem Stuhl im Esszimmer gemacht. Sie saß auf meinem Schoß, wir waren eng umschlungen und als es uns kam, man kann es sich nicht vorstellen, wenn man es nicht selbst erlebt hat. Wenn sich die Muskeln verkrampfen und man den Partner dadurch noch enger an sich drückt, ihre Fingernägel sich in deinen Rücken kratzen während man selbst das Gesicht in ihrem Haar vergräbt. Man wünscht sich, es wäre immer so.

Was ich nicht verstehe, ist, warum man Elemente am Sex zu Klischees erklärt. Was hat das für einen Sinn? Ein Klischee ist eine überkommene Denkweise, ein veraltetes Schema oder zu oft gebrauchtes Stilmittel. Wenn man es so betrachtet, ist der Sex allgemein ein Klischee und wir sollten sofort damit aufhören.

BeitragVerfasst: Sa 2. Aug 2008, 21:11
von gigaklein
Ich würde sogar das "Gemeinsame Kommen" nicht anstreben wollen: zeitnah ja, absolut "auf den Punkt" nein!
Warum?
Wenn zwei Partner gleichzeitig geistig umnachtet sind, entgeht jedem der Partner viel von dem, was in Reihenfolge für jeden einzelnen (und damit für beide) viel besser genießbar ist

BeitragVerfasst: Mo 4. Aug 2008, 12:49
von Flusl
Ich hatte und habe Sex bisher immer nur in einer festen Beziehung.
Das ist für mich persönlich auch die Grundvoraussetzung für guten Sex.

In meiner bisherigen Beziehung, so behaupte ich, ist schlechter Sex praktisch gar nicht dabei. Diesen würde ich aber auch nicht anhand einer Minutenskala beurteilen. Warum nicht mal einen Quickie, der zwei Minuten geht? Machen wir äußerst selten, aber schlecht ist es sicherlich nicht.

Wie würde ich jetzt aber tatsächlich guten Sex definieren?

Hmm, eine Variante ist die Intensität. Nein, nicht die des Orgasmus, sondern wie eng man auf der geistigen Ebene zusammen ist. Wenn klar ist "du, und nur du bist in meinem Kopf". Wenn man alles andere ausblenden kann und gemeinsam eine schöne Zeit hat. Das ist intensiv, das ist gut!

Guter Sex kann aber auf so viele, immer wieder unterschiedliche Arten gut sein. Mal der schnelle Quickie, mal das intensive Zusammengehörigkeitsgefühl. Ein andern mal kann man guten Sex durch viele Stellungswechsel definieren (was aber nicht zwingende Voraussetzung für guten Sex ist) oder auch durch ein gemeinsames Kommen, was ich persönlich sehr genieße.
Aber all diese Definitionsversuche sind alle nicht zwingend. Guter Sex wird eben jedesmal neu definiert.

Prinzipiell ist Sex für mich gut und schön, wenn beide ihn genießen. In meiner Beziehung ist das der Fall. Wir wohnen nicht zusammen, es gibt keinen routinemäßigen Sex. Immer nur dann, wenn wir beide wollen (oder dazu gebracht werden, es zu wollen ;) ).

Nun die kleine Einschränkung: Ich genieße Sex mehr, wenn auch die Dame ihn absolut genießt und einen Orgasmus hat. Das ist zwar oft der Fall, aber nicht immer. Negativ ausgedrückt: Kommt sie nicht zum Orgasmus, fehlt mir persönlich etwas für das ganz große Glück, auch wenn der Sex trotzdem schön war.

BeitragVerfasst: Do 7. Aug 2008, 12:37
von Gast
Ich für meinen Teil kann zumeist erst nach dem Sex wirklich "beurteilen" ob er gut oder schlecht war (natürlich gibt es auch hierfür immer Ausnahmen).

Währenddessen müsste es schon wirklich schlecht sein, dass es mir auffiele und sowas hat es bisher nur sehr selten - und in letzter Zeit gar nicht mehr gegeben. Ich denke das hatte auch viel mit den Unsicherheiten zu tun, dass der Sex als "schlecht" empfunden wurde, einfach weil man noch nicht so viel Erfahrung hatte und vllt. Dinge falsch gemacht hat.

BeitragVerfasst: Do 7. Aug 2008, 12:57
von der letzte Romantiker
Ja das ist wohl wahr, man muss schon ein bisschen üben bis man richtig guten Sex haben kann.

Auch die Unsicherheit, die man hat, wenn man das erste Mal mit einem Partner schläft verhindert erstmal richtig guten Sex. Allerdings ist das auch eine sehr spannende Zeit, wenn man beginnt die Vorlieben des Partners zu erkunden.

BeitragVerfasst: Fr 8. Aug 2008, 10:11
von gigaklein
Auch die SB als Sex mit sich selbst kennt ja "Hui!", "Na, ja!" und auch "War wohl nix!".
Auch da fällt die Bilanz verschieden aus (und in den meisten Fällen erst im Nachhinein, im "Nachklang").
Hauptunterschied ist aber, dass die Bilanz nur für eine Person getroffen werden muss. Das lässt sich im Fall von "War wohl nix" schnell abhaken - auf ein Neues demnächst!
Beim Sex mit einem Partner sollte man meiner Meinung nach keine einseitige Bilanz machen "dürfen".
Ein One-Night-Stand und ein erstes Mal bringen andere Erfolgsbedingungen mit sich als ein Sex in stabil intakter Heimspielumgebung einer Beziehung.
Schlechter Sex hat für mich aber praktisch immer etwas mit schalem Nachgeschmack zu tun, weniger, ob olympische Höchstleistungen nicht "gebracht" werden konnten.
Ein Nachgeschmack ist eben erst danach feststellbar, sonst wäre es keiner...

Gibt es auch Vorbedingungen und Vorwarnsignale zu "schlechtem Sex"?

Ich meine ja, z.B. ausgesprochen ungünstige Zeitvoraussetzungen - kein open end.
Völlige Übermüdung und hackedicht "zu" zu sein.
Gefahr, nicht ungestört zu sein.
Blinde Geilheit, die den Partner "schön schlafen" will...

Es gibt auch Abbruchkriterien "mittendrin": Man macht eben nicht bis zum bitteren, absehbar beide Seiten enttäuschenden Ende weiter.
Bei einem ONS oder bei einem ersten Mal "war's dann das". Da wird man notgedrungen eher "durchhalten", auch wenn bereits klar wird, dass es da keine "Sieger" geben wird.
In einer harmonischen Beziehung gibt es aber viele Möglichkeiten, den guten Sex beziehungsverträglich und einfühlsam zu vertagen und den schlechten Sex zu vermeiden.

Vielleicht einfach "nur" Kuscheln? Morgen ist auch noch ein Tag?

BeitragVerfasst: So 10. Aug 2008, 11:55
von handwerker_35
Bin seit langen in fester Beziehung und wir hatten beides , gut ist es wenn im Verlauf "beide" befriedigt und zufrieden sind, schlecht wenn man abgelenkt wird und man sich nicht beim Sex fallen lassen kann.

BeitragVerfasst: Mi 13. Aug 2008, 22:42
von pumuckel
Erst mal eine Frage zu beginn: wann beginnt bei euch denn Sex? Für mich gehört zu Sex alles dazu, also nicht nur der Akt an sich sondern auch das Spiel drum herrum.
Und dann kommt es doch schon mal vor, dass mir das Spielen so viel Spaß macht das es mir garnicht mehr wichtig ist ob ich nun noch Geschlechtsverkehr hab oder nicht, geschweige denn ob ich dabei einen Orgasmus habe oder nicht.
Selbstverständlich ist es ein geniales Gefühl einen Orgasmus zu haben und dabei den Partner ganz intensiv zu spüren.
Aber ob das Eine nun schlechter ist als das Ander? Wage ich nicht einfach so zu pauschalisieren.

Klar brauche ich auch nicht immer das Große drum herrum.
Ich hatte auch schon richtig guten Sex bei dem wir unter Zeitdruck standen weil wir wusten in ca 20 min steht der Besuch vor der Tür. (Stand er dann auch und wir waren beide noch nicht zum Orgasmus gekommen. Aber ich fands einfach nur toll!)

Wichtig ist das beide bei der Sache sind und Spaß haben sonst wird das nix. Die vorstellung auf sonem reglosem Körper rum zu ackern ist doch eher demotivierend, zu mal ich auch ne deutliche (verbale) Rückmeldung meines Partners brauche um überhaupt kommen zu können.

BeitragVerfasst: Mi 13. Aug 2008, 23:37
von der letzte Romantiker
Was meinst du mit dem Spiel drum herum? Das flirten? Das sich anheizen? Oder das Vorspiel?

Das Anheizen macht viel Spass, aber wenn darauf kein Sex folgt, kann mir das auch schon mal die Laune verderben. Dann steht man da wie bestellt und nicht abgeholt.

Es kann natürlich auch mal sein, das man sich gegenseitig kitzelt oder etwas rauft, was zwar anregt aber dann nicht unbedingt zum Sex führen muss.