TdM 04/09 *Erogene Zonen*

Mal was anderes: Themen-Diskussion ohne Spam und blöde Sprüche :)

Beitragvon gigaklein » So 1. Mär 2009, 14:02

*Die erogenen Zonen bei Mann und Frau*

Ein sehr witzig gezeichnetes Comic-Taschenbuch von Erich Rauschenbach im Eichborn-Verlag brachte es in den Neunziger Jahren auf den "Klischee-Punkt":
Die erogenen Zonen des Mannes sind auf sein gutes Stück konzentriert - bei Frauen sind sie über den ganzen Körper verteilt.

Das Buch ist vergriffen, die Titelseite wird als Kunstdruck-Poster angeboten.
http://www.amazon.de/Erich-Rauschenbach ... B000COR6TC
Abfotografiertes Buchcover

Objektiv ist diese Typisierung nicht haltbar: Frauen und Männer haben gleichermaßen verteilte Zonen.

Unterschiede bestehen aber in der "Dunkelziffer": Viele Männer wissen gar nicht, wo ihre erogenen Zonen liegen, oder sie wissen sie nicht zu nutzen. Erogene Zonen sind in ihrer Stimulationswirkung trainierbar - Männer scheinen weniger zu trainieren...
Unterschiede bestehen auch in der Reizintensität: Die Brustwarzen der Frau sind in aller Regel ungleich stimulationsintensiver als die Brustwarzen des Mannes.

Folgt man Wikipedia, so sind erogene Zonen unter bestimmten Bedingungen zur sexuellen Stimulation geeignet - entweder beitragend und unterstützend oder (seltener) sogar vollwertige Stimulationszonen.

Mögliche Definitionen:
Die primären (genitalen) Stimulationszonen sind dabei eingeschlossen.
Die primären (genitalen) Stimulationszonen sind dabei ausgeschlossen

http://de.wikipedia.org/wiki/Erogene_Zone

Bild
Größeres Bild
Quelle: Wikipedia


Im folgenden wird "erogene Zone" als eine Zone außerhalb der unmittelbaren Genitalzone verstanden


Wie entdeckt man seine erogenen Zonen?

* Indem man sich irgendwo schlau gemacht hat?

* Durch Zufall im Selbstversuch?

* Durch Erfahrung aus Partnerberührung?
Zuletzt geändert von gigaklein am Mi 1. Apr 2009, 06:23, insgesamt 1-mal geändert.
Im Zweifel eben trotzdem...
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Beitragvon gigaklein » Mi 1. Apr 2009, 06:21

Wie ist das bei euch?

(die "primären" Genitalzonen sind nicht gemeint):


* Habt ihr ausgesprochen stimulierbare erogene Zonen?

* Wie stark ist deren Beitrag zur sexuellen Stimulation?

* Welche Zonen sind das?

* Wie habt ihr sie entdeckt?

* "Funktionieren" sie immer? Oder nur in bestimmten Situationen?


...z.B. könnte es sein, dass sie nur im Zusammenhang mit einem Partner diese erogene Wirkung haben - hier spielt der "Kopf" eine mitentscheidende Rolle.
Man kann sich schlecht selber kitzeln...

* Gibt es Zonen, die die stimulierende Wirkung unter bestimmten Bedingungen ins Unangenehme verändern?

* Wechseln die Zonen in ihrer Attraktivität von Zeit zu Zeit?

* Gibt es "Dauerbringer" - gewissermaßen kalkulierbar gute Favoriten?
Im Zweifel eben trotzdem...
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Beitragvon Lennox » Fr 3. Apr 2009, 22:39

Erogene Zonen – My 2 Cents

Zur Entdeckung der erogenen Zonen würde ich eine Mischung oben erwähnter Quellen/Vorgehensweisen empfehlen. Dies hat bei mir sehr gut funktioniert. Indem ich mich sowohl über Infomaterial als auch im experimentellen Selbstversuch meinen intimen Empfindungen genähert habe und das ganze dann mit etwas Verspätung im praktischen, partnerschaftlichen Feldversuch prüfte fand ich recht schnell auch die „absurdesten“ erogenen Zonen meines Körpers.


Bei mir war das dann wie ein Schritt in ein ganzes neues Universum von Intimität und Gefühlstiefe, sowohl im „Solospiel“ als auch im „Teamwork“. Ich entdeckte das ich im Bereich der Schulterblätter, der Achselhöhle, des Bauchnabels und der Kniekehlen besonders empfindlich auf zarte Stimulation reagierte (eine Feder kann ein echter Lustspender sein^^). Auch härtere Stimulation konnte/kann mich erregen, aber dann eben eher im Bereich des verlängerten Rückens…

Am interessantesten fand ich jedoch das die Stimulierbarkeit der „Zarten Zonen“ von Situation zu Situation variierte. In manchen Fällen, speziell bei Verkrampfung durch Stress, stagnierte sie beinahe gegen null. In anderen Situationen, besonders bei entspannter Geborgenheit, war die Erregbarkeit sogar größer als bei direkter Stimulation der Genitalien.

Eins kann ich aber sagen, seit ich mit ca. 15 Jahren bemerkte wie erregbar ich speziell am Bauchnabel bin hat sich mein Spaß an Sex in Ein- und Zweisamkeit deutlich erhöht. Insofern ist besonders diese Zone im Liebesspiel nicht mehr wegzudenken.

Was mich schon eine Weile beschäftigt ist die Frage inwieweit Lage und Stimulierbarkeit der Erogenen Zonen vererbbar ist und wie viel davon von der Entwicklung der eigenen Sexualität abhängig ist…

Aber vielleicht hat dazu ja einer von euch eine Info/Idee/Meinung? ;)

LG Lennox
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Beitragvon gigaklein » Sa 4. Apr 2009, 09:19

Ich habe keinerlei Hinweise, dass 'erogene Zonen' - wie auch immer "durchgemendelt" - vererbt werden könnten.
Und gelesen habe ich auch noch nichts über solche Zusammenhänge.

Sicher auch ein Kommunikationsproblem: Wer fragt schon seinen Vater, ob bei ihm auch der Bauchnabel so erogen ist ;)

Die grundsätzliche Disposition dazu könnte aber durchaus ein Familienmerkmal sein.

Allgemein ist die Ausprägung zu Erogenität von "Zonen" wohl mehr eine Erfahrungs- und Erprobungs-Sache - "phänotypisch", weniger "genotypisch"
Im Zweifel eben trotzdem...
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Beitragvon Jojo55 » Sa 4. Apr 2009, 19:16

Wenn die Stimmung richtig ist, ist der ganze Körper eine einzige erogene Zone :)
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Beitragvon omegapsi84 » Mi 8. Apr 2009, 19:01

Hm, mag ja sein, dass ich ein Klischee bediene, aber bei mir konzentriert sich das wirklich sehr auf meinen Schwanz. :o

Hab aber festgestellt, dass ich's mag, wenn man mir am Ohr knabbert und / oder sich mit dem Mund am Hals entlang bewegt; das war's aber im Grunde auch schon. Aber mir sagt man eh nach, dass ich recht ruhig im Bett bin...
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Beitragvon Lennox » Mi 8. Apr 2009, 20:57

Nun schade das der "Kinsey'sche Geist" in puncto "Forschung steht über Moral/Scham" kaum Verbreitung gefunden hat. Sonst würde einer Spurensuche in Sachen genetischer Vererbung sexueller Vorlieben innerhalb der Familie kein Riegel vorgeschoben durch die Engstirnigkeit unserer "gutbürgerlichen Sitten". :roll:
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Beitragvon gigaklein » Do 9. Apr 2009, 06:04

Ich glaube wie Jojo55 an ein "Gesamtkunstwerk Körper", weniger an isolierte oder sogar separierte Zonen mit "Spezialaufgabe Erotik".

Rein physiologisch sind Körperpartien unterschiedlich dicht mit freien Nervenendigungen ausgestattet, haben also bereits unterschiedliche Start-Voraussetzungen, über die elektrische Reizweiterleitung des Nervensystems sensitiv wirken zu können.
Da gibt es eher "taube" Zonen mit wenigen Nervenendigungen, aber auch hochempfindliche, dichtbesetzte.
Wie und wie intensiv die Sensationen sich dann jeweils auswirken und ob sie sich speziell dann als erotisierend erweisen, ist eine Folge von "einschlägigen" Hormonausschüttungen.

Absehbar passiert da in den Synapsen, den chemischen "Schnittstellen", einiges, was die Wirkung ausmacht.

Die Chemie macht's, und die fällt je nach emotionaler/mentaler Voraussetzung verschieden aus.
Wenn die "Chemie nicht stimmt", bleibt die Erotisierung aus
Im Zweifel eben trotzdem...
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Beitragvon *Citaro-King* » Do 9. Apr 2009, 22:02

Also ich habe nach nun 1 1/5 Jahren "aktiver Sexualität" diese Zonen immer noch nicht gefunden... :roll:
*Citaro-King*
 

Beitragvon ooooer » Mo 20. Apr 2009, 00:16

ich hab vor ca. 2 jahren mein ohr als sehr erogen erkannt, das geht schon beim anfassen los sehr angenehm, genauso mein hals.
außerdem meine brust, nicht die warzen, ich hab eine ziemlich behaarte brust, da mit der hand drüber zu streicheln macht auch ein sehr gutes gefühl.
ooooer
 
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