TdM 02/09 *Eitelkeit - 'Luxus' oder 'Armut'?*

Mal was anderes: Themen-Diskussion ohne Spam und blöde Sprüche :)

Beitragvon gigaklein » Fr 21. Nov 2008, 12:37

Eitelkeit - eine Eigenschaft von 'Luxus' oder eine von 'Armut'?
Ein Plus für die Persönlichkeit oder ein Defizit?


Zum Thema:
Eitelkeit wird vor allem mit Äußerlichkeiten in Bezug gesetzt. Man gilt als eitel, wenn man "stundenlang" sein Äußeres stylt, seine Frisur gelt, "klamottensüchtig" ist, kein spiegelndes Schaufenster auslässt, um seine eigene Außenwirkung zu testen...
Eitelkeit hat aber noch ganz andere Dimensionen:
Da gibt es den Klassenclown, der genießt, dass seine Jokes eine so gute Lachquote haben. Da gibt es den Forenuser, der genießt, dass er in der Community so gut ankommt. Er nimmt ein Bad in der Menge und lässt sich nur zu gern feiern. Macho-Gehabe, Tussi-Gehabe... überhaupt viel "Gehabe" - Eitelkeit ist eine Attitude...

Eitelkeit ist eine Form von Ehrgeiz. Während Ehrgeiz oft nur in der Person selbst (introvertiert) vorhanden ist, benötigt Eitelkeit immer ein Publikum zur Resonanz. Selbstdarsteller spielen ungern vor leeren Sälen.
Ehrgeiz vor sich selbst kann z.B. ein Perfektionismus sein, es immer bestmöglich zu machen und sich selbst alles abzuverlangen. Das bleibt Beobachtern durchaus nicht verborgen, aber das "Publikum" wird dazu nicht benötigt. Es ist die stille Variante von Eitelkeit und ist im allgemeinen sachlicher motiviert.

Eitelkeit betreibt eine beabsichtigte Außenwirkung auf das Umfeld, die im "Echolot" ausgewertet wird - Eitelkeit wird als Signal "ausgespielt" und braucht ein Echolot-reflektierendes Publikum. Und natürlich eine positive Verstärkung des Images - Eitelkeit braucht den Genuss dieser Imagespiegelung zur Eitelkeitsbefriedigung.

Aber: Eitelkeit ist u.a. auch ein Hilferuf der Seele nach Anerkennung und Bestätigung - mit der "dringenden Bitte" um "Beifall"...
Man könnte auch sagen: "Wer eitel ist, hat's nötig"

* Wie wirke ich?
* Wie komme ich an?
* Ist die Wirkung (mein Image) so, wie ich sie gern hätte und sie meinem Ego schmeichelt?
* Oder muss ich noch "einen Zahn zulegen", weil das Umfeld offenbar noch nicht genügend honoriert, wie gut oder schön ich doch bin?


Eitelkeit kann einen Steigerungsbedarf haben, wenn das Resultat nicht befriedigt. Das kann groteske Übersteigerung bedeuten.

Eitelkeit scheint einem Urinstinkt zu entspringen - Eitelkeit ist eine Erscheinungsform eines Geltungsdrangs:
Männer "gockeln", Frauen "kokettieren" von Natur.
Das ist so urinstinktiv, dass dazu keine objektive Berechtigung gegeben sein muss. Nicht nur kapitale Hähne gockeln, und nicht nur schöne Frauen kokettieren.
Es können zur Publikumswirksamkeit völlig untaugliche Exemplare sein: die männliche Lachnummer, die weibliche Schreckschraube.
Eitelkeit kann letztlich völlig unangebracht, unberechtigt, "daneben" und in der Resonanz "vergeblich" sein!

Eitelkeit, die keine positive Rückmeldung erfährt und die der Lächerlichkeit preisgegeben ist, ist extrem frustrierend.

Bei Ehrgeiz und bei Eitelkeit kennt man die Formulierung 'krankhaft'. Offenbar hält man ein gewisses Maß für 'gesund' und 'normal', ein Übermaß für 'ungesund' und 'abnorm'.
Beim 'gesunden' Kokettieren und Gockeln fängt es an, bei der 'krankhaften' Profilierungssucht (Profilneurose) könnte es enden.

Eitelkeit macht den Eitlen im Applaus vom Publikum abhängig, ohne dass ihm das bewusst werden muss.
Eitelkeit macht tendenziell unfrei.
Die Umwelt kann Eitelkeit durchschauen und kann Eitle "ausbremsen" und ihnen die gewünschte Resonanz durch demonstrative Nichtachtung verweigern: *Er nun wieder - der eingebildete Fatzke soll sich nur nichts einbilden!* *Den eitlen Gimpel sitzen wir aus*
Eitle sind manipulierbar, man kann sie in die Richtung hinschmeicheln, die man haben will. Dabei gehen bei den Manipulierten die "Warn-LEDs" nicht mal mehr an *Man hat ihn/sie bei der Eitelkeit gepackt*.
Eitelkeit macht in der Tendenz etwas "weniger sehend" und "weniger intelligent".
Im Extremfall ist jemand vor Eitelkeit "nur dumm" und "völlig blind".

Wohl dem also, der genügend Intelligenzpotential und Sehvermögen hat, dass auch bei Eitelkeit noch genügend übrig bleibt ;)

Eitelkeit macht einen Menschen jedenfalls nicht besser , als er "uneitel" wäre!

Dazu eine Bemerkung einer früheren Freundin von mir:
Ihr habe ich einmal ein Foto eines "Jünglings" gezeigt und gesagt, dass ich den Abgebildeten für außergewöhnlich schön halte.
Ihre Antwort: "Ich fände ihn noch schöner, wenn er das nicht wüsste" :shock:
Zuletzt geändert von gigaklein am Fr 30. Jan 2009, 23:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon gigaklein » Sa 22. Nov 2008, 10:06

Wie ist das bei euch mit *Eitelkeit*?


- Wie schätzt ihr euch ein?

- Seid ihr "irgendwo" und "irgendwie" eitel?

- Wie und wie sehr macht sich das bemerkbar?

- Alles noch im "grünen Bereich"? Oder schon "gelb-grün"?

- Wie lebt ihr mit der Eitelkeit?

- Gefällt euch sogar, dass ihr eitel seid?

- "Kultiviert" und pflegt ihr eure Eitelkeit?

- Braucht ihr die Eitelkeit? Geht es irgendwie nicht ohne?

- Oder versucht ihr, Eitelkeit eher abzubauen?


Und ganz zum Schluss eine eher unwahrscheinliche Variante:

- Ist Eitelkeit euch völlig fremd?
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Beitragvon Kiwiauge » Do 5. Feb 2009, 20:35

*hust* ganz schön staubig hier. :roll:

Zuerst ein Lob: Ich finde es schön, dass der Eingangspost nicht von Wikischrottia abgeschrieben wurde.

Also ich persönlich kann mich ganz schwierig einschätzen ob ich eitel bin oder nicht. Bei Eitelkeit denke ich - wie schon im Eingangspost geschrieben wurde - hauptsächlich an Äusserliches. Ich dusche jeden Tag ein bis zweimal, ich ziehe jeden Tag frische Kleider an und das Parfum darf auch nicht fehlen. Allerdings habe ich nie länger als eine Stunde im Bad. Ob das nun 'eitel' ist oder nicht, ist schwierig einzuschätzen und relativ.

[...] benötigt Eitelkeit immer ein Publikum zur Resonanz. Selbstdarsteller spielen ungern vor leeren Sälen.


Ich denke es gibt durchaus Leute, die eitel sind um sich selber besser zu fühlen. Ich fühle mich auch Zuhause allein schlechter, wenn ich nicht geputzt und geschniegelt bin.


- Wie schätzt ihr euch ein?
Schwierig zu sagen. Ich achte sicherlich auf mein Aussehen und Auftreten sowie Verhalten.

- Seid ihr "irgendwo" und "irgendwie" eitel?
Wohl ein bisschen in allen Bereichen, aber nirgends krankhaft...

- Alles noch im "grünen Bereich"? Oder schon "gelb-grün"?
Grüner Bereich! Alles ist ok, solange man es nicht übertreibt. :)

- Wie lebt ihr mit der Eitelkeit?
Ich habe kein Problem mit ihr, da sie ja eigentlich "normal" ist.

- Gefällt euch sogar, dass ihr eitel seid?
Yap.

- "Kultiviert" und pflegt ihr eure Eitelkeit?
Natürlich!

- Braucht ihr die Eitelkeit? Geht es irgendwie nicht ohne?
Solange die Menschheit eitel ist, ist auch die Eitelkeit wichtig.

- Oder versucht ihr, Eitelkeit eher abzubauen?
Ganz im Gegenteil.

Kiwi.
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Beitragvon Berliner94 » Do 5. Feb 2009, 21:32

- Wie schätzt ihr euch ein?
Ganz normal halt. Denke ich. Gibt auch Tage wo ich mir die bequemsten, aber vielleicht auch hässlichsten Klamotten anziehe und mir meine Frisur etc. egal sind, aber das nur in den Ferien oder an Wochenenden. Bei Partys oder so kann ich schon eitel werden.

- Seid ihr "irgendwo" und "irgendwie" eitel?
Bei Fußballschuhen :D Sind mein Heiligtum. Die darf kein anderer anfassen, geschweige denn anziehen. Wobei das eher eine Angewohnheit ist. Ansonsten leg ich einigen Wer auf meine Frisur

- Wie und wie sehr macht sich das bemerkbar?
Dass ich ohne "Gangster-Cap" aus'm Haus gehe und ich es nicht gerne habe, wenn man mir durch die Haare fährt.

- Alles noch im "grünen Bereich"? Oder schon "gelb-grün"?
Grüner Bereich würde ich sagen.

- Wie lebt ihr mit der Eitelkeit?
Auch ganz normal. Ist nur manchmal ohne ziemlich Mütze kalt.

- Gefällt euch sogar, dass ihr eitel seid?
Meine Frisur gefällt mir schon.

- "Kultiviert" und pflegt ihr eure Eitelkeit?
Ja

- Braucht ihr die Eitelkeit? Geht es irgendwie nicht ohne?
Ohne Eitelkeit würde man viiiel "vernachlässigter" aussehen.

- Oder versucht ihr, Eitelkeit eher abzubauen?
Nein

- Ist Eitelkeit euch völlig fremd?
Natürlich nicht
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Beitragvon LayaYana » Fr 6. Feb 2009, 14:59

Da gibt es den Forenuser, der genießt, dass er in der Community so gut ankommt


im zuge dessen habe ich gedacht hier meine posts identitätsfördernd mit einem avatar zu versehen. muss ja schließlich noch einen zahn zulegen um moderator des monats zu werde. für nacktbilder war ich dann aber vorläufig doch nicht mutig genug ;)

im prinzip ist eitelkeit für mich aber ein sehr seltsamer begriff, den ich nur schwer mit etwas verknüpfen kann. selbstdarstellung ist mir nicht fremd, gelegentlich mach ich das sehr gerne. es ist ein schönes gefühl komplimente zu bekommen und beliebt zu sein. das muss nicht immer aufs äußere bezogen sein und kann auch mit ganz anderen leistungen verbunden sein. sei es im freundeskreis, peer group, community, irgendetwas gibt es immer wodurch man bewunderung erlangt.

ein gewisses maß halte ich für wichtig. wenn niemand einen mag oder man kein positives feedback bekommt, dann wirs man unglücklich und orientierungslos. darüber hinaus dient das meiste zum ego pushen. sinnvoller ist es, wenn man möglichst unabhängig von anderen bleibt, sein selbstwertgefühl aus sich selber ziehen kann. ich finde, erst wenn man die meinung der anderen nicht mehr wirklich braucht, macht selbstdarstellung richtig spaß. dann kann man damit spielen ohne den anderen hinterherlaufen zu müssen.

ich bin gerne mal selbstdarsteller, auf meine art und auch nicht non stop. als eitel habe ich mich nie empfunden. das verbinde ich dann doch eher schon mit einer krankhaft gesteigerten aufmerksamkeit der außenwirkung.
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Beitragvon gucker » Sa 7. Feb 2009, 11:16

Eitelkeit und Selbstgefälligkeit sind Geschwister.

Wer in einer zivilisierten Öffentlichkeit auf sein Äußeres achtet, muss nicht eitel sein. Sollte er es sein, drückt sich das eher in seinem (meist) aufdringlichen Gehabe aus.

Auf sein Können und damit verbundene Erfolge darf man zurecht stolz sein, selbstgefällig ist dieser Zeitgenosse dann, wenn er deswegen auf andere Leute "herabblickt". Und solche eitlen Typen sind mir unsympathisch (was denen aber kaum etwas ausmachen wird... :D )
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Beitragvon gigaklein » Sa 7. Feb 2009, 14:46

Auch Ehrgeiz und Eitelkeit sind "Geschwister".
Persönlicher Ehrgeiz, sich selbst viel abzuverlangen, benötigt aber im Gegensatz zu Eitelkeit nicht unbedingt einen Spiegel der Außenwelt.

Es gibt aber auch Ehrgeiz mit beabsichtigter Außenwirkung - z.B. beruflich erfolgreicher als andere zu sein. Auch Ehrgeiz kann den gesunden Bereich verlassen und "ungesund", eventuell sogar krankhaft werden.

Welche Eitelkeit - zu was auch immer - hätte einen Bestand auf der berühmten einsamen Insel?
Zu Eitelkeit gehört immer auch die Möglichkeit, Applaus einzufahren - introvertiert und ohne Chance einer Rückmeldung funktioniert sie nicht
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Beitragvon guido11068 » Mo 9. Feb 2009, 18:24

Arroganz und Eitelkeit stellen meist vor das Problem daß man sich total zum Gespött der Leute macht wenn etwas daneben geht.
Deshalb ziehe ich Understatement vor.
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Beitragvon LayaYana » Mo 9. Feb 2009, 18:58

ich denke eitelkeit kann auch ohne feedback bestehen, wenn auch seltener. dass sind dann diese seltsamen züge, wo man sich selbst mehr gefallen will als einem gut tut. auch hier kommt dann das gute gefühl nicht wirklich daraus, dass man sich annimmt, auf sich vertraut und sich mag, sondern daraus, dass man jemanden etwas vormacht, wofür man anerkennung findet. und man durchaus sich selbst etwas vormachen, damit man sich selbst gefällt. wenn man drüber nachdenkt, das machen vermutlich viele leute, ohne dass es ihnen bewusst ist. und auch hier kann es ziemlich extreme formen annehmen.
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Beitragvon Totgeliebt » Mo 9. Feb 2009, 19:01

Wie ist das bei euch mit *Eitelkeit*?


- Wie schätzt ihr euch ein?

Ich gebe offen zu, ich bin doch ziemlich eitel, halte es aber immer noch in Grenzen, so dass ich nicht auf alles und jeden total abschreckend und überheblich wirke.

- Seid ihr "irgendwo" und "irgendwie" eitel?

Japs bin ich. Siehe Antwort vorher...

- Wie und wie sehr macht sich das bemerkbar?

Es gibt Tage, da lass ich keinen Spiegel aus, da betone ich dann gerne mal, wie geil ich mich finde und in Tanzschulen ist man ja leider ständig mit Spiegeln konfrotiert.

- Alles noch im "grünen Bereich"? Oder schon "gelb-grün"?

Ich würde sagen, dass es noch grüner Bereich ist, auch wenn ich manchmal übertreibe.

- Wie lebt ihr mit der Eitelkeit?
- Gefällt euch sogar, dass ihr eitel seid?

Ich lebe sehr gut damit und teilweise gefällt es mir auch. Ich finde es gut, dass ich nach außen ausstrahlen kann, dass ich mit mir selbst zufrieden bin und dass ich mich nicht immer in irgendwelchen Ecken verkriechen muss.

- "Kultiviert" und pflegt ihr eure Eitelkeit?
- Braucht ihr die Eitelkeit? Geht es irgendwie nicht ohne?
- Oder versucht ihr, Eitelkeit eher abzubauen?

Auf alle drei Fragen kann ich mit Nein antworten. Die gewisse Eitelkeit, die ich an mir habe, gehört zu mir und wird auch nicht abgebaut.


Was Allgemeines:
Ich finde, dass zu einem guten Selbstbewusstsein auch ein gewissen Maß an Eitelkeit dazugehört. So lange sich das wirklich in Grenzen hält, finde ich das auch völlig ok.
Bei mir ist es manchmal vllt etwas übertrieben. Ich gebe offen zu, dass ich gerne im Mittelpunkt stehe und Aufmerksamkeit genieße, ABER ich kann auch sehr gut damit leben, wenn mich alle mal in Ruhe lassen und sich kein Mensch für mich oder das was ich tue interessiert.


Lg,
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Beitragvon -*Mul*- » Di 10. Feb 2009, 18:47

- Wie schätzt ihr euch ein?
ich denke ich bin schon eitel :) gerade auf einer mädchenschule vergleicht man sich tag aus tag ein mit anderen mädels...

- Seid ihr "irgendwo" und "irgendwie" eitel?
ich bin in sofern eitel dass ich manchmal denke neee für den kerl bin ich zu gut...des erscheint manchen vllt. gemein und oberflächlich aber so seh ich das eben

- Wie und wie sehr macht sich das bemerkbar?
vor dem weggehn brauche ich ca. 1 std im bad und dann nochmal halb solang um zu entscheiden was ich anziehe :)

- Alles noch im "grünen Bereich"? Oder schon "gelb-grün"?
ich denke ich bin trotz allem noch im grünen bereich...vllt. manchmal etwas gelb aber ich geh auch ungeschminkt und in jogginghosen in die schule^^

- Wie lebt ihr mit der Eitelkeit?
öhm ich würd sagen sehr gut ^^

- Gefällt euch sogar, dass ihr eitel seid?
joa schon...was heißt gefallen...ich finde ein wenig eitelkeit gehört dazu...kann ja auch nicht schaden sich selbst gut zu finden

- "Kultiviert" und pflegt ihr eure Eitelkeit?
soviel denk ich auch nicht darüber nach

- Braucht ihr die Eitelkeit? Geht es irgendwie nicht ohne?
hm...habs noch nie versucht des abzustellen

- Oder versucht ihr, Eitelkeit eher abzubauen?


Und ganz zum Schluss eine eher unwahrscheinliche Variante:

- Ist Eitelkeit euch völlig fremd?
nein :)
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Beitragvon LayaYana » Di 10. Feb 2009, 21:24

mul, wenn du wen abblitzen lässt, den du nicht magst oder wo du denkst, dass er nicht zu dir passt, dann ist das vollkommen legitim. das hat nichts mit eitelkeit zu tun. und wenn du meinst, dass du zu gut für den bist, dann ist das auch nur eine andere form von nicht zusammen passen. mach dir da mal keinen kopf drum. das ist einfach nur das stückchen selbstbewusstsein, dass man haben sollte, schlimm wäre es, wenn du bereit wärst mit jedem ne beziehung einzugehen. der fairness halber.
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Beitragvon Crosis » Do 12. Feb 2009, 12:59

Ein Thema für mich!

Ja, ich bin ziemlich eitel und, das verbindet sich in meinem Fall miteinander, auch sehr selbstdarstellerisch veranlagt. In der Folge bin ich wohl tatsächlich relativ leicht manipulierbar, was sich die ein oder andere Person durchaus weiss zu Nutzen zu machen. Im Grunde versuche ich in vielen Situationen aufzufallen, sei das nun auf der Bühne, im Forum, in der Schule oder im privaten Umfeld.
Ich habe allerdings den Eindruck, dass mein Selbstwertgefühl trotz dieser von gigaklein beschriebenen "Abhängigkeit" ziemlich gesund ist. Unter dem Strich brauche ich mich nicht zu beweisen: ich weiss, wozu ich fähig bin, kenne meine Stärken, weiss um meine Schwächen und übernehme mich selten mit einer Aufgabe. An Intelligenz mangelt's mir nur selten, mein "soziales Netzwerk" ist weitläufig und gut aussehen tu' ich, so sagt man mir zumindest, auch. Vielleicht erdrücke ich gewisse Selbstzweifel gerne mit meinem Ego, dennoch weiss ich, siehe Schwächen, wovon ich lieber die Finger lassen sollte oder wo ich mich zurückhalten muss.

Im Allgemeinen darf ich wohl sagen, dass sich meine Eitelkeit im grünen Bereich bewegt - selbst wenn ich sie mit Freuden kultiviere. Glücklicherweise kann ich nämlich auch ganz uneitel und für das Umfeld erträglich (manchmal sogar förderlich!) agieren. ;)


MfG, Crosis.
Im Prinzip ja.
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Beitragvon Roflmat » Do 12. Feb 2009, 19:21

ich hab ehrgeiz bzgl meiner arbeit, aber eitelkeit auch bzgl des äußeren erscheinens hab ich überhaupt nicht. ich pflege regelmäßig meiner körper was aber zur normalen hygiene zählt, sonst achte ich nicht wirklich auf kleidgunswahl und auch nicht auf meine frisur oder sonstiges.
Bobby Fischer:
"Frauen sollen kein Schach spielen, im Vergleich zu den Männern sind sie blöd."
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Beitragvon gigaklein » Fr 13. Feb 2009, 06:42

Im RL kenne ich keine einzige Person, die mit der unübersehbaren eigenen Eitelkeit ein Defizit verbindet. Im Zweifelsfall wird sie stimmig geredet.

Dafür kenne ich umso mehr neutrale, außenstehende Beobachter, die das ohne "Betriebsblindheit" anders sehen.
Häufiger harmloser Fall: belächeln, nicht ernst nehmen.
Weniger harmloser Fall: Ärgernis und Gegenreaktionen der "Außenwelt".

Klassischer Fall der Abweichung von 'Selbstbild' und 'Fremdbild'

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Nachtrag: Ich habe gerade im Radio einen Beitrag eines Experten für Vorstands- und Aufsichtsrats-Besetzungen gehört.
Er empfiehlt "gemischtgeschlechtliche" Besetzungen.
Männer unter sich seien oft zu eitel.
In einer Gemischtbesetzung werde die männliche Eitelkeit durch andersartige weibliche Eitelkeit neutralisiert.

Gesamtresultat weitestgehend "eitelfrei" :shock:
Zuletzt geändert von gigaklein am Fr 13. Feb 2009, 17:28, insgesamt 1-mal geändert.
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