TdM 1/09 *Dominant/Submissiv - sexuelles Rollenverhalten*

Mal was anderes: Themen-Diskussion ohne Spam und blöde Sprüche :)

Beitragvon gigaklein » So 9. Nov 2008, 10:57

Dominant / submissiv, Lust und Schmerz, Aktivität und Passivität...

Rollenverhalten und Handlungs(ohn)macht beim Sex: Bug or feature?



Zum Thema:
Das englische "dominant/submissive" wird im Deutschen oft zu "dominant/devot", entfernt sich mit "devot = unterwürfig" aber etwas von der ursprünglichen Bedeutung. Die Kurzsprache nennt es auch "Dom"/ "Sub" oder "Top"/"Bottom", die BDSM-Welt kennt "Master/Slave"...
Die ursprüngliche Definition, was sexuell dominant und was sexuell submissiv ist, stammt aus dem Gedankengut des "herkömmlichen" Sex - es wird an einer "Penetration" orientiert: Die penetrierende Person ist definitionsgemäß dominant, die penetrierte Person ist submissiv.
Somit wäre im herkömmlichen heterosexuellen Sex damit eigentlich alles klar. Er penetriert, sie wird penetriert.
Ähnlich klischeehaft ist die Zuordnung "Oben/unten" aus der Welt der "Missionarsstellung".
Bei homosexuellem Sex unter Männern sind die Penetrations-Rollen dagegen offen und umverteilbar.

Nun gibt es aber Erfinderisches zu Hilfsmitteln, um diese körperliche Vorbestimmung zu durchkreuzen, und es gibt eben nicht nur "herkömmlichen" Sex!
Lesbischer Sex wäre ja sonst gar nicht als dominant/submissiv einzuordnen - Frauen können aber penetrierend gemacht werden :D .

Lust und Schmerz als nahe Verwandte?
Interessant sind Forschungsergebnisse von Hirnforschern, die festgestellt haben, dass Schmerz die gleichen Hirnareale anspricht, die auch bei reiner Lust und bei Vergnügen aktiv sind. Der Mensch kann Schmerz offenbar als lustvoll empfinden, wenn der Schmerz als kontrollierbar gelten kann oder sogar gewollt ist. Das gilt nicht nur für körperliche Schmerzen, sondern auch für "seelische Schmerzen" wie Demütigungen oder ein Ausgeliefertsein.
Das Gesicht von Menschen, die einen Orgasmus haben, sieht einem schmerzverzerrten Gesicht täuschend ähnlich - das scheinen die Laienschauspieler in Pornodarstellungen nur noch nicht richtig begriffen zu haben ;)
.
Vorstufen von Dominanz und Unterwerfung
Es gibt Vorstufen des Dominant/Submissiv-Verhaltens wie Aktivität/Passivität. Passivität ist sicher noch weit von "devot" entfernt.
Ein Blow-Job kann dominant und aktiv "geleistet" werden oder submissiv und passiv "erduldet" und erfahren.
Eine "oben befindliche" Partnerin hat die dominante Kontrolle über die Penetration, obwohl sie streng genommen die submissiv Penetrierte ist.

Kontrastprogramm als Bereicherung oder als Kompensation?
Manche Frauen, die im realen Leben nie vergewaltigt werden wollen, finden Vergewaltigungsphantasien sexuell stimulierend.
Manche Männer finden es gut, von einer Frau "genommen" zu werden - Strap-on-Dildos und ähnlichen Hilfskonstruktionen sei Dank! Aber auch Finger können penetrierend sein...

Ein weites Feld jedenfalls und jenseits von extremer Umsetzung mit vielen Vorstufen auch Bestandteil von "stinknormalem Sex".



- Wie empfindet ihr "so etwas"? Wo würdet ihr euch einordnen?

- Habt ihr schon mal mit dem Gedankengut eines Rollenwechsels "gespielt"?

- Hat das eine oder andere aus den Möglichkeiten einen Reiz für euch?

- Gibt es Wünschenswertes - oder bleibt ihr lieber bei der "gottgegebenen" Penetrationsordnung?

- Wo wären für euch in der Realität die Grenzen?
(Passiv ja, submissiv auch noch, aber nicht devot?)


bzw.

- Ist das sogar bereits in irgendeiner Form Bestandteil eures Sex-Lebens?

- Und wie setzt ihr das real in der Praxis um? Wie weit geht ihr dabei?


.........................................................................................................

Oder anders gesehen:
Sind wir nicht alle ein bisschen dominant und submissiv zugleich und raffen es nur nicht?
Zuletzt geändert von gigaklein am Mi 31. Dez 2008, 18:06, insgesamt 1-mal geändert.
Im Zweifel eben trotzdem...
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Beitragvon LayaYana » So 4. Jan 2009, 22:13

huch, da wartet man darauf, dass das neue thema des monats rauskommt, und dann hat es sich vor mir versteckt. ich wunderte mich schon ^^

ein bisschen dominanz und submission steckt wohl in jedem von uns. ich behaupte ja auch von mir irgendwo eine devote seite zu haben, nur so richtig gefunden habe ich sie noch nicht. aber ich suche auch nicht so doll danach. fühl mich auf der dominanten seite eh viel wohler ^^

mit penetration hat das für mich nicht viel zu tun. dominanz nur übers penetrieren auszuleben erscheint mir doch recht langweilig. viel mehr geht es doch dabei um kontrolle. und kontrollieren kann man ne ganze menge. bekommt mein schatz einen orgasmus? und wenn ja, wann und wie? oder schränke ich seine bewegungsfähigkeit ein? kann ich auf ihm spielen, wie auf einem instrument und die unterschiedlichsten gefühle zwischen lust, schmerz, angst und freude hervorrufen? kann ich ihn zu sachen bringen, die er nicht für möglich oder wünschenswert gehalten hätte? wie weit kann ich ihn bringen, wie weit ist er bereit zu gehen und wie weit kann man das dann noch beeinflussen.

das sind für mich mechanismes, die vielleicht hinter der lust stecken dominant zu sein. ob man das mit schmerzen, schlägen, wachs, fesseln, keuschhaltung oder was auch immer macht, ist dabei nebensächlich. klar, jeder hat da dann sicherlich seine vorlieben, aber für mich sind die meisten nur mittel zum zweck, auch wenn sie wirklich viel freude bereiten ^^

ich für meinen teil empfinde mich nicht als unterworfen, wenn ich penetriert werde, selbst wenn ich dabei ziemlich passiv sein kann. aber aktiv zu werden mit einem strap-on, das hat für mich dann wieder etwas sehr dominantes :)
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Beitragvon Jojo55 » Mo 5. Jan 2009, 16:42

Wenn der Wunsch, den Partner zum Orgasmus zu bringen schon von Dominanz zeugt - na gut, bin ich halt dominant. Aber gleichzeitig auch devot, weil ich mich genau so gerne von ihm verwöhnen lasse.

Und wenn Lust und Schmerz hundert mal in der gleichen Hirnregion stattfinet: Schmerzen haben bei unserem Sex nix verloren.

Also:
"Wie empfindet ihr "so etwas"? Wo würdet ihr euch einordnen?"
Dominantdevot. Siehe oben.
"Habt ihr schon mal mit dem Gedankengut eines Rollenwechsels "gespielt"?"
Wir spielen im Bett keine Rollen sondern nur uns selbst. Und auswechseln wollen wir uns nicht.
"Hat das eine oder andere aus den Möglichkeiten einen Reiz für euch?"
Nein. Oder doch? Devote Dominanz? Ja. Rollenwechsel: Nicht durchführbar, da keine Rolle vorhanden.
" Gibt es Wünschenswertes - oder bleibt ihr lieber bei der "gottgegebenen" Penetrationsordnung?"
Nenn uns langweilig, nenn uns Weicheier, nenn uns sonstwas: Wir sind zufrieden.
"Wo wären für euch in der Realität die Grenzen?"
Die Grenzen sind bereits erreicht. Schmerzfrei und Lustbetont.
"Ist das sogar bereits in irgendeiner Form Bestandteil eures Sex-Lebens?"
Kommt ganz offensichtlich auf die Definition an. Nach LayaYana: Ja.
"Und wie setzt ihr das real in der Praxis um? Wie weit geht ihr dabei?"
Synchron dominantdevot bis devotdominant, gelegentlich auch asynchron.
Bis an die Grenze zum Weichei :lol:

Entschuldigt, dass ich das noble "Thema des Monats" etwas in Lächerliche ziehe - Aber ich kann nicht anders.
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Beitragvon gigaklein » Mo 5. Jan 2009, 19:04

Entschuldigt, dass ich das noble "Thema des Monats" etwas in Lächerliche ziehe - Aber ich kann nicht anders


Nein, ich finde das ganz und gar nicht lächerlich, wie du darauf "antwortest" - ein paar provokative Katalog-Fragen müssen euch ja nicht "disziplinieren"!

Ich selbst habe ein Zuordnungsproblem:
Alles in meinem Leben deutet darauf hin, dass ich ein dominierender Typ bin. Das gilt auch fürs "Bett".
Gleichzeitig ist es mein Bestreben zu "dienen". Mir liegt mehr daran, dass ein Bettpartner etwas davon hat, als dass ich etwas davon habe.

Bin ich damit auch dominierend devot?
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Beitragvon baba_o_riley » Di 6. Jan 2009, 00:47

ich mag das dominant-submissive rollenspiel sehr. das hat nichts mit penetration, vielmehr mit kontrolle und unterwerfung des partners zu tun und betrifft eher das "drumherum" als den eigentlichen sex. zb. ist der partner mein "sex-sklave" und muss völlig darin aufgehen, mich zufriedenzustellen. dazu gehören devote gesten wie zb. füsse lecken, fuss, körper und schwanzmassage, blasdienste und allerlei weitere "sklavendienste". manchmal geht es auch dabei etwas ruppiger zu, zb. in form des "schwulen ringkampfes", in der er eindeutig seine "unterlegenheit" zu spüren bekommt ;)

im prinzip ist es aber ein geben und nehmen wie beim "blümchensex", denn jeder devote hat seine ganz eigenen vorstellungen, in welcher form und wie heftig er gerne dominiert wird. das herauszufinden, es aber wie ein zwang wirken zu lassen, das ist die "kunst des dominierens". das "erniedrigt werden" und beim S/M die schmerzen werden dabei in geilheit umgewandelt.

ich bin eindeutig dominant, aber beneide die menschen, die "switchen", also beides sein können.
Zuletzt geändert von baba_o_riley am Di 6. Jan 2009, 00:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon LayaYana » Di 6. Jan 2009, 15:52

giga, wenn dir nicht daran gelegen wäre, dass auch dein partner was davon hat, dann wärst du ein egoistischer arsch ;) egal ob dominant, devot oder was ganz anderes, im endeffekt wollen wir doch alle unserer lust nachgehen und auch die lust beim anderen wecken. bei manchen wirkt das vielleicht anders, wenn zb der orgasmus vorenthalten wird oder sachen gemacht werden, die über den rahmen des gewünschten hinausgehen. aber im richtigen maß kann eben auch das für einige sehr luststeigernd sein.

(mein schatz hat sich übrigens weggelacht, als er gelesen hat, dass ich behaupte eine devote seite zu haben *grummel*. irgendwo ist sie, ganz sicher ^^)
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Beitragvon gigaklein » Di 6. Jan 2009, 18:13

Ich darf noch einmal erinnern, dass die dominant/submissiv-Definition nicht von mir ist. Als "historisch" ist die sogar Wikipedia zu entnehmen...

Mein "Dienenwollen" geht über das übliche, verteilte Maß hinaus - es ist so etwas wie ein Helfer-Syndrom, das eigene Interessen bis zur Selbstverleugnung hinten anstellt.

Natürlich steckt da auch wieder "Egoismus" dahinter, es möglichst gut zu machen und darüber "Befriedigung" zu bekommen. Einen Heiligenschein beanspruche ich nicht!

Nur geht das ganze bei mir mit ausgesprochener Dominanz einher.
Man könnte auch sagen, ich "befehle" und "bestimme", dass der Partner sich von mir dienen und verwöhnen lässt
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Beitragvon baba_o_riley » So 11. Jan 2009, 15:49

in diesem thread geht unerwartet wenig ab. kann mir nicht vorstellen, dass die meisten hier nur blümchensex wollen. wo sind die leute, die auf die "härtere gangart" oder sonstige, "perversen" spielchen mit machtgefälle stehen?
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Beitragvon handwerker_35 » Mo 12. Jan 2009, 18:56

OK - Thema selbst gut, denke aber daß es viele gibt die in DIESEM Thema noch nicht waren bzw. sich Gedanken drüber gemacht haben.


- Wie empfindet ihr "so etwas"? Wo würdet ihr euch einordnen?

Oft Dom, aber liebend gerne devot

- Habt ihr schon mal mit dem Gedankengut eines Rollenwechsels "gespielt"?

Stellt sich nicht so für mich die Frage, da Sexualitätz sich bei mir nicht direkt auf ein Rollenverhältnis aufbaut, et kütt wie et kütt.
- Hat das eine oder andere aus den Möglichkeiten einen Reiz für euch?

Beides hat seinen Reizt, aber Sub liegt mir mehr

- Gibt es Wünschenswertes - oder bleibt ihr lieber bei der "gottgegebenen" Penetrationsordnung?

Im Dom/Sub Bereich ist die Penetration als solches M.M.n. absolut sekundär

- Wo wären für euch in der Realität die Grenzen? (Passiv ja, submissiv auch noch, aber nicht devot?)

Grenzen sind reine SM Varianten...

bzw.

- Ist das sogar bereits in irgendeiner Form Bestandteil eures Sex-Lebens?

Ja

- Und wie setzt ihr das real in der Praxis um? Wie weit geht ihr dabei?

Schwierig zu beantworten, es ist total stimmungsabhängig und nach Lust BEIDER darf es "gerne etwas mehr sein"
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Beitragvon LayaYana » Mo 12. Jan 2009, 19:28

*g* baba, all die perversen bleiben weg, da das thema hier viel zu normal angesprochen wurde. dann ist das schließlich langweilig. oder hättest du dich jetzt als pervers eingestuft? im endeffekt ist es einfach nur ein sehr schönes sexleben, für die, denen es gefällt. und hat zumindest bei mir, recht wenig mit dem zu tun, was man in fernsehreportagen immer wieder als sm untergejubelt bekommt. lack und leder, 40 jährige dominas, sklaven im ganzkörperanzug die mit allem möglichen geschlagen werden und dabei "gnade herrin" winseln, das alles ist doch sehr weit entfernt von dem, was mir gefällt und lässt mich doch eher lachen als geil werden.

giga, magst du das vielleicht etwas genauer ausführen? das dienen wollen bezieht sich bei dir vermutlich nur auf sexuelle ebene, also den partner total verwöhnen, oder? aber wieso selbstverleugnung? und wenn es dir so sehr gefällt, dann hat das erst mal wenig mit dominanz zu tun, wenn du darauf bestehst, dass du öfter verwöhnen darfst. wenn du mehr dazu schreibst, legt sich meine verwirrung vielleicht wieder ;)
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Beitragvon gigaklein » Do 15. Jan 2009, 08:06

Im Auftrag von Älex gebe ich dessen "PN-Posting" hierhin weiter:

Älex schrieb:

Ich hab noch nie solche 'Spiele' gemacht und kann deshalb mehr oder weniger nur in der Theorie sprechen.
Schon als ich sieben, acht Jahre alt war, fand ich Gefängnisse und Käfige sowie Fesseln faszinierend; später habe ich gemerkt, dass das ein sexueller Reiz war.

Schmerzen direkt empfinde ich - so wie ich's mir vorstellen kann - nur bedingt sexuell reizend, da gefallen mir Fesseln und so Zeug schon eher. xD Sogar 'härteres' wie Vergewaltigungsspielchen finde ich reizend, naja, jeder hat halt eine gestörte Faser in sich... wayne...

Interessant ist auch, dass diese Rollenspiele in allen Gesellschaftsgruppen zu finden sind. Gibt ja viele Geschäftsleute, die sich gerne von deren Frau schlagen lassen.

"Wie empfindet ihr 'so etwas'? Wo würdet ihr euch einordnen?"

Öhm, nach obigem Infotext wäre ich als 'submissive' einzuordnen

"Habt ihr schon mal mit dem Gedankengut eines Rollenwechsels 'gespielt'?"

Ja, will ich später dann mal vielleicht in die Tat umsetzen, mal schauen.

"Wo wären für euch in der Realität die Grenzen?"

Tätigkeiten, die dauerhaft sichtbar bleiben und/oder die man nicht rückgängig machen kann
Zuletzt geändert von gigaklein am Do 15. Jan 2009, 08:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon LayaYana » Do 22. Jan 2009, 13:04

nur weil sich die gesichtszüge ähneln, heißt es aber noch lange nicht, dass schmerzen genauso geil wären wie ein orgasmus oder überhaupt angenehm. je erregter man aber ist, umso mehr haben auch schmerzen einen lustvollen zug, bei manchen jedoch etwas ausgeprägter als bei anderen.
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Beitragvon gigaklein » Mo 26. Jan 2009, 12:35

Entscheidende Voraussetzung dafür, dass Schmerzen überhaupt Lust machen können, ist eine innere, freiwillige "Schmerzbereitschaft" der Menschen.
In der Analogie gibt es auch eine Bereitschaft zu "seelischen Schmerzen", z.B. gedemütigt zu werden.
Eine Demütigung wider Willen ist keine Quelle von Lustgewinn!

Menschen die beispielsweise unter chronischen (körperlichen) Schmerzen erheblich und lebensqualitätsmindernd leiden, haben diese Bereitschaft sicher nicht.
Absehbar werden Migränegeplagte darin auch keinen Lustgewinn finden können...

Das andere ist, dass Lust (sexuelle Erregung) eine schmerzunterdrückende Nebenwirkung hat. Kopfschmerzen z.B. verschwinden vorübergehend.
Vorhandene Schmerzen kommen nach "Beendigung von Lust" aber eher verstärkt zurück, sie holen die lustverordnete Schmerzpause nach
Zuletzt geändert von gigaklein am Mo 26. Jan 2009, 13:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Legolas Shadow » Di 27. Jan 2009, 02:21

Ist eben wie nen scharfes Chili. Das tut auch weh, aber ist ne geile Sache. ;)
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Beitragvon guido11068 » Fr 30. Jan 2009, 18:21

Interessantes Thema - so richtig bewußt habe ich darüber noch nie nachgedacht.
Ich würde mal sagen daß ich mich mit der Zeit immer mehr in Richtung einer "ganz gewöhnlichen" Verhaltensweise entwickelt habe.

Als Jugendlicher gab´s da durchaus so einen "devoten" Aspekt im Sinne von "passiven Sex" suchen und genießen. Also im Sinne von "sich hingeben" oder "einen Anderen machen lassen". Durchaus auch ein bißchen mit der Komponente es schön zu finden ein wenig "genötigt" oder "gedrängt" zu werden. Aber das nur im Zusammensein mit Jungs. (also Pubertät im weiteren Sinne)

Bei Mädchen war meine Geschlechterrolle dann eindeutig aktiver.


Aber Schmerz zufügen oder zugefügt bekommen (wollen) war bei mir nie ein Thema. Das finde ich eher abartig.
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