TdM im Dezember *Die Beziehung - robust oder ein 'zartes Pflänzchen'?*

Mal was anderes: Themen-Diskussion ohne Spam und blöde Sprüche :)

Beitragvon gigaklein » Di 4. Nov 2008, 11:50

Die Beziehung - robust oder ein 'zartes Pflänzchen'?

Sicher habt ihr Vorstellungen, was dazu gehört, überhaupt von einer *Beziehung* sprechen zu können.
Eine neue feste Beziehung - oder eine erste? - sie sollte den Namen jedenfalls verdienen!

Es geht also nicht um einen gegenseitigen Zeitvertreib und um ein "Bündnis", um als "versorgt" gelten zu können.
Gemeint ist auch nicht eine geplante Zwischenlösung mit dem Motto *Hauptsache, nicht solo - kommt Zeit, kommt Rat!*, wenn zuvor eine "große Liebe" zu Ende gegangen war...


.
Was macht eine solche Beziehung im Wert für euch aus?

Was sind die Merkmale?
Was sind die notwendigen Voraussetzungen?
Was würdet ihr unter "wünschenswerte Optionen" einordnen?


* Verliebtheit und "Kribbeln im Bauch" - es hat "gefunkt"?
* Gegenseitigkeit und Gemeinsamkeit der Gefühle?
* Tiefes Vertrauen voreinander und Vertrautheit miteinander?
* Eine gegenseitige Grundsympathie - eine Harmonie, miteinander "gut zu können"?
* Eine Verbindlichkeit im Miteinander - eine Exklusivität?
* Die Alltagstauglichkeit?
* Die Krisenfestigkeit?
* Eine berechtigte Aussicht, dass es sogar etwas "ganz Großes" werden könnte?

oder

* Einfach mal probieren - was noch fehlt, kann ja noch kommen?
* Sich überraschen lassen, wie es sich entwickelt - der Zeittest wird es ohnehin entscheiden?
* Sich und einander eine Probezeit verordnen, dann gemeinsam entscheiden?


* Was gehört für euch für den Start bereits unabdingbar dazu?

* Was sollte später noch dazukommen, damit ein *Bündnis* den Namen *Beziehung* verdient?

* Wie entsteht für euch eine solche Beziehung, wie deutet sie sich an?

* Gibt es Frühmerkmale? Kann man vorab ahnen, zu was es sich entwickeln wird?


* Aus welchem Holz wäre die "ganz große Liebe" geschnitzt?

und

* Was ist absehbar der größte Feind einer solchen "ganz großen Liebe"?

* Wie sieht ein 'Bauplan' für das Besondere aus, das nicht "kaputt" gehen soll?
Zuletzt geändert von gigaklein am Mo 1. Dez 2008, 00:50, insgesamt 1-mal geändert.
Im Zweifel eben trotzdem...
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Beitragvon Totgeliebt » Mo 1. Dez 2008, 17:07

Ich antworte mal mit deinem Vorgegebenem

Was macht eine solche Beziehung im Wert für euch aus?

Was sind die Merkmale? Zu einer Beziehung gehört vieles. An aller erster Stelle die gegenseitige Liebe, dann das Vertrauen, aber auch das Körperliche Bedürfnis nach dem Partner. Ich muss mit diesem Menschen jeden Tagen verbringen wollen und mich in seiner Gegenwart so unglaublich wohl fühlen, dass ich ihn/sie vermisse, sobald er/sie weg ist.
Was sind die notwendigen Voraussetzungen?
Liebe oder zumindest Verliebtheit. Wenn ich eine Beziehung eingehe, dann gebe ich mich dem Menschen hin und dann sollten da auch echte Gefühle dabei sein. Eine Beziehung nach dem Motto, hauptsache nicht solo, finde ich nicht gut, nein sogar gar nicht möglich.
Was würdet ihr unter "wünschenswerte Optionen" einordnen?
siehe Merkmale
* Was gehört für euch für den Start bereits unabdingbar dazu?
Mindestens Verliebtheit. Eine Beziehung baut für mich wie gesagt auf Liebe aus und da sollte schon ganz am Anfang mehr als nur ein Verknallt da sein.
* Was sollte später noch dazukommen, damit ein *Bündnis* den Namen *Beziehung* verdient?
Komplettes Vertrauen, körperliche Liebe und Spaß. Spaß am Leben, am Zusammensein mit dem Partner, an jeder Sekunde, die man mit ihm verbringt
* Wie entsteht für euch eine solche Beziehung, wie deutet sie sich an?
* Gibt es Frühmerkmale? Kann man vorab ahnen, zu was es sich entwickeln wird?

Eine Beziehung entsteht nich von heut auf morgen. Man lernt eine Person kennen und verbringt mit ihr Zeit, merkt, dass man sie mehr als nur mag und wenn man seinen ganzen Mut zusammen nimmt und die Chance ergreift, dann wird das auch werden.
Wenn man die Leute kennt, weiß was sie für Menschen sind, dann kann man auch im Vorraus sagen, ob es was wird oder nicht.
* Aus welchem Holz wäre die "ganz große Liebe" geschnitzt?
Hmmm ich glaube, das weiß man, wenn sie vor einem steht.
* Was ist absehbar der größte Feind einer solchen "ganz großen Liebe"?
Lügen und Betrügen
* Wie sieht ein 'Bauplan' für das Besondere aus, das nicht "kaputt" gehen soll?
Ehrlichkeit. Das beste Wort glaube ich dafür ;)

Lg Totgeliebt
Zuletzt geändert von Totgeliebt am Mo 1. Dez 2008, 17:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Abraxox » Mo 1. Dez 2008, 19:17

Was sind die Merkmale?
Eine Beziehung basiert in erster Linie auf Liebe und Vertrauen. Aber wie manche vllt schon schmerzlich Feststellen mussten, reicht Liebe allein nicht aus. Für eine Beziehung muss man sich zurück nehmen können, auf Wünsche und Dinge eingehen die einem vllt auch mal nicht so sehr gefallen. Man muss über die kleinen Macken des Partners hinwegsehen können in dem Bewusstsein, dass auch er das gleiche tut.
Man muss aber vor allen Dingen auch reden. Kommunikation ist ein weiterer wichtiger Bestandteil einer Beziehung. Denn ohne geht es einfach nicht. Man muss darüber sprechen können, was einem vllt nicht gefällt oder aufregt, aber auch was man schön findet.

Was sind die notwendigen Voraussetzungen?
Notwendige Voraussetzung ist auf jedenfall mehr als nur Interesse an einer Person. Wenn ich eine ernsthafte Beziehung eingehen möchte, dann muss ich mich zu dieser Person schon stark hingezogen fühlen. Wenn man sich nicht in ihrer Nähe aufhält, sollten die Gedanken zu ihr schweifen. Man sollte sich in Gedanken ausmalen was man als nächstes mit ihr machen könnte usw.

* Was gehört für euch für den Start bereits unabdingbar dazu?
Siehe "notwendige Voraussetzung".

* Was sollte später noch dazukommen, damit ein *Bündnis* den Namen *Beziehung* verdient?
Sie sollte nichts von der Spritzigkeit und dem Charme verlieren den diese Beziehung am Anfang besaß. Das diese Attribute sich verändern ist klar, aber sie sollten sich weiterentwickeln und nicht verloren gehen. Die Beziehung sollte mit den Partnern wachsen und immer wieder Raum bieten für Neues.

* Wie entsteht für euch eine solche Beziehung, wie deutet sie sich an?
Das kann ich so pauschal nicht sagen. Ich denke, dass das einfach zu unterschiedlich ist, aber wenn sich eine solche Beziehung entwickelt, dann wird man es auch erkennen.

* Gibt es Frühmerkmale? Kann man vorab ahnen, zu was es sich entwickeln wird?
siehe oben

* Aus welchem Holz wäre die "ganz große Liebe" geschnitzt?
Ich denke das merkt man wenn sie gefunden hat.

* Was ist absehbar der größte Feind einer solchen "ganz großen Liebe"?
Wie mein Vorposter schon schrieb: "Lügen und Betrügen". Aber auch Alltäglichkeit und Desinteresse.

* Wie sieht ein 'Bauplan' für das Besondere aus, das nicht "kaputt" gehen soll?
Ich denke, dafür gibt es keinen Bauplan. Jeder muss es für sich selbst herausfinden, und genau das ist ja auch das Spannende und Aufregende an einer Beziehung. Würde es einen "Bauplan" geben wären alle Beziehung gleich und langweilig.

Abschließende Anmerkung:
Meiner Meinung nach muss eine Beziehung "funktionieren". Und das sieht für jeden anders aus. Die einen sind erst glücklich wenn man sich jeden Tag sieht, den anderen reicht drei mal die Woche. Sowas entwickelt und kristallisiert sich aber erst im Verlaufe der Beziehungen heraus. Dessen müssen sich aber beide Partner bewusst sein. Und dafür ist die Kommunikation sehr wichtig. Es bringt nichts seinen Unmut in sich hinein zu "fressen" um dann irgendwann zu explodieren. So kann man die Beziehung aktiv gestalten und verändern damit sie möglichst lange hält. Aber nicht jeder ist für jeden geschaffen, und sollte es doch einmal vorbei sein ist man ein Stück weiter gereift und findet bestimmt seine große Liebe.

Lieben Gruß
Abraxox
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Beitragvon Totgeliebt » Mi 3. Dez 2008, 23:10

Ich werf mal noch einen Aspekt mit ein.
Darf man in einer Beziehung Interesse an anderen haben?
Flirten? Kopfkino? Was ist in einer Beziehung noch erlaubt.

Also ich finde, dass man durchaus flirten darf. So lange es dabei bleibt, finde ich, dass es kein Problem gibt und auch wenn man sich mal warme Gedanken macht und dabei mal nicht an den Partner denkt, finde ich das vollkommen in Ordnung. Geht es aber soweit, dass man während des Sex nur noch an andere denkt, dann ist das zu viel.

Lg Totgeliebt
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Beitragvon gigaklein » Do 4. Dez 2008, 12:23

Da spielt dann das schon in der Ausgangsfragestellung Genannte eine Rolle
* Eine Verbindlichkeit im Miteinander - eine Exklusivität?


Die Exklusivität bzw. die Verbindlichkeit kann "monogamst" sehr weit gehen - alles "hat" sich in der Beziehung abzuspielen.

Andere sehen es (für sich) oder für beide Seiten "offener".

Und dann wirkt sich das als Belastungsmöglichkeit wieder aus
* Die Alltagstauglichkeit?
* Die Krisenfestigkeit?
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Beitragvon strocker » Do 4. Dez 2008, 16:53

Die Beziehung - robust oder ein ‘zartes Pflänzchen’?
Ich kann das TdM nicht wissenschaftlich beantworten sondern nur aus eigenem Erleben meine Erfahrungen mitteilen.

Für uns war die Beziehung zu Beginn ein zartes Pflänzchen, das noch zaghaft auf dem Nährboden von Verliebtheit stand. Gegenseitige Sympathie bestand schon beim Kennenlernen. Da wir beide schon eine Beziehung hinter uns hatten, war für uns klar, sich den anderen natürlich und ehrlich zu nähern.
Oftmals tragen zu Beginn einer Beziehung die beiden Akteure Masken und schauspielern sich gegenseitig etwas vor. Wenn sie dann allerdings ihr wahres Gesicht zeigen, kommt das große Erwachen.

So wie sich der Laubenpieper wünscht, dass sein zartes Pflänzchen zu einer robusten Pflanze heranwächst und Sturm und Hagel widersteht, so sehr haben wir uns gewünscht, dass unsere Beziehung etwas ganz Großes werden soll.

Bald haben wir feststellen müssen, dass nicht jeder Tag Sonntag ist. Es gab auch Sturm und Gewitterwolken, die unsere Beziehung auf die erste Probe stellten. In der ersten Phase unserer Beziehung habe ich meinen Freizeitsport arg vernachlässigt und auch die sozialen Kontakte. All dieses wollte ich wiederbeleben bzw. auffrischen. Mein Spatzl war plötzlich eifersüchtig. Er hatte das Gefühl, ich würde “meinen großen Jungen” (wie ich ihn manchmal nenne ) dadurch weniger Zuneigung geben. Auch die Angst, ich könnte einen anderen kennenlernen, war Auslöser des erste Gewitters. Gespräche wollten anfangs nicht fruchten. Und so habe ich ein paar Wochen später immer mal von Zeit zu Zeit Freunde und Bekannte eingeladen. Für mich war es wichtig, dass mein Spatz meinen Bekanntenkreis kennenlernt und sie ihn. Bald schon hat einer meiner Freunde meinen Partner für den Schiffsmodellsport interessieren können, den er heute mit Begeisterung ausübt. Wir haben so allmählich unsere Freiräume kennen- und schätzen gelernt.

Was gehört für euch für den Start bereits unabdingbar dazu?
Das ist eine gesunde Portion gegenseitigen Verständnisses. Jeder bringt einen Biografie mit in die Beziehung ein. In dieser Lebensgeschichte auch eine bereits gelebte Partnerschaft. Egal wie diese endete, so gab es darin auch gute Zeiten. Wenn darüber gesprochen wird, muss es beiden von vornherein klar sein: Das war einmal. Schmollen wäre Gift für das zarte Pflänzchen.
Dazu gehören muss auch gegenseitiges Vertrauen, die junge Beziehung mit Leben zu erfüllen und zu behüten. Gegenseitige Achtung: Ich achte ihn, weil er mich liebt.

Was sollte später noch dazukommen, damit ein *Bündnis* den Namen Beziehung* verdient?
Ich will es nicht gerade als später einordnen. Wichtig ist gegenseitiges Geben und Nehmen. Vielleicht die gemeinsame Freizeitplanung ist fürs Wochenende. Ich bin darin der aktivere Part. Den anderen mal überraschen mit Theater- oder Konzertkarten. Oder auch, wie ich oben beschrieben habe, Freiräume nutzen und die sozialen Kontakte pflegen.
Für mich ist es wichtig, das in der Beziehung das Spontane nicht verloren geht.

Wie entsteht für euch eine solche Beziehung, wie deutet sie sich an?
Darauf möchte ich kurz und knapp antworten: Mit gegenseitiger Sympathie und einen riesigen Schwarm von Schmetterlingen im Bauch.

Gibt es Frühmerkmale? Kann man vorab ahnen, zu was es sich entwickeln wird?
Wenn man von Anfang an ehrlich miteinander umgeht und kein gefaktes Spiel treibt, dann kann man es vorab ahnen: das wird etwas. Voraussetzung ist die beiderseitige Verliebtheit.

Aus welchem Holz wäre die "ganz große Liebe" geschnitzt?
Bei uns ist die aus tiefster Zuneigung, und beiderseitigen Vertrauen. Wenn es mir schlecht geht, weis ich, dass er mich am Abend in die Arme nimmt und alles dafür tut, das er mir bald wieder besser geht. Umgekehrt läuft es genauso.

Was ist absehbar der größte Feind einer solchen "ganz großen Liebe"?
Schweigen statt reden. Meist verbirgt der Partner irgendetwas. Kurzum: Wenn das Vertrauen verloren geht.
Und: in meinen Augen eine kurze , schwere Krankheit, die einem plötzlich den Partner entreißt

Wie sieht ein 'Bauplan' für das Besondere aus, das nicht "kaputt" gehen soll?
Ich glaube nicht an solche Baupläne. Es gibt eine altes Sprichwort: “Jeder ist seines Glückes Schmied“. Du darfst nicht sitzen und abwarten, was die Beziehung bringt oder wie sie sich gestalten wird. Eine Beziehung ist passiv. Sie kann nur am Leben erhalten bleiben, wenn dafür aktiv etwas getan wird. Beide Partner haben es tagtäglich wie der Schmied in der Hand, ihre Beziehung zu formen, sie zu etwas wunderschönem zu gestalten.
Ich bin einzig: aber nicht artig
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Beitragvon gigaklein » Do 1. Jan 2009, 09:06

Zack - in den Müll mit dem kümmerlich vertrockneten Pflänzchen!

Auf ein neues (TdM 1/09)
und
auf ein gutes Neues! (Jahr 2009)
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