Ein Halbmonatsthema im Oktober: *Eifersucht*

Mal was anderes: Themen-Diskussion ohne Spam und blöde Sprüche :)

Beitragvon gigaklein » Di 14. Okt 2008, 06:07

Eifersucht

Ein Dauerthema für die einen - *ja, schon mal erlebt* für die anderen. Nur wenige dürften dieses Phänomen überhaupt nicht kennen.
Und auch wenn man selbst nicht eifersüchtig ist - oder glaubt, es nicht zu sein - ist man aber vielleicht schon einmal "Opfer" der Eifersucht eines Partners geworden.


Seid ihr selber eifersüchtig?

Nur bei gegebenem Grund oder Anlass?
Seid ihr "chronisch" eifersüchtig?
Oder habt ihr zumindest eine Neigung, schnell eifersüchtig zu werden?

Wie macht sie sich bei euch bemerkbar - was sind die Symptome eurer Eifersucht?

Lauft ihr als Detektiv zur Hochform auf?
Reagiert ihr generell aggressiv und gereizt, oder zieht ihr euch gekränkt zurück?

Wer wird zum Ziel eurer eigenen Eifersuchtsreaktionen - auf wen seid ihr eifersüchtig?

Auf das Gegenüber, um das man Verlustangst hat - oder in Neid auf den Konkurrenten, die Konkurrentin?

Wie beherrscht ihr eure eigene Eifersucht, wie kriegt ihr sie in den Griff?

und

Wie geht ihr mit Eifersucht eures Partners, eurer Partnerin um?
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Beitragvon Hormontherapeut » Di 14. Okt 2008, 09:03

Erst Mal, Willkommen als Themenstarter des TDM, gigaklein! :) Freut mich, dass Du Dich zur Verfügung stellst. ;)

Zum Thema:
Ich würde mich schon auch als eifersüchtig in der ein oder anderen Situation einschätzen, aber so starke Eifersucht hat mich bisher eigentlich noch nicht gepackt. Gründe für eine Eifersucht sind natürlich grundverschieden und mannigfaltig. Ich kann mich z.B. daran erinnern, dass ich vor vielen Jahren mal mit einer Frau befreundet war, eigentlich was von ihr wollte, und dann eifersüchtig war, dass ihr nen anderer Verehrer zum Geburtstag nen riesen großen Strauß rote Rosen geschenkt hat.

Oder ich war auch schon mal eifersüchtig, als meine Ex so viele positive Dinge über ihren netten Kollegen erzählt hat. Da dachte ich schon, "toll, der Arsch baggert doch bestimmt meine Freundin an."

Da bin ich dann schon sensibilisiert, bei einer Eifersucht. Achte verstärkt auf die Wortwahl, unbewusste Gesten - Körpersprache eben. Zum Spion bin ich aber eher nicht geeignet.

Wie kriege ich sie in den Griff, die Eifersucht? Schwer zu sagen, meistens entkräftet der Faktor Zeit ziemlich dieses Gefühl. Und es hängt natürlich von der Reaktion meines Gegenüber ab.

Übertriebene Eifersucht eines Partners kann ich allerdings überhaupt nicht leiden. Habe das schon erleben dürfen, wenn man aus Eifersucht unter totaler Kontrolle steht und einem krankhaft was unterstellt wird. Das find ich dann schon zu extrem und reagiere da auch entsprechend heftig. So eine kleine Eifersucht kann aber auch reizvoll sein, den Partner mal ein wenig necken, zum Ehrgeiz anstiften. *g*
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Beitragvon LayaYana » Di 14. Okt 2008, 10:16

da habe ich mal einen sehr schönen spruch zu gelesen

"We believe that you can deal with and get over huge things in life like being abused as a child, but jealousy, no, it’s too much, it means you’ll just to have to leave."


finde ich, sagt eigentlich alles ;) unser umgang mit eifersucht ist doch oft ein sehr seltsamer. mit vielen problemen in der partnerschaft setzt man sich vernünftig auseinander, aber mit eifersucht selten. manchmal gibt es das aber, manchmal ist es chronisch und ganz furchtbar und was macht man dann? man zerstört meistens die beziehung, durch nachspionieren, vorwürfe und ähnliches. sieht den fehler beim partner der die eifersucht produziert, anstatt bei sich selbst der die eifersucht hat, ob berechtigt oder nicht. es ist eben ein gefühl, dass es immer mal gibt und dem viel zu viel bedeutung beigemessen wird.

ich selbst bin selten eifersüchtig. mal hier mal da ein anflug, neid zu wenig zeit zu bekommen, eifersucht, weil sich der partner mit einer anderen anscheinend besser amüsiert. aber bei sowas, das schau ich mir halt kurz an und lach dann meistens hinterher drüber. schlimm ist es erst, wenn ernste verlustängste dran geknüpft werden. aber dann liegt das problem ja auch nicht beim partner, sondern bei einem selbst (warum habe ich angst, dass er mich verlassen könnte? mangelnder selbstwert?) oder an der beziehung (was stimmt an der beziehung nicht, dass ich meine, dass sie gefährdet ist?).

eifersucht kann tatsächlich ein sehr konstruktives gefühl sein, da es auf fehler in der beziehung hindeutet, und an sowas kann man arbeiten. schöne, tiefsinnige gespräche und das gefühl seinen gegenüber besser zu verstehen, eine festigung der beziehung, eifersucht ist bei richtigem umgang ein sehr fruchtbares gefühl ^^
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Beitragvon gigaklein » Di 14. Okt 2008, 10:54

Vielleicht noch ein Stichwort:
Wie oft hört man, dass die Eifersucht "grundlos" sei. Ich bezweifele, dass sie grundlos sein kann, sonst würde die Psyche der Geplagten nicht solche Anstrengungen entwickeln.
Sie ist möglicherweise sachlich und objektiv "unbegründet" - auch können die Reaktionen in keinem rational begründeten Verhältnis zum Anlass stehen (Überreaktion).

Es handelt sich aber um keine rationale Reaktion - that's why!

Wer es dann aber schafft, eine rationale Sortierung der Gefühle mit dem Partner hinzubekommen, der hat eine gute Chance, dass daraus ein bessere Situation als zuvor entsteht - ein Refresh und eine Neubesinnung.

Übrigens nur bis zum nächsten Mal - richtig und dauerhaft dazulernen kann man wohl nicht :shock:

Bewältigte Eifersucht ist jedenfalls die Mutter vieler (primär ungewollter) Schwangerschaften:
Die Versöhnung setzt offenbar sämtliche Eisprungmechanismen außer Kraft :D
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Beitragvon Totgeliebt » Di 14. Okt 2008, 14:29

Ich bin ein Mensch, der in einer Beziehung fast überhaupt nicht eifersüchtig ist. Ich vertraue meinem Partner voll und ganz, was vllt auch nicht immer wirklich gut.

Wenn es um Freundschaften geht, wird es schon ein bisschen anders. Es gibt ja "Freunde" und "Bekannte". Bei meinen Bekannten ist es mir egal, wie sie sich mit anderen verstehen, aber bei Freunden, besonders bei sehr guten, sehe ich andere auch schon mal als Konkurrenten, denn wenn mein guter Freund sich plötzlich mit jemand anderem sehr gut versteht, fürchte ich um meine Rolle. Ich lebe das aber auch nicht offen aus und schade somit auch niemanden.

Und dann gibt es ja noch Neid, was ja definitiv etwas anderes ist, als Eifersucht. Neidisch bin ich z.B. bei den Leuten, die richtig geil tanzen können. Da denk ich immer, ich würde auch gerne.

So das soll ersma reichen. Nach eine Wochenende Abwesenheit muss ich mich erst einmal wieder reinfinden ^^

Lg Totgeliebt
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Beitragvon LucidDream » Di 14. Okt 2008, 14:32

Ich denke, Eifersucht ist unter anderem ein Symptom von mangelndem Vertrauen in den Partner. Selber schon erlebt. Bei meiner vorletzten Freundin - Sie war Abends immer häufiger mit ihrer Freundin bei irgendwelchen suspekten Personen. Auf die Frage, was sie dort gemacht hat, wurde dann nur mit: "Spaß gehabt." geantwortet. Ich glaube aber, das Eifersucht in solch einem Fall unvermeidbar ist. Zumindest, wenn einem wirklich etwas an der Person liegt, und man sie nicht verlieren will. Da beginnt man halt mal "an der Wunde zu kratzen", um zu sehen, ob es anfängt zu bluten oder schon am eitern ist. ( Ja, netter Vergleich :lol: Aber mir ist nix besseres eingefallen )

Eifersucht ist nie "grundloß". Es gibt immer einen Auslöser dafür. In dem meißten Fällen ist es m.M.n mangelndes Vertrauen in den Partner. Oder die Angst, den Partner zu verlieren.

Soweit meine Meinung. Wenn ich falsch liege/etwas falsch verstanden habe, berichtigt mich bitte.

€dit:
Ich glaube, in fast allen Beziehungen ist Eifersucht ein Tabu-Thema. Es wird nicht weiter drauf eingegangen, geschweige denn, darüber geredet.
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... Das mit dem "Allwissend" ist schon ein wenig aus dem Fenster gelehnt und schlecht ausgedrückt. Die Zeugen glauben, dass Jesus, Gott und diverse nicht-materielle Energiewesen da oben ("Engel") dir zugucken können, wie du lebst, fickst, kackst und bei rot über die Ampel gehst. Also geht das mit dem "Jesus weiß auch bescheid" schon in Ordnung.
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Beitragvon LayaYana » Di 14. Okt 2008, 14:42

also ich finde neid und eifersucht in gewissen maße verwandt. wenn mein schatz mal weggeht, dann kann ich durchaus etwas eifersüchtig werden, nicht etwa, weil er sich mit ner anderen trifft, sondern weil er sich in dem moment nicht mit mir beschfäftigt. und das ist ja wohl eher neid auf die zeit und die aufmerksamkeit als wirklich eifersucht. muss man nur erst einmal erkennen können.

ich finde es übrigens sehr schade, dass eifersucht ein tabuthema ist, denn ignorierte eifersucht macht die beziehung kaputt, und bearbeitete kann sehr hilfreich sein. außerdem, so gelegentlich ein kleines bissl schmeichelnd ist es doch schon zu hören, dass der partner einen kleinen eifersüchtigen moment hatte, oder etwa nicht? klar, sobald eifersucht dramatisch wird, verliert es alles schöne, aber gerade dann ist ein schweigen sehr kontraproduktiv.
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Beitragvon Hormontherapeut » Di 14. Okt 2008, 14:44

LayaYana schrieb:
sobald eifersucht dramatisch wird


Wenn das auch mit einbezieht, dass Jemand gezielt Eifersucht "produziert", um seinen Partner (oder Ähnliches ^^) runter zu ziehen, dann stimm ich Dir zu.
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Beitragvon LayaYana » Di 14. Okt 2008, 15:21

oh man, zu solchen methoden greifen ist nicht fein. ich denke, da hilft reden auch nicht mehr viel. denn wäre diese person kommunikationsbereit, dann hätte sie ja von vornherein reden können, anstatt solche aktionen bringen zu müssen.

meinst du eigentlich eifersucht beim partner hervorrufen oder selbst eifersucht total übersteigern? denn eigentlich ist immer der partner am zug, der die eifersucht verspürt, weil der merkt ja, dass etwas nicht stimmt, dem fehlt ja irgendwo was. und wird diese eifersucht dann bewusst bei seinem partner hervorgerufen und bringt in so in diese position, dass ist doch echt blödsinnig ^^
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Beitragvon gigaklein » Di 14. Okt 2008, 16:21

"Inszenieren" von Eifersuchtsdramen (*dem/der habe ich es mal gegeben - was bildet der/die sich denn ein?*) oder Provozieren von Eifersucht, um sein eigene Wertposition aufzupäppeln, das sind üble Spielchen, die aber so etwas wie "künstlich" konstruiert sind.
Sie sollen leider Gottes nicht nur vorkommen, sondern auch erfolgreiche Machtkämpfe begleiten.

Bleiben wir vielleicht noch mal bei der "normalen", nativen Eifersucht...

Erwähnt wurde schon die Verwandtschaft zu 'Neid', 'Missgönnen'...

Ich kann meiner Freundin 'neiden', dass sie einen Verehrer hat, der ihr einen riesigen Blumenstrauß vermacht hat (auf etwas, was ich blöderweise versäumt habe - shit happens!).

Ich kann dem Verehrer neiden, dass er damit offenbar Eindruck geschunden hat ("Leider hat der Kerl Geschmack und Einfühlungsvermögen!").

Eifersucht kombiniert "so etwas" mit dem aus dem Unterbewusstsein empfundenen, eigenen Selbstwertgefühl.

Dieses "echte/wahre" Selbstwertgefühl ist oft völlig anders als das gespielte Selbstbewusstsein.

Beispiel: Ein alter, aber reicher Schmecklecker "kauft" sich immer wieder jüngere Freundinnen - es funktioniert vordergründig und scheinbar bestens...
So sehr der erfolgreiche "Unternehmer" in Sachen Beziehungskauf vor Selbstbewusstsein strotzt, so sehr ist tief in ihm drin auch das desolate Gefühl, dass seine Attraktivität ja nicht ohne Defizite ist.

Macht "sie" jetzt einem smarten Schönling "Augen", läuft bei ihm ein Mechanismus ab, der einem Selbstbewussten alles andere als gut zu Gesicht steht. Da spielt dann auch 'Verlustangst' mit hinein, und es ergibt sich 'Rivalität' zu einem Konkurrenten.
Wäre er wirklich seiner Sache sicher, wäre die Reaktion eine gelassenere.

Eifersucht hat viel mit dem tatsächlich empfundenen Selbstwertgefühl zu tun.
Wären wir nicht irgendwo "schwach", würden diese Anfechtungen an uns abprallen
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Beitragvon LayaYana » Di 14. Okt 2008, 16:58

das hast du sehr schön formuliert. in einer beziehung (und ach sonst überall) kreiert man ja sein eigenes selbstbild neu. man hat eine meinung über sich selbst mit stärken und schwächen. wie so häufig versucht man nur an seinen eigenen stärken festzuhalten und hat angst sich seine schwächen einzugestehen. eifersucht kratzt an diesem selbstbild das man hat, wirft zweifel auf. "bin ich wirklich gut genug? schön genug? liebenswert genug?" "ist der andere besser?". gerade wenn man schon ganz leichte zweifel an irgendeiner seiner eigenschaften hat, wird der gegenüber schnell zur projektionsfläche. wer sich selbst als weniger hübsch empfindet, der sieht in dem aussehen des konkurrenten nicht nur eine gefahr, sondern wird dadurch auch in seinen selbstzweifeln bestätigt und verletzt. lauter schädigende mechanismen, sowohl für einen selbst als auch für die beziehung.

die verlustangst die man bei der eifersucht empfindet, lässt sich wohl meist mit diesen tiefer liegenden selbstzweifeln begründen.

wenn man drüber nachdenkt bietet eifersucht echt viel stoff um sich und die beziehung weiterzuentwickeln. und trotzdem wird sie gefürchtet und geleugnet wie sonstwas. schade ^^
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Beitragvon gigaklein » Di 14. Okt 2008, 17:26

Eifersucht wird halt gern "getarnt", verquetscht.
So schrecklich ehrenvoll erscheint es einem nicht, das überhaupt als Eingeständnis der Schwäche zuzugeben.
Die Folge: Es gibt ablenkende und nicht zielförderliche Nebenkriegsschauplätze - weit ab von dem, wo die Musik wirklich spielt und deswegen auch nicht hilfreich.

Die Eifersucht macht sich dann an griffigen Hilfskonstruktionen und an Vordergründigem fest.

Wer dann nicht den geistig-seelischen Knoten durchschlägt und zur (rationalen) Sache kommt, der verheddert sich im destruktiven Gemetzel.

These:
Die wenigsten verstehen daraus, eine Chance auf Besserung zu nutzen. Das sind die, die über ihren Eifersuchts-Schatten springen können.
Die meisten stattdessen zerstören sich und einander im Destruktiven - zur konstruktiven Aufarbeitung kommt es erst gar nicht mehr...
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Beitragvon Edward Hyde » Mi 15. Okt 2008, 03:36

Ein spannendes Thema, und einzig dafür habe ich mich angemeldet. Hoffen wir, dass sich dieser Schritt lohnt!
Zuerst will ich eigene Erfahrungen etwas beleuchten. Bis anhin war ich niemals sehr eifersüchtig, so meine Selbsteinschätzung. Nur mit den Exfreunden meiner jeweiligen Partnerin kam ich nicht immer sehr gut klar, dies jedoch aus verschiedensten Gründen. In einem Fall war ich nicht sehr begeistert, dass sie noch immer engen Kontakt mit ihrem Verflossenen pflegte. Wir haben uns ausgesprochen, sie konnte meine Ängste und Probleme nachvollziehen und versprach mir höchst und heiligst, ein braves Mädchen zu sein. Bei dieser Angelegenheit war mir im besonderen wichtig, von ihr erhört zu werden. Das Bedürfnis, mich mitzuteilen, war im Grunde stärker als die Quelle des Übels, die Eifersucht. Die Beziehung ging dennoch bald in die Brüche - sie beneidete meine beste Freundin - zu Recht, wie sich später noch zeigen sollte.

In der Essenz kann ich LayaYanas Beiträgen zustimmen. Eifersucht an sich kann einen fruchtbaren Boden für Verbesserungen darstellen. Ich glaube, schon zwei Mal etwas vom Gärtner gelesen zu haben, ältere Forennutzer werden wissen, was ich, ein aufmerksamer Leser, meine. Diesmal soll er für einen anderen Zweck herhalten: der Gärtner, ein besorgter Mann, pflegt seinen Garten so gut er kann. Er schenkt seinen Pflanzen Wasser und Dung: jene beginnen mit der Zeit, die Blätter hängen zu lassen und die Blüten zu früh abzustossen. Der Gärtner, nicht nur besorgt, sondern auch feinfühlig, spürt, dass etwas nicht in Ordnung ist. Die Blumen im Gegenzug spüren das auch und zeigen es ganz deutlich. Ich will hier eine "normale" Beziehung zwischen zwei - oder mehreren - Menschen im Modell erklären. Auf Aktion folgt Reaktion. Alle Parteien sind mal Gärtner, mal Pflanze, mal Geber, mal Nehmer. Alle Parteien sind ebenso mit gewissen Sensoren ausgestattet. Bekommen sie zu viel davon, zu wenig hiervon, oder noch simpler: das falsche, dann schlagen diese Sensoren Alarm. Je empathischer ein Mensch, umso feinfühliger diese Sensoren und umso deutlicher sind die Alarmglocken, also das Verlieren der Blütenblätter, zu vernehmen.
Eifersucht ist eine von vielen solchen Alarmglocken. Wut, Enttäuschung et cetera sind andere, die ich pro forma erwähnen will. Wenn man nun auf die eigenen Signale hört, kann man sie in geordnete Bahnen lenken, in deutliche Worte formulieren und so den Kontakt zum Gärtner/zur Blume finden, um einen Konsens zu erarbeiten.
gigaklein schrieb:
These:
Die wenigsten verstehen daraus, eine Chance auf Besserung zu nutzen. Das sind die, die über ihren Eifersuchts-Schatten springen können.
Die meisten stattdessen zerstören sich und einander im Destruktiven - zur konstruktiven Aufarbeitung kommt es erst gar nicht mehr...

Diese These kann man so stehen lassen - was ich tun werde - oder sie noch vertiefen und auslegen. Letzteres will der nach mir schreibende übernehmen, es ist zu früh (zu spät) um auf solch tiefgründige und bestimmt wohlüberlegte, sauber verdeckte Fettnäpfchen einzugehen.

Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit. Einen schönen Tag wünscht
Edward Hyde.
Wenn deine Grundsätze dich traurig machen, verlass dich darauf: sie sind falsch.
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Beitragvon gigaklein » Mi 15. Okt 2008, 18:07

Letzteres will der nach mir schreibende übernehmen, es ist zu früh (zu spät) um auf solch tiefgründige und bestimmt wohlüberlegte, sauber verdeckte Fettnäpfchen einzugehen.

Ich bin nur formal der "Nach-Dir-Schreibende", weil ich hier mal "dazwischenmoderiere".
Zur Beruhigung: Fettnäpfchen sind nicht (auch nicht verdeckt) vorhanden :D

Ohne dieser hoffentlich noch folgenden "Fortsetzung" vorgreifen zu wollen, mache ich mal eine kleine Zwischenzusammenfassung:

Unter 'Eifersucht' wird sowohl ein Notsignal der Seele verstanden - wie auch immer der Anlass hierzu entsteht und wie (und wie sehr) auch immer diese Gefühlslage "begründet" ist:
Eifersucht als ein Ausgangszustand, eine seelische "Sachlage", eine Ursache für etwas.

'Eifersucht' wird aber auch als Sammelbegriff für damit verbundene Verhaltensweisen gesehen:
Eifersucht als Symptom, Erscheinungsform, Auswirkung von etwas - wie stellt Eifersucht sich dar, wie "findet sie statt"?

Nun könnte man sich vorstellen, dass sie zwar da ist, aber nicht "stattfindet" oder nicht "stattfinden soll". Man behält sie für sich und lässt sich nichts anmerken.
Zumindest geht man von der Illusion aus, dass diese "Nichtkommunikation" gelingen könnte :shock: .

Auch mir ist eigene Eifersucht sicher nicht unbekannt ;)
Meine Art von Krisenmanagement läuft dann sehr introvertiert ab: Ich werde wortkarg und "gefährlich" ruhig. Ich verordne mir Aggressionsverbot und ersetze Aggressivität durch scheinbare Apathie.
Das ist nun alles andere als "Nichtkommunikation"!
Wer mich kennt merkt, dass hier etwas nicht stimmt - nonverbale Kommunikation, Kommunikation ohne Worte.
Ich mache damit zunächst nicht viel falsch, aber auch nicht viel richtig. Das verlege ich auf einen späteren Zeitpunkt - erst einmal Gedanken und Gefühle sammeln und sortieren.

Oft wird allein dadurch vieles gegenstandslos (zerstreut).
Wenn nicht, dann muss ich irgendwann den Absprung finden, die Gefühlslage auch anzusprechen.
Und wenn ich Glück habe, fragt vorher der Partner: "Was ist mit dir? Du bist so merkwürdig still!?!"
Dann sollte man nicht mit: "Nichts! Was soll mit mir sein?" antworten, sondern die Gelegenheit zur "Offenbarung" nutzen
Zuletzt geändert von gigaklein am Do 16. Okt 2008, 07:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Edward Hyde » Do 16. Okt 2008, 07:14

Dann will ich mal. Zwar ist's auch heute verflucht früh, aber man will sich in meinem Alter ja nicht mehr beklagen...

In meiner Erfahrung zeigt sich, dass wirklich die meisten zu wenig auf die inneren Signalrufe hören und entsprechende Konsequenzen ziehen. Es scheint den Menschen lieber zu sein, im eigenen Frust zu grollen und zu schmollen, anstatt die Sache in die Hand zu nehmen und etwas zu bewirken. Dieses Phänomen sieht man jedoch nicht nur in emotionalen Belangen. Prominente Gesichter der Menschheitsgeschichte sind solchen tückischen Fallen erlegen.
Entsprechend darf man äussern: ja, die wenigsten verstehen daraus, eine Chance auf Besserung zu nutzen. Einerseits ist es auch in unserer Kultur nicht sehr angesehen, das Gesicht zu verlieren. Da ein Mann, der Emotionen zeigt und so wunde Punkte offenbart, auch heute noch als Schwächling, Weichei, Heulsuse, Schwanzloser, impotenter Saftsack usw. angesehen wird (ich möchte auf das Emo-"Problem" hinweisen), ist es scheinbar mit einem gewissen Risiko verbunden, sich seiner Partnerin/seinem Partner in jedem Falle zu öffnen und die eigenen Mängel - an Zutraulichkeit, Aufmerksamkeit, Liebe, Sex, etc. - zur Diskussion zu stellen.
Erstaunlicherweise haben Frauen, in diesem Sinne das starke Geschlecht, meist ähnlich grosse Mühe. Weil sie sich in eine äusserst kindliche Trotzhaltung versetzen können und entsprechend unnahbar für jedwedes männliches Verständnis, sollte es denn existieren, werden, kann selbst ein äusserst ambitionierter Mann streckenweise nur "versuchen", doch bestimmt nicht "erreichen". Dies hat mit der weiblichen Erwartungshaltung zu tun: er muss mich ja verstehen! Der Mann, der in non-verbaler Kommunikation nur selten brilliert, braucht jedoch klare Informationen, wo denn der Fehler liegt. Ein klassisches Missverständnis.
Höchst interessant wirkt in diesem Kontext auch besagte Angst vor Penis- und Eierverlust: wird auf die Öffnung nur mit schweigen oder undeutlichen Phrasen geantwortet, erhält der Mann nicht seine Bestätigung und wird in Zukunft noch zögerlicher mit seinen emotionalen Ergüssen aufwarten.
Und ehe mir dahergelaufene Feministinnen an die Gurgel springen: nein, es ist nicht die Schuld der Frau! Im Gegenteil: wer meinen Text aufmerksam liest und auch das versteht, was ich nicht in Buchstaben zu fassen vermochte, wird erkennen, dass stets beide am Unglück zu tragen haben. Mal vom Fakt abgesehen, dass ja meist ein Grund für die entstandene Eifersucht vorliegt.

In Paaren, wo die Kommunikation und die oft besagte "Chemie" stimmt, stellt die Bewältigung von Eifersucht bestimmt kein so dramatisches Thema dar wie in anderen Fällen.
Ach, übrigens: man kann solche Dinge auch wunderbar während/nach dem Sex bereden. Während Männer jedoch erst Sex brauchen, um für solche Aussprechungen empfänglich zu sein, ist's bei Frauen umgekehrt. Sie wünschen im allgemeinen, sich vor dem Sex über Beziehungsprobleme zu unterhalten. Wenn nun keiner nachgibt und einen (psychisch schwer zu ertragenden ;) ) Kompromiss eingeht, wird man vermutlich ziemlich lange keinen (guten -> siehe älteres "Thema des Monats") Sex mehr haben...

Ich wünsche allen Lesern einen angenehmen Tag und freue mich auf eure Antworten. Das Thema gefällt mir sehr, ich hoffe, dass da noch etwas fruchten kann!
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Beitragvon LayaYana » Do 16. Okt 2008, 08:42

hi edward, schön dass du hier bist. deine beiträge sind echt schön, und selten so gute beiträge von einem neuling gelesen :)

die frage, die ich mir gerade bei deinem text gestellt habe ist, ob es einen tatsächlichen unterschied gibt, wie männer und frauen an eifersucht rangehen. ob es neben anerzogenen und gesellschaftlich geprägten verhaltensweisen noch etwas gibt, was darunter liegt. denn ich persönlich glaube nicht daran, dass frauen kompliziert und männer so simpel sind. frauen tun gerne so, weil sie so erzogen worden sind, und männern verhalten sich so, weil es von ihnen erwartet wird. wenn man sich die mühe macht, beidem mal ein wenig auf den grund zu fühlen, bleibt in allen fällen einfach nur ein mensch mit seinen verborgenen mustern, wünschen und bedürfnissen, die unterschiedlich aber doch meistens eher schlecht ausgedrückt werden ^^

und auch so, wie eifersucht beschrieben wird, denke ich, dass es von beiden geschlechtern gleich empfunden wird und der umgang damit wieder gesellschaftlich geprägt ist. frauen eher dazu neigen vorwürfe zu machen, hinterherzuspionieren und sich auszuheulen, männer eher dazu über ihre gefühle zu schweigen, gewissen umgang zu verbieten und ähnliches. ich selbst kenne aber gar nicht so viele klischeemenschen, die sich so verhalten. die meisten verhalten sich bei eifersucht einfach nur ziemlich unsinnig.

dein letzter punkt gefällt mir übrigens sehr. da könnte tatsächlich ein unterschied liegen in der herangehensweise wie männer und frauen konflikte bearbeiten. ich selbst brauche beim konfliktlösen in einer partnerschaft nähe, körperliche, prinzipiell nur in form von kuscheln oder einem gelegentlichen kuss und hinterher tut sex wahnsinnig gut. nicht wegen geilheit, sondern weil man sich in solchen gesprächen emotional und psychisch oft so nahe kommt, dass ich diese nähe dann auch körperlich spüren will. wohingegen ein ungelöster konflikt distanz schafft, und das stört auch irgendwie beim sex. und ja, dauerhaft schädigt so etwas das sexleben. weiß jetzt nicht, ob das nur meine herangehensweise ist, oder ob die bei frauen im allgemeinen wohl so ähnlich ist. und ob bei männern tatsächlich erst der körperliche kontakt gebraucht wird und dann der emotionale. bei männern habe ich beides schon gesehen und denke, dass es auch hier eher tendenzen sind, wobei ich den einfluss der gesellschaft dabei geringer einschätzen würde.
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Beitragvon gigaklein » Mo 20. Okt 2008, 08:13

Da das hier vor lauter Ehrfurcht ;) über das Gesagte etwas stockt, möchte ich den Tonarm noch einmal in die Einlaufrille zurückheben:

Seid ihr schon einmal "Opfer" von Eifersucht geworden?
Wenn ja:
War das Problem noch beherrschbar und konstruktiv zu lösen?
Oder nahm eine zerstörerische Katastrophe ihren Lauf?
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Beitragvon Phönix » Di 21. Okt 2008, 19:08

gigaklein schrieb:
Da das hier vor lauter Ehrfurcht ;) über das Gesagte etwas stockt, möchte ich den Tonarm noch einmal in die Einlaufrille zurückheben:

Seid ihr schon einmal "Opfer" von Eifersucht geworden?
Wenn ja:
War das Problem noch beherrschbar und konstruktiv zu lösen?
Oder nahm eine zerstörerische Katastrophe ihren Lauf?


Leider war ich immer bei den Typen, die es nicht verdient hatten, tierisch eifersüchtig. Und wenn das erstmal anfängt, ist man die doofe, zickige, eifersüchtige, nervende... was nicht passiert, wenn der Mann genug Aufmerksamkeit mir widmet ;)

Typ meldet sich zuwenig -> verlange mehr Zeit für mich -> werde eifersüchtig bei vllt Nichtigkeiten


Typ meldet sich genug -> ich weiß dass er mich liebt -> kein Grund eifersüchtig zu werden, weil er ja bei mir bleibt... :twisted:
Phönix
 

Beitragvon strocker » Mi 29. Okt 2008, 12:59

Ja, Eifersucht kann unheimlich schmerzen, ich habe es auch schon erlebt.
Wenn man dazu einen Anlass hatte, dann wird von mal zu mal das Misstrauen größer.

Eifersucht zeigt sich bei mir in einer tiefen inneren Kränkung, die ich über Tage mit mir hinschleppe bis ich explodiere. Dann geht es meist verbal aggressiv zu. Ist alles gesagt, dann tritt auch wieder Ruhe ein. Nachtragend bin ich ich dann aber nicht. Das würde die Beziehung nur vergiften.

In der jetzigen Partnerschaft habe ich das noch nicht erlebt. Aber in der vorhergehenden war es oft an der Tagesordnung. Ich wurde dann eifersüchtig, wenn mein Partner die Anmache anderer nicht widerstehen konnte. Und: er ist öfter fremdgegangen. Ich habe ihn verlassen.

Ich denke das hat mehr etwas mit Verlustängsten zu tun. Geht ein Partner erstmal fremd und interessiert sich häufiger für andere, ist es ein deutliches zeichen dafür, dass du ihn weniger interessant bist, halbwegs abgeschrieben.

Früher einlam hatte ich das sachliche Gespräch gesucht, später wurde es lauter und vorwurfsvoller.

Wie geht ihr mit Eifersucht eures Partners, eurer Partnerin um? Ich gebe ihn keinen Anlass dazu. Eine Partnerschaft sollte auf Vertrauen beruhen. Wenn er dennn mal länger zu Arbeiten hat, ruft er vorher an und bittet darum, dass ich ihn abhole. Meist gehen wir im Anschluss noch shoppen oder essen. Im umgekehrten Fall ist das genauso.
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Beitragvon gigaklein » Mi 29. Okt 2008, 16:13

Ich gebe ihn keinen Anlass dazu

Tja, wenn das reichen würde...
Ich behaupte, bisher für Eifersucht keinen Grund abgeliefert zu haben, die Anlässe wurden aber dennoch abgeleitet.

Eifersucht hat viele Vorstufen.

So bin ich immer in Gefahr, "beeifersüchtelt" zu werden, wenn ich mit anderen als dem Partner mehr als dürftig "parliere".
Das kann die völlig unattraktive Marktfrau sein, mit der ich "typisch(!) mal wieder herumgeflirtet" habe, nur weil mir da mal wieder etwas Zündendes zum Verkaufsgespräch eingefallen ist.

Das ist noch beherrschbar.

Schlimmer in der Eifersuchtskonsequenz sind für mich aber jene objektiv unverdächtigen Fälle, wo ich potentiellen KonkurrentInnen mehr als nur Normkonversation abliefere. Nicht mehr und nicht weniger, aber das reicht schon!
Das kann mir dann *ruck zuck* als Anmache ausgelegt werden.

Und das spüre ich dann auch in der Konsequenz, nämlich dass mir "Liebesentzug" als Strafe verordnet wird.

Ich bin in Beziehungen bis zur Selbstverleugnung monogam und treu.
Dennoch reagieren "Gegenüber" allergisch, wenn der Eindruck entsteht, ich kenne auch noch Weitere und sie seien nicht allein mit mir...
Zuletzt geändert von gigaklein am Mi 29. Okt 2008, 16:32, insgesamt 1-mal geändert.
Im Zweifel eben trotzdem...
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