Das Single-Gen ist schuld am Alleinsein

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Das Single-Gen ist schuld am Alleinsein

Beitragvon Lena » Mi 26. Nov 2014, 17:38

Viele hier und auch außerhalb schreiben oft darüber, dass sie schon sehr lange Single sind. Nun habe gerade eben diesen Artikel entdeckt, welcher besagt, dass das "Single-Gen" dafür verantwortlich sein kann. Klingt vorerst komisch, aber doch interessant.

Hier mal das wichtigste dazu:

Jetzt könnte eine Erklärung dafür gefunden worden sein, warum manche Menschen eher allein sind und bleiben als andere. Forscher an der Universität in Peking haben in einer aktuellen Studie herausgefunden, dass möglicherweise ein Gen mitverantwortlich für das Single-Dasein ist. 579 chinesische Studenten wurden dafür untersucht.

In der Studie, die in der Fachzeitschrift "Scientific Reports" erschien, konzentrierten sich die Wissenschaftler um Xiaolin Zhou von der Peking University auf Variationen in einem Gen namens 5-HT1A, das einen direkten Einfluss darauf hat, wie viel vom Glückshormon Serotonin im Körper produziert wird. Die Forscher unterschieden zwei Varianten des Gens: die C- und eine G-Version.

Letztere hemmt die Produktion von Serotonin. Wer diese Version trug, war auch seltener in einer Beziehung – nur 39 Prozent der Träger hatten aktuell einen Partner. Die C-Version hingegen fördert die Produktion des Hormons. Tatsächlich waren 50 Prozent der Befragten mit der C-Version in einer Beziehung, ein statistisch bedeutsamer Unterschied zu jenen mit der G-Version.

Der Zusammenhang zwischen Partnerschaftsstatus und Genvariante hielt sogar dann noch stand, wenn die Wissenschaftler mögliche andere Gründe dafür, keinen Partner zu haben, etwa prekäre finanzielle Situationen oder depressive Symptome, aus den Daten herausfilterten.


Was denkt ihr darüber? Wer sich angesprochen fühlt, darf gerne etwas dazu schreiben.
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Re: Das Single-Gen ist schuld am Alleinsein

Beitragvon Joe D. » Mi 26. Nov 2014, 19:06

Das Single Gen, untersucht an einer Universität in einem Land, in welchem ein Großteil aller Partnerschaften arrangiert sind??

Das überzeugt mich doch auf der Stelle, total... und absolut... und so...

Ok, war das daneben?

Sorry, mir fällt nichts sinnvolles dazu ein. Ein Gen, das dafür verantwortlich ist, den Serotoningehalt im Gehirn mitzubestimmen, wird dazu hergenommen, auf Partnerschaften Einfluss zu nehmen? What? Ich glaube, dass es sich hierbei um ein ganz normales Verteilungsmuster handelt. Ich wette, eine signifikante Anzahl unter diesen Probanden, ist zudem übergewichtig, leidet an Schlafstörungen und vorzeitigem Samenerguss oder irgendsowas. Und fast alle sind mit Sicherheit laktoseintollerant.
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Re: Das Single-Gen ist schuld am Alleinsein

Beitragvon Kratzbaum » Mi 26. Nov 2014, 20:03

Evolutionsbiologisch ein Selbstausrotter,
deswegen an sich unlogisch,
das war mein erster Gedanke -
dann kam der gute Joe und hat eine Möglichkeit gegeben,
aus der sich das Gen doch fortgepflanzt hat! ^^
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Re: Das Single-Gen ist schuld am Alleinsein

Beitragvon Hormontherapeut » Mo 1. Dez 2014, 14:41

Hmm, also wenn das stimmt, was ich bezweifel, dann werde ich sofort eine Gen-Therapie bei meiner Krankenkasse beantragen und mir das Single-Gen austreiben! Jawoll! Endlich ist der Schuldige gefunden! :mrgreen:
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Re: Das Single-Gen ist schuld am Alleinsein

Beitragvon Kratzbaum » Mo 1. Dez 2014, 17:04

Dann lass' dir aber auch das Antiker-Gen verabreichen
und irgendwas mit Fliegen und unter Wasser atmen wäre nützlich -
ich bin mir sicher, die Krankenkasse genehmigt sowas nur einmal.
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Re: Das Single-Gen ist schuld am Alleinsein

Beitragvon Litschee » Sa 21. Mär 2015, 13:17

Ob es dafür ein konkretes Gen gibt? Nunja. Letztlich ist es aber durchaus so, dass wir ein Produkt aus Genen und Umwelt sind. Die Erziehung, unsere Freunde, Vorbilder, Vorgesetzte, ... spielen also eine gewichtige Rolle dabei, wie wir uns verhalten und sind. Trotzdem spielen Gene eine Rolle - wenn das gerade in diesem Fall wohl nicht an einem konkreten Gen, sondern aus einem Zusammenspiel heraus entsteht.

Jemand, der also dick ist, dessen Serotoninhaushalt beeinträchtigt ist und der zusätzlich auch noch Eltern hat, hat gute Chancen, sich mal mit Beziehungen schwer zu tun. Er ist mit sich selbst schon nicht übermäßig glücklich, hat wenig Selbstbewusstsein und sein Hormonhaushalt unterstreicht das auch noch damit, dass er grundsätzlich nicht zu übermäßig positiven Gefühlsausbrüchen neigt.

Ich glaube also schon, dass Gene eine Rolle spielen - allerdings nicht in der Art und Weise, wie das hier angepriesen wurde. Das halte ich dann doch für eine zu einfache Erklärung.
Umgehkehrt glaube ich nämlich schon, dass auch jemand, der eher unglücklicher ist, als andere Kinder durch Selbstbewusstsein, gutes Aussehen und Auftreten usw. viel wett machen kann und dann durchaus ein Beziehungstyp werden kann. Da spielt dann aber viel Erziehung und auch andere Gene mit hinein.
In Deutschland nennen sie es "Jugend sucht". In England nennen sie es "Petting".
Wenn Stiftung Warentest einen Vibrator testet, ist dann "befriedigend" besser, als "gut"?
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